,,Ein namekianisches Rätsel"

(eine ff die zu meinem osterspecial

gehört hat : piccolo x gohan)

by Bijou

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Pairing: Piccolo x Gohan

Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir, sondern Akira Toriyama und ich habe kein Interesse daran, hiermit Geld zu verdienen.

Warnungen: Lemon; Lime

Sonstiges: Hier mal zu Ehren des Onkel aus dem Ei.  ...eine FF, in der Piccolo die Hauptrolle bekommt. Fiel mir nicht schwer, ihn mal in den Vordergrund treten zu lassen. Schließlich ist er- gut u.a. am ganzen Körper grün und so...- aber Intelligenz und zwei Fühler machen eine ganze Menge wieder Wet, finde ich! *smile*Hach, und Ich finde ihn auch so, einfach anbetungswürdig.

Widmung: Meiner lieben Beta Sanchan, ohne deren Meinung ich aufgeschmissen wäre!
*Betalein feste knuddelt*
Bijou :3

Ich wünsche euch viel Spaß, beim Lesen!

 

 

Ein namekianisches Rätsel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kapitel I
Piccolos Schwäche

 

Die ersten Sonnenstrahlen fielen gerade durch die Fenster in Kamis Palast, als Piccolos Schatten die Wände entlang strich.
Tief in Gedanken versunken, betrachtete er beim Gehen seine Füße.
Piccolo kam gerade aus dem Raum der Dimensionen, wo er die Nacht über meditiert hatte.
Nicht schlafen und essen zu müssen, war für einen Namekianer sehr von Vorteil.
Denn so konnte er, die meiste Zeit damit verbringen, seinen Geist zu schärfen und seine Fähigkeiten - ob nun als Krieger, oder Heiler- zu vervollkommnen.
Meditation war für einen Namekianer nichts anderes, als das Essen und Schlafen für die Menschen. Eine Notwendigkeit, die zur Normalität geworden war und ihre regelmäßigen
Abläufe einforderte.

Aber seid einiger Zeit, fühlte sich Piccolo jedes mal sehr seltsam, wenn er aus dem Raum der Dimensionen zurück kehrte.
Müde, fertig... irgendwie... völlig ausgelaugt. Eben nicht er selbst.
Doch woran es lag, wusste er nicht.
Große Lust, mit Dende, Meister Popo, oder sonst jemand darüber zu reden, hatte er allerdings auch nicht.
Was hätte er auch sagen sollen, und zu wem? Piccolo, den es nicht einmal großartig interessierte, wenn ihm ein Körperteil abhanden kam, das bald darauf wieder nachwuchs.
Es wäre einfach zu peinlich gewesen, mit etwas wie,, mir geht´s in letzter Zeit, nach dem meditieren nicht so gut"..., jemanden zu belästigen.
Nun ja, eigentlich war es eher so, dass er sich selbst nicht damit belästigen wollte.
Dende hatte ohnehin zu wenig Erfahrung.
Meister Popo hätte ihm wohl nur eine seiner Weisheiten vorgebetet.
In einem grammatikalisch verwirrenden Satz in dem Teilnahmslosesten Ton der Welt, versteht sich.
Und Goku -
Goku würde ihm, wahrscheinlich wieder einmal empfehlen, doch endlich etwas zu essen.
Tja, viele blieben da nicht mehr übrig:
Bulma? - Spezialisiert auf technische Dinge.
Vegeta? ... Ja, aber nur, wenn die Hölle zufriert.
Chi... Nein.
Son Gohan...
Der hatte im Moment sicherlich andere Probleme.
Piccolo spürte schon seid längerem, dass da etwas nicht stimmen konnte.
Wenn er an Gohan dachte, war es beinahe dasselbe, vorahnende und irgendwie mulmige Gefühl, welches er jedes mal, beim verlassen des Meditationsraumes hatte.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass gerade, wenn der Namekianer meditierte, er anstatt an nichts, so wie es sein sollte, daran dachte, was Son Gohan wohl bedrücken könnte...

Etwas in Piccolo, hätte schwören können, das die ganze Sache nicht gerade wenig, mit dem
Halbsaiyajin zu tun hatte.
Aber der Namekianer in seinem Kopf, bestand auf eine,,bessere" Erklärung und keine, die Piccolo... die Schamesröte, auf seine grünen Wangen trieb.
Die Tatsache, dass er Son Gohan, je älter dieser geworden war, als immer anziehender empfand, sollte auch lieber nur eine Tatsache, verschlossen in seinem Kopf bleiben.
Nicht mehr und nicht weniger. - Vor allem aber: ,,nicht mehr"...

Gerade dies, hatte sich der Namekianer, bei seinem ersten aller anzüglichen Blick, der ihn wie ein Vorschlaghammer, beim gemeinsamen Schwimmen mit Son Gohan getroffen hatte, geschworen.
Und es funktionierte bestens!
Schließlich war Piccolo darauf trainiert, die Dinge neutral zu betrachten und auf seinen
Verstand statt auf seinen...,,was auch immer" zu hören.
Doch jetzt schienen sich seine Gedanken einfach zu verselbstständigen.
Beinahe, als ob ihn jemand unablässig an den Schultern rütteln würde und damit alles durcheinander brachte, was Piccolo über Jahre an Selbstbeherrschung und gedanklicher Kontrolle aufgebaut hatte.
Auflösung in ein totales Chaos und das innerhalb weniger Wochen.
Der Grüne hasste sich in diesem, für ihn so, hilflosen Zustand.
Kami! Es fehlte nicht mehr viel und er wäre mit diesem Kopf und - Gefühlswirrwarr, als Mensch durchgegangen. Als Mensch!

Es war ja ohnehin schon schlimm genug gewesen, dass er, als er mit Gott fusionierte, auch gleich dessen männliches Geschlechtsteil,, vererbt" bekommen hatte.
Von der Verwirrung darüber, ganz zu schweigen!
Jedoch erklärte Piccolos angeborene Logik ihm schnell, dass dies im Grunde, gar nicht mal so verwunderlich war, wie es zunächst den Anschein haben mochte.
Denn der alte Kami, war mit seinem Raumschiff, als Kind auf der Erde gelandet und hatte seine Entwicklungsphasen, in den Yunzabit Hochebenen durchgemacht.
Und genau, wie bei jedem anderen Lebewesen, welches sich - allerdings mit Sicherheit nicht so schnell, wie ein Namekianer-  seiner Umgebung anpasst, so hatte es auch Gott getan.
Vergleichbar etwa, mit dem ersten Urviech, das aus dem Meer gekrabbelt kam und irgendwann an Land leben konnte.
Und da gerade bei Namekianern, die Körperteile bekanntlich sehr schnell wachsen können, hatte es nicht lange gedauert und Kami hatte sich eigentlich nur noch zwischen,, männlich" und,, weiblich" zu entscheiden.
Piccolo, der weitaus kürzere Zeit auf der Erde lebte, auch wenn er dort geschlüpft war, hatte dann allerdings keine große Wahl mehr.
Er fusionierte mit Gott und übernahm gleichzeitig auch dessen Geschlecht.
Aber jetzt auch noch diese viel zu menschlichen Gefühle, die frei von jeder Logik waren, über sich ergehen lassen zu müssen, überstiegen ironischer Weise, den Verstand des Namekianers.
Wut, Hass, Kampflust, Stolz, Ehrgeiz... ja sogar Humor, das alles kannte er, aber im Vergleich zu dem, was jetzt in ihm vorging-
Piccolo kam sich vor wie verdammtes Kind, dass gerade erst laufen lernte.
Einfach zum Kotzen.

<< Gohan... >>

Der Namekianer schien noch ein Stück nachdenklicher geworden zu sein, als er plötzlich stehen blieb, und bemerkte, dass er schon längst am Bad vorbei gelaufen, und nun schon am Eingang des Palastes, angekommen war.

<<...Scheiße... >>

Piccolo rollte entnervt mit den Augen und kratzte mit seinen Fingernägeln die Steinsäule, die den Eingang flankierte, hinab.
Ein ekelhaft grell, knirschendes Geräusch entstand, und fünf langgezogene Rillen blieben als sehr gut sichtbare Spuren, in dem festen Stein zurück.
Pressluftartig, stieß Piccolo die Luft  aus, und ließ seine Schultern leicht absinken.
Es ärgerte ihn.
Eigentlich wurde er sogar schlagartig, ziemlich wütend darüber.
Denn eine derartige Unaufmerksamkeit, wie, verträumt an seinem eigentlichen Ziel vorbei zu laufen, zeigten ihm nur zu deutlich, wie unkonzentriert er wirklich war.
Er hasste es. Er hasste sich. Er hasste es, nicht zu wissen, was zur Hölle, mit ihm los war.


,,Piccolo?"
Eine zurückhaltend, beinahe zögerliche Stimme.

<<...Was zum...?  Na klasse. >>

Der Namekianer zuckte zusammen. Allerdings nicht, weil der Halbsaiyajin, der
sich ohnehin schon in seinem Kopf breit gemacht hatte, plötzlich wirklich hinter ihm stand,
sondern, weil Piccolos Herz bei Son Gohans Anblick einfach aus setzte.

Schnell verfluchte sich der Namekianer innerlich und konzentrierte sich darauf, so wie immer  zu wirken.

,,Gohan. Hallo... "
,,Hallo... ähm, Piccolo, hast du vielleicht eine Sekunde Zeit?"
,,Zwei wenn du willst."

Der Halbsaiyajin lächelte und setzte sich zu Piccolos Füßen, auf die Treppe.
Der Namekianer machte einen Schritt zu Son Gohan hin und wollte sich gerade zu ihm setzen, als er wieder zurück wich und es vorzog, sich mit der Schulter an der, von ihm verunstalteten Säule, anzulehnen.
Nun fixierte er einen gedachten Punkt am Himmel.

,,Was willst du hier?"
Es klang um einiges schroffer, als Piccolo es gewollt hatte.

Son Gohans Kopf ging leicht zur Seite, als ob er den Grünen ansehen wollte, dann aber doch beschloss, es bleiben zu lassen.
 

,,Weißt du Piccolo,... begann der Halbsaiyajin zögerlich.
,,Irgendwie kann ich das nicht länger durchhalten. Ich meine- Wie fühlst DU dich denn dabei?"

Der Namekianer verzog unverständlich das Gesicht, löste seine verschränkten Arme und trat einen Schritt nach vorne.

,,Wie fühle ich mich wobei?" Fragte er irritiert.

Son Gohan schien kurz zu zögern, doch dann antwortete er,... du weißt ganz genau wovon ich rede.
Ich habe Familie.
Verantwortung, verstehst du?
Ich will niemandem weh tun, und... ich brauche einfach mehr Klarheit, weil ich so nicht weiter machen kann und will.
Außerdem schulde ich Videl und Pan die Wahrheit, findest du nicht?
Ich bin heute hier, weil ich deine Meinung dazu  hören will.
Aber ich werde nichts tun, was du nicht möchtest."

Piccolos Gesichtszüge entglitten, als er fassungslos den leicht gebeugten Rücken vor sich anstarrte und sich, wie aus Angst um zu fallen, krampfhaft an der Steinsäule festhielt.


<< Moment mal! Wovon zur Hölle redet er da? !
... Verdammt, das hört sich ja ganz so an, als ob-
Schwachsinn.
Pah! Und was für einer!
Wenn es das ist, was ich denke das es ist, wüsste ich jawohl etwas davon... Aber was kann er denn dann meinen! ? Wieso erzählt er mir so etwas? ... >>

Piccolo räusperte sich, nahm wieder seine lehnende Position an der Säule ein und bedankte sich bei Dende, dass Gohan nichts von seiner Reaktion zuvor, mitbekommen hatte.

,,Ah ja. Ja. Gut. Verstehe. Du... äh... solltest etwas weniger darüber nachdenken." Antwortete der Namekianer.
Doch leider klang es genau, wie bei solchen Menschen, welche dies einfach sagten, ohne auch nur den blassesten Schimmer zu haben, worum es ging. Genauso gut hätte Piccolo auch einfach nur übertrieben mit dem Kopf nicken können oder den Daumen begeistert hoch halten können Es wäre wahrscheinlich alles auf dasselbe hinaus gelaufen: Keine Ahnung wovon du redest, Junge.
Eine allgemein gehaltene Antwort schien für Piccolo, in diesem Fall, die beste Lösung zu sein.

Gohan stieß die Luft aus.
,,Danke, dass du mir zugehört hast... Ich denke ich werde jetzt gehen.  Irgendwie lag eine seltsame Verzweiflung in der Stimme des Halbsaiyajin.

Piccolo spürte, wie sich seine Kehle zusammenzog und sein Blut sich gegen seine Adern zu pressen begann. Denn diesen bitteren Tonfall hatte er schon oft bei Son Gohan gehört und erkannte ihn wieder:
...( ,,Ich habe keine Angst gegen diesen Nappa zu kämpfen- ich verspreche dir dass ich ihn fertig mache." ; ,,Ja Vater, ich kämpfe gegen Cell. Ich werde mein bestes geben. Es macht mir nichts aus! Versprochen!" ; Wieso sollte ich denn eifersüchtig auf meinen kleinen Bruder sein, Piccolo? Es macht mir nichts aus, dass er einfach so die Supersaiyajin Stufe zu Stande bringt." )

...

Piccolos Augen weiteten sich erschrocken.
Gohan log ihn an!
Er hatte Angst. Nur- Zur Hölle! Wovor denn! ?

<< Ich bin ein verdammter Vollidiot! Ich hätte ihn ehrlich fragen sollen, was er gemeint hat!
aber noch ist es nicht zu spät dafür... >>

Son Gohan war gerade aufgestanden und wollte sich in die Luft erheben, als
Piccolo nach vorne schnellte und den Halbsaiyajin am Handgelenk fest hielt.
Er spürte wie Gohan unter diesem Griff zusammen zuckte und ließ auch gleich wieder los.

,,Warte Gohan ich-

Der Namekianer blickte zur Seite, als würde er nach den richtigen Worten suchen.

,, Hör zu. Es tut mir leid.
Ehrlich gesagt, weiß ich weder wovon du redest noch, worum es genau geht.
Am besten du fängst einfach noch mal ganz von vorne an, okay?"

Keine Antwort.
Doch das Gesicht des Halbsaiyajin wurde von einem Schatten umwölkt und verwirrt stellte Piccolo fest, dass irgendetwas an seiner Bemerkung Son Gohan gekränkt haben musste.

<< Scheiße. Was ist jetzt schlimmer? Dass ich dich einfach nicht verstehe, oder dass ich Angst  habe, du könntest mich aus der Fassung bringen?
Bei den Kaioshins, wenn du mich so ansiehst, ist es, als ob du mir den Boden unter den Füßen wegreißt. Ich hoffe, das ist dir klar! ?...
Ich würde für dich töten Gohan... bei Kami, das würde ich, jeden und alles,
wenn es sein muss... >>

Nachdem Piccolo, Gohan einige Sekunden eindringlich gemustert hatte, konnte er den Blick nicht länger halten und wich ihm aus.
Danach legte Piccolo seine Hand auf dessen Schulter und sagte in einem leicht scherzenden Ton,

,, Besser du sagst mir gleich, was mit dir los ist.
Denn erstens werde ich es ohnehin rausfinden und zweitens, werde ich sonst einfach Chichi fragen. - Ungern, aber ich  tu´s."
Du weißt doch wohl, dass sie dann mindestens so lange bei dir einziehen wird, bis du wenigstens ihr verraten hast, wo das Problem ist, oder?
Also sehen deine Alternativen im Moment nicht gerade rosig aus und jetzt lass hören, Son Gohan.

Der Namekianer, hatte in demselben neutralen Ton gesprochen, wie immer.
Doch in seinen Augen, die überall hinzublicken schienen, statt zu seinem Gegenüber, sah man etwas ganz anderes...

Gohan senkte den Kopf und stand nun angespannt und mit geballten Fäusten vor Piccolo.
Dieser war nun vollends neben der Rolle.
Was zur Hölle hatte das zu bedeuten? !
Angestrengt überlegte der Grüne, was in den letzten Tagen geschehen war, das Son Gohan zu einer derartigen Reaktion hätte veranlassen können.
Doch da war nichts! Überhaupt nichts!

<<...Nichts! ? - ... Ja, nichts... >>
Denn das, was in Piccolos Kopf vor sich ging, konnte der Halbsaiyajin unmöglich ahnen.
Nicht einmal annähernd! Dessen war sich der Namekianer vollkommen sicher."
Piccolos Gedanken brachen jedoch schlagartig ab, als er erneut einen Blick auf Son Gohan warf.

<<... Zittert er etwa! ? - >>

Piccolos Besorgnis wuchs und kam jetzt in seiner Wut zum Ausdruck.
Er fühlte sich einfach viel zu hilflos, als das er noch hätte ruhig bleiben können.

,, Verdammt Gohan! Entweder du sagst mir, was du hast, oder du lässt es bleiben und verziehst dich! Aber verschwende nicht länger meine Zeit!"

Es klang schroffer, als er sich vorgenommen hatte.
Er hasste sich dafür wie seine Stimme klang, welche Worte er benutzt hatte und für den finsteren Blick, mit dem er Son Gohan jetzt ansah.

Zunächst hatte der Halbsaiyajin ihn nur teilnahmslos angesehen, doch dann flammte etwas in den tiefschwarzen Augen auf, das nicht einmal Wut, sondern viel mehr eine tiefe Verletztheit zu sein schien.
Mit dem, was daraufhin folgte, hatte Piccolo am allerwenigsten gerechnet...

,,YAHAAAAAAAAAAA!!!"

Son Gohans Ki flammte explosionsartig auf, als der Halbsaiyajin sich in einen Super Saiyajin verwandelte.
Wütend ballte er seine Fäuste zusammen und presste sie seinem gestrafften Körper entgegen, während er den Kopf zurückwarf und immer mehr Energie freisetzte.
Der Palast erbebte und einzelne Steine erhoben sich zitternd in die Luft.
Piccolo wurde vom Druck zurück gedrängt.
Beinahe sah es so aus, als ob er gegen einen mächtigen Sturm ankämpfte, der ihm jedoch keine Chance ließ, dort stehen zu bleiben, wo er sich gerade befand.
Den Unterarm schützend vor das Gesicht gehalten, mit nach vorne verlagertem Gewicht und gebeugten Knien, stemmte er sich mit aller Kraft nach vorne.
Zwecklos.
Als er die Säule, welche den Eingang in Kamis Palast flankierte, im Rücken spürte, konnte Piccolo nichts weiter tun, als abzuwarten, bis Gohan sich vollständig hochgepowert hatte.

Als Piccolo endlich wieder den Kopf heben konnte, stand Gohan als Supersaiyajin vor ihm und sah mit einem undeutbaren Blick auf den Namekianer herab.
Piccolo stützte sich auf seine Ellenbogen und richtete seinen Oberkörper auf.
Bruchstücke der Säule, rieselten von seiner Brust.
Dann öffnete er den Mund, schloss ihn aber gleich wieder.
Stumm sah er Son Gohan nun an.
Sein feingeschnittenes Gesicht.
Seine dunklen Augen.
Der kleine Junge in ihm, der Piccolo, wie ein eigener Sohn gewesen war.
Der 11jährige Teenager, der ohne zu zögern, Cell bekämpft hatte und schließlich der junge Mann, welcher aus Son Gohan geworden war.
Eine eigene Familie. Eine Frau und eine kleine, niedliche Tochter...
Nichts davon erkannte der Namekianer,  in diesem Moment, in seinem Son Gohan, wieder.
Alles was er sah, was ihm überdeutlich entgegenschlug, wie eine gewaltige Welle, kurz bevor sie den feinen Sand mit sich fort riss, war bittere Enttäuschung.
Eine Enttäuschung, die Piccolo wie eine Rasierklinge, tief ins Herz schnitt.
Gohan strahlte eine Eiseskälte aus.

Zitternd und mit aschfahlem Gesicht, richtete Gohan nun einen Ki blast auf den Grünen.
Sein Atem klang gehetzt und der Zorn pochte gegen seine Schläfen, wie ein zweiter Herzschlag.
Die matten Augen des Halbsaiyajin starrten blicklos, als Son Gohans Arm sich plötzlich senkte und der Ki blast in seiner Hand kurz darauf, wieder verschwand.
Ein erschütterter Ausdruck legte sich über das Gesicht Gohans und als ob er vor sich selbst Angst bekommen hätte, sah er abwechselnd von Piccolo zu seinen Händen.

,,Was... ? -

Doch mehr brachte der Namekianer nicht mehr hervor.
Denn ohne ein Zögern, wand Son Gohan sich von ihm ab, schoss pfeilschnell in die Luft und war im nächsten Augenblick verschwunden.
Den letzten Blick, den er über seine Schulter hinweg, zu Piccolo warf, brannte sich in das Gedächtnis des Grünen ein.
Wut, Schmerz, Enttäuschung und auch Angst standen dem Halbsaiyajin ins Gesicht geschrieben.

Es dauerte eine Weile, viele unverständlich und verwirrte Blicke, bis Piccolo sich wieder erheben konnte.
Von den Bruchstücken der Säule, von der eines der Bruchstücke, noch immer die Spuren seiner Fingernägel trug, blickte er zu dem Punkt am Himmel, an welchem Son Gohan vor eineigen Minuten verschwunden war.

Der Namekianer wusste selbst nicht wieso, doch plötzlich sank er auf die Knie und fühlte sich so beschissen, wie in seinem ganzen Leben noch nicht.
Wieso hatte Son Gohan so reagiert! ?
Was zum... was um Himmels Willen...

,,WAS HABE ICH DIR DENN GETAN, VERDAMMT! ? !
WAS, BEI ENMA HABE ICH DIR -"

,, Huhu, Piccolo!"
Eine heiter klingende, helle Stimme, die beinahe kreischend euphorisch klang. - Nur einer brachte es fertig, den schlechtesten Zeitpunkt zu wählen und dann auch noch, eine derartige Begrüßung, zu Stande zu bringen...

,,Kibito! ?"  Mit einem Satz war Piccolo wieder auf den Beinen, wand sich überrascht um, und starrte nun perplex, in das grinsende Gesicht des Kaioshin.
Da der Namekianer ihn einfach stirnrunzelnd ansah,  beschloss Kibito Kai, die Frage zu beantworten, welche er, in den zweifelnd blickenden Augen des Namekianers, lesen konnte.

,, Der Kaioshin von vor 15 Generationen schickt mich, ich soll mit dir reden.
 ...Ähm, also na ja, eigentlich soll ich dir aber auch nicht zuviel sagen, - du verstehst?
Aber keine Sorge, du als Namekianer, stehst ja wohl auf Rätsel, was? ! Ahahaha!
Ächäm.
Oh! Bin ich unhöflich! Wie geht´s dir eigentlich so! ?
Alles im grünen Bereich? - Pahaha! Grüner Bereich! Der war gut, was? !
Äh... ja." Kibito sog seine Lippen ein und ließ mit einem Plopp- Geräusch wieder heraus.

Der Namekianer öffnete leicht den Mund und legte den Kopf schief.
Sein Gesicht hatte den Ausdruck, als würde er Kibito, für einen völlig Wahnsinnigen halten.

,,Mir persönlich geht´s übrigens bestens!" Fuhr dieser fort.
,,Erst gestern abend habe ich, seid langer Zeit mal wieder, diese kleinen Dingerchen gegessen.
Du weißt schon, diese Teile die zwar tierisch müffeln, dafür aber unheimlich lecker schmecken und-

,,KIBITO!!!" Piccolo hatte den Kaioshin bei den Schultern gepackt und drückte entnervt zu.
Beunruhigt starrte der Kai den Namekianer, an.
Piccolo stieß resignierend die Luft aus und lockerte den Griff wieder.

,, Hör zu. Wenn du mir was zu sagen hast, tu es einfach. Aber unterlass´ dieses Idiotengelaber, oder ich vergess´ mich...
Also, was war das gerade?
Der Kaioshin von vor fünfzehn Generationen hat dich geschickt.
Warum! ?"

Kibito rollte mit den Augen, ließ es aber gleich wieder, als Piccolo seine Augen zu kleinen Schlitzen verengte und ihn warnend ansah.
Schnell legte der junge Kai, ein entschuldigendes Grinsen auf und fasste sich an den Hinterkopf.

<< Meine Fresse, da teleportiert man sich quer durch das ganze Universum, nur um zu helfen und wie wird es einem gedankt! ?  Pff!
Wenn der Alte Kai das nächste mal irgendeinen Scheiß, in seiner bescheuerten Glaskugel sieht, soll er sein angestaubtes Gerippe das nächste Mal, gefälligst selbst in Bewegung setzen! Ich mache das jedenfalls nicht mehr!
Und dann immer dieses überzogene, gruselige Getue,, Kibito... Piccolo braucht unsere Hilfe oder es wird böse enden..."  fehlt nur noch, dass er sich eine Taschenlampe, für den Effekt unter sein runzliges Gesicht hält! ...Böse enden, wenn ich den Mist schon wieder höre!
Kann mich nicht erinnern, wann mal was nicht böse hätte enden können!
Der Alte soll sich mal lieber eine neue Glaskugel anschaffen! Das Ding ist doch so was von überholt. Wundert mich gar nicht, wenn das Teil alle paar Sekunden irgendeine beknackte Hiobsbotschaft ausspuckt!
Aua...
Mann, wenn der dämliche Namekianer mir mal nicht die Schulter ausgekugelt hat...
So´n Arsch... >>

,,Was ist denn jetzt, Kibito! ?" Unterbrach Piccolo die Gedanken, des jungen Kais.

Der Kaioshin stieß die Luft aus und kam nun, wenn auch schmollend, endlich zur Sache,
,,Also. Der Älteste hat ,,gewisse Dinge" in seiner Glaskugel gesehen, die ihm Sorgen bereiteten.
Aus diesem Grund hat er mich zu dir geschickt. Er sagte es könnte sonst,,böse" enden...
Was auch immer das bedeuten soll. Frag mich bloß nicht.
Ich soll dir jedenfalls eine Botschaft von ihm übermitteln,  und zwar... Moment,....ich hab´s gleich...dauert nicht lange... Mist, wo hab´ ich´s denn...? Hmm...

Piccolos Auge begann gereizt zu zucken, als Kibito Kai, schief grinsend, in seinen
großen Hosentaschen herum wühlte
Dann endlich, zog er ein kleines, kunstvoll verziertes Döschen hervor und streckte es dem Namekianer, auf der Flachen Hand, hin.

,,Tataa! Hier, bitte das ist die Botschaft. Mein Job ist damit erledigt. Man sieht´s sich."
,,Hey, was! ? Warte! WARTE GEFÄLLIGST!"
Kibito Kai, hatte bereits zwei Finger an die Stirn gelegt, doch er war nicht schnell genug und mit einem sich selbst bemitleidendem Blick hörte er, wie Piccolo ihn zurück hielt.
<< Mist. Wenn er mich um Hilfe bittet, muss ich ja sagen. Ich bin schließlich ein Kaioshin. Klasse... dabei wollte ich heute noch in den Garten gehen. Verdammt! ...>>


,,Hm?" Kibito Kai, drehte sich mit einem vorahnenden Blick, wieder zu Piccolo um.

,,Du kannst mir doch nicht dieses Ding in die Hand drücken und dann einfach so Leine ziehen! Was soll ich denn jetzt damit machen? !

,, Aha. Und so was schimpft sich Namekianer.
Wohl auch nicht gerade der,,brennende Bush", was?" Murmelte der junge Kai belustigt vor sich hin.

,,Was hast du gesagt?"
Piccolo verengte die Augen.

,, Hahaha, nichts!"
<< Kami, hat der gute Ohren! ...>>
,,Also, das Kästchen da,... äh... ich weiß auch nicht, der Kaioshin von vor 15 Generationen hat es mir, so wie es ist, für dich mitgegeben.
Aber etwas dazu gesagt, hat er nicht. Oh, außer natürlich, dass es eine Botschaft ist.
Vielleicht solltest du es mal aufmachen, wenn es sich öffnen lässt, hm?"
<< Na also darauf, hätte er aber wirklich selbst kommen können... ,,Namekianer",
Pff, von wegen... >>

Zweifelnd, betrachtete Piccolo das kleine, hölzerne Kästchen in seiner Hand und drehte es ein paar mal, hin und her.
Dann hob er es an sein Ohr, und rüttelte leicht.

,,Hmmmm... ein raschelndes Geräusch, vermutlich nichts schweres.
Womöglich glatt und eben, etwas, was scheinbar die Innenseiten des Kästchens nicht großartig berührt und dort auf Widerstand stößt.
Vielleicht ist es gerade so groß, dass es hinein passt? ...
Ein Blatt Papier, oder etwas in der Art?
Von der Beschaffenheit des Kästchens her, könnte es aber genauso gut-

,, Öh…auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber wie wär´s denn, wenn du es aufmachen würdest, dann-

,,Ich werde es aufmachen, dann werd´ ich ja sehen, was es enthält."

Kibito Kai fiel fassungslos nach hinten über.
<< Tolle Idee! Wäre ich ja im Leben nicht drauf gekommen- Mann! Wenn der so weiter macht, kann der echt allein ins Kästchen gucken! >>

Vorsichtig öffnete Piccolo die Schatulle und als sich seine Augen weiteten, sprang Kibito Kai, neugierig wieder auf und stand eine Sekunde später, über die Schulter des Namekianers linsend, hinter ihm und sah in das Kästchen.

,,EIN OSTEREI! ? !" Stieß Kibito überrascht aus.
,,Ein was? Äh... Schwachsinn! Das ist etwas anderes." entgegnete Piccolo murmelnd und nahm das ovale Ding heraus.
Kibito, zog sich an Piccolos Schulter hoch und betrachtete das Ei genauer.

,,Was anderes? Ach ja! ? Dafür sieht es einem Osterei aber verdammt ähnlich! Es ist bunt!"

Wange an Wange mit Piccolo deutete er nun, auf das Ei, in der Hand des Namekianers.
Dieser schien erst jetzt zu bemerken, wen er da an der Backe kleben hatte und blickte den jungen Kai jetzt, mit einem tödlichen Blick aus den Augenwinkeln, an.
Kibito ließ auf der Stelle los und hustete in seine Faust, während er hoch interessiert, seine Schuhe betrachtete.

Piccolo rollte mit den Augen und versuchte den nervenden Kaioshin, so gut es ging zu ignorieren.
Der Namekianer starrte das Ding in seiner Hand an und ein Denkerfältchen bildete sich auf seiner Stirn, während sich seine Fühler ein wenig aufzurichten schienen.
Dann räusperte er sich.
Es klang verlegen.

Kibito, der mit seinen Füßen Kreise auf den Boden zeichnete, sah auf.
,,Was ist denn?" Fragte er.

Piccolo seufzte, er sah Kibito an und seufzte noch mal.
,,Also gut- Was zur Hölle ist ein ,,Oster"...ei ?" Murmelte er mehr, als das er es sagte.

Kibitos Augen schienen sein ganzes Gesicht verschlingen zu wollen, bevor er in ein tränendes Lachen ausbrach.
,,PAHAHAHAHAHA! Sag bloß du weißt das nicht... ! ? HAHAHAHA! "
Das Lachen bohrte sich direkt in Piccolos Ego.


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Kapitel II
Lichter in der Dunkelheit

 

,,Ah, Son Gohan da bist du ja, ich wollte gerade mit Pan zu Chichi, kommst du mit?"
Videl und Pan standen hinter der Haustür, welche Gohan gerade geöffnet hatte.
Wortlos ging Son Gohan an seiner Frau vorbei, als er mit seiner Hand bereits, den Treppenknauf berührte, hielt er jedoch inne.
Videl und Pan hatten ihm entgeistert hinterher gesehen. Der Halbsaiyajin konnte ihre blicke auf seinem Rücken spüren.
Gohan stieß die Luft aus und schüttelte leicht, seinen gesenkten Kopf.
Dann sagte er über seine Schulter hinweg, mit einem gespielten Lächeln auf seinen Lippen,

Tut mir leid Videl, heute nicht. Ich habe noch viel für die Uni zu tun. Du weißt ja, diese
Arbeit über Polyaddition. Gohan ergänzte seine Entschuldigung, mit einem resignierten Achselzucken.
Videl ging zu ihrem Mann und legte eine Hand auf seine Schulter.
Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und bevor ihm einen zärtlichen Kuss auf die Wange gab, sagten ihre Augen ,, Schon gut, aber arbeite nicht so viel".
Danach verließen sie und Pan das Haus.

Gohan sah die geschlossene Haustür einen Moment lang an, bevor seine Knie nachgaben und er am Treppenansatz zu Boden sank, als hätte er von jetzt auf gleich jede Kraft verloren.
Er starrte seine gefalteten Hände an und hinter seinen Augen, brannten unterdrückte Tränen.


<<...Piccolo... Er hat so getan, als wäre nie etwas zwischen uns  geschehen...
Er hat mit mir geschlafen und einfach so getan, als wüsste er nichts mehr davon... warum? >>

Als wiege sein Körper Tonnen, zog Son Gohn sich nun an der ersten Strebe, der Treppe wieder hoch und ging nach oben.
Im Badezimmer drehte er den Zulauf der Dusche an und heißer Nebel begann den Raum zu erfüllen.
Erschöpft und als habe er tagelang nicht mehr geschlafen, stützte er beide Hände links und rechts neben den Spiegel und beobachtete wie der heiße Wasserdampf den Rand des Spiegels umwölkte.

Son Gohan? ... Eine vertraute, weit entfernte Stimme, kaum mehr als ein Flüstern.
Der Halbsaiyajin erschrak, als er glaubte, eine Hand berühre seine Schulter.
Mit weit aufgerissenen Augen wand er sich in einer schnellen Bewegung um und versuchte, überall gleichzeitig hin zu sehen. Krampfhaft umschoss er mit einer Hand den Rand des Waschbeckens.
Nichts. Einen Moment verharrte er in dieser angespannten, erstarrten Haltung und sein
Blick schweifte nervös durch das Bad.
Gohan griff sich kopfschüttelnd an die Stirn und schüttelte den Kopf, während das Kinn seine Brust berührte.

,,Scheiße... ich bin völlig fertig, ich sollte duschen und mich dann ein wenig ausruhen, sonst drehe ich noch durch." Son Gohan seufzte.
Nachdem er geduscht hatte, streifte er sich eine leichte Hose über und ging ins Schlafzimmer.
Als vor seinem Bett stand, schloss er gequält die Augen und ließ sich fallen.
Der frische Geruch der Bettwäsche und die weiche Decke unter seiner nackten Brust, schienen auf den Halbsaiyajin eine beruhigende Auswirkung, zu haben.
Er schloss die Augen, als er sein Gesicht an das Kissen schmiegte.
Es dauerte nicht lange und Son Gohan fiel in einen unruhigen Schlaf.

 

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zur selben Zeit im Raum der Dimensionen...

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...

Im Raum der Dimensionen herrschte absolute Stille, als der Namekianer sich über die reflektierende Oberfläche eines Brunnens beugte, welcher die Mitte des kuppelartigen
Raumes bildete.
Der süßlich, frische Geruch von Blumen lag in der Luft und durchströmte das Zimmer wie ein
der Frühling selbst.
Das leicht verwölkte Licht in dem Raum, fiel durch eine große Glaskuppel an der Decke und beleuchtete genau die Mitte, wo der Brunnen in den Marmorboden gebettet war.
Der schwere, weiße Umhang Piccolos, lag säuberlich zusammengefaltet mit seinem Turban, neben dem seltsamen Gewässer, das beinahe so wirkte, als würde es fließend in den Raum übergehen.
Er saß nun schon lange Zeit, mit geschlossenen Augen davor und schien zu meditieren.
Als ob Piccolo das Wasser auf irgendeine Art  beeinflussen könnte, wechselten in regelmäßigen Abständen, die Farben der Oberfläche.
Jedes mal, wenn die Farbe wechselte, verfärbte sich auch ein Teil des hineinfallenden Lichtes.
Ein wunderschöner Farbenstrahl, der zur Decke empor stieg, war das Ergebnis.
Grün wurde zu Gelb, Blau zu violett und Rot verfloss zu einem gelb-orange.
Das Ki des Namekianers wurde nun sichtbar und hüllte ihn ein wie ein weicher, weißer
Nebel, welcher kontinuierlich aufwallte.
Merkwürdiger Weise, schien das Gewässer auf diese Veränderung zu reagieren und eine Art, kaum wahrnehmbarer Dampf, stieg daraus hervor  und nahm den Rhythmus des Ki´s von Piccolo an.

Dann wurde es plötzlich dunkel...

Der Namekianer wusste nicht, ob es an der Tiefe seiner Meditation lag, oder aber ob der
Raum, in welchem er sich befand, wirklich dunkel geworden war.
Eine beinahe betäubende Ruhe kehrte in ihm ein, als er spürte, wie seine Haut zu kribbeln begann und alles zu nur einem einzigen, wahrnehmbaren Gefühl verschwamm.

Wärme.

<< Son Gohan? ... Der Halbsaiyajin saß auf der Treppe und wirkte, als habe ihm jemand das Herz herausgerissen. - Ein Badezimmer? ... Gohan lehnte entmutigt und hilflos an den Fliesen, während seine Stirn sich resigniert gegen, den vom heißen Nebel benetzten, Spiegel presste. ,,Son Gohan... Son Gohan? ... SON GOHAN!!!" . Er hörte Piccolo nicht, selbst dann nicht als der Namekianer seine Hand nach ihm ausstreckte und mit den Fingerspitzen die
alabasterfarbene Haut des Halbsaiyajin berührte. Son Gohan verschwand vor Piccolos Augen im Nebel. Piccolo ruderte mit den Armen als er plötzlich das Gefühl hatte zu fallen.
Es fühlte sich so an, wie kurz bevor man einschläft und man dann noch einmal mit hämmerndem Herz und dem beschissenen Gefühl, in einen Abgrund gestoßen worden zu sein, wieder aufwacht.
Es wurde wieder dunkel und Piccolos Gedanken, verschwammen direkt vor seinen Augen zu einer Leere...

Wie lange dieses stille Abtauchen, denn genauso empfand es Piccolo, andauerte, wusste er nicht mehr...

Als er seine Augen aufschlug, erhellte bereits, das silbrig, milchige Licht des Vollmondes den Raum der Dimensionen und der Brunnen spiegelte das Abbild der Mondoberfläche wieder.
Piccolo fühlte sich, als hätte er einen tagelangen, traumlosen Schlaf hinter sich.
Seine Augen waren noch von einem leichten Schleier umwölkt, den er nun, durch leichtes Kopfschütteln los zu werden versuchte.
Dennoch fühlte er sich irgendwie so glücklich und zufrieden, wie schon lange nicht mehr.
Warum? Son Gohan schien ihn zu hassen.
Kibito - der Kami sei dank gerade, von eben demselben beschäftigt wurde- hatte  ihm dieses  dämliche,,Dingsbumsei" angeschleppt und nervte wie nichts gutes.
Und Piccolo selbst? Verwirrter denn je. Für einen Namekianer die Hölle auf Erden.


Den ersten Versuch aufzustehen, musste er resignierend aufgeben, da sich seine Knie, wie fließendes Wasser verhielten und er sofort wieder zu Boden sank.
Etwas benommen, tastete er nach seiner Stirn und stellte fest, dass sie mit kleinen Schweißtröpfchen übersäht war.
Verwundert sah er die glitzernden Perlen auf seinen Fingerspitzen und bemerkte erst jetzt,
dass sein ganzer Körper Schweißgebadet war.
Zweifelnd verengte er seine Augen zu einem prüfenden Blick.
Seid wann, war er denn nach einer, eigentlich völlig normalen Meditation, so unglaublich ausgelaugt und am Ende?
<< Verflucht, das ist jetzt schon das dritte mal und heute war es am schlimmsten... >>
Nach und nach spürte Piccolo, wie seine Muskeln zitterten und sein Atem schwerer ging.

Irgendetwas stimmte nicht!
Was war während er meditiert hatte, mit seinem Körper geschehen?
Der Namekianer dachte nach, kam aber zu keiner plausiblen Erklärung.
Weder hatte er den Raum verlassen, noch gab es Anzeichen dafür, dass irgendjemand bei ihm gewesen war.
Keine Spuren des Kampfes, gar nichts.
Nur Piccolo selbst. Ausgelaugt, am ganzen Körper schwitzend und ein wenig schwach auf den Beinen.
Er hätte es einfach vergessen können, aber der Namekianer in ihm verlangte Antworten.
Unwillig beschloss er zunächst einmal duschen zu gehen.
Die Lösung des Problems - da war Piccolo sich absolut sicher, würde er finden.
Aber es musste ja nicht gerade jetzt sein, denn es fiel dem Namekianer im Moment nicht gerade leicht, sich zu konzentrieren...
Vor seinem inneren Auge, sah er immer wieder, die verletzt blickenden Augen Son Gohans, wie er sich in einen Supersaiyajin verwandelt und ihm gedroht hatte.
Dann diese resignierte, ja beinahe panische Flucht...

Piccolo  stützte sich einige Sekunden, an die rund gewölbte Wand,
bevor er seine Sachen nehmen, und den Raum verlassen konnte.
Kurz verharrte Piccolo dann noch  im Türbogen und warf einen letzten Blick zu dem, nun völlig schwarz - glänzenden Brunnen, bevor er schließlich den Raum verließ.
Lautlos folgte er dem Gang, bis dieser eine Biegung machte und Piccolo das Bad erreicht hatte.
Als er das heiße Wasser anmachte und seine Kleidung abstrich, genoss er den heißen Wasserdampf, der sich wie eine weiche, warme Decke an seine Haut schmiegte.
Kaum hatte er seine Augen genüsslich geschlossen und den weißen Schaum auf seiner Brust verteilt, stahl sich der Raum der Dimensionen erneut in seine Gedanken.

<< Verdammt. Komm schon Piccolo, denk nach!
Irgendetwas muss dort passiert sein.
Ich meditiere doch nicht, um dreimal so verstört wieder aufzuwachen!
...Hm, vielleicht gab es eine Art chemische Reaktion, durch den Einfall des Mondlichts, durch irgendwelche Gase, die aus dem heiligen Brunnen kamen und sich mit dem Kohlendioxid meines Atems verbunden haben.  Ha! - ja, klar... Schwachsinn!!! >>

Piccolo ließ seine Stirn an die nassen Fliesen sinken und starrte wütend auf das Muster, welches die Wassertropfen beim abperln erzeugten. Jeder einzelne suchte sich einen anderen Weg über das weiße Porzellan, bevor er letztendlich wieder zu einem kleinen Rinnsal wurde und im Abfluss verschwand.


? ! ?
Piccolos Augen weiteten sich.

<< ...Jeder einzelne Wassertropfen sucht sich einen anderen Weg, um sich zum Schluss wieder mit dem anderen zu vereinen... >>
Plötzlich fiel Piccolo eine seiner Trainingmethoden ein, die er hin und wieder anwandte.
Er spaltete seinen Körper in zwei Teile auf und kämpfte dann sozusagen,
gegen sich selbst...


Piccolo drehte den Wasserhahn ab und griff sich ein Handtuch.
In Sekundenschnelle war er wieder im Raum der Dimensionen.
Alles war noch genauso, wie er es verlassen hatte.
Ruhig, dunkel und eine mystische Atmosphäre lag in der Luft.
Langsam schritt der Namekianer nun auf den Brunnen zu und setzte sich wie vorhin, an dessen Rand.

<< Dreck! Ich muss versuchen, mich zu konzentrieren, sonst funktioniert es nicht...komm schon...komm schon...! - Na toll. Wenn ich mich zum meditieren zwinge, geht gar nichts.
Hm...ich frage mich was passiert, wenn...>>

Piccolo erhob sich und ließ das Handtuch, welches er um seine Hüften gebunden hatte, zu Boden fallen.
Einige Sekunden stand er, tief in Gedanken versunken, vor dem Brunnen und starrte wie hypnotisiert auf die dunkelblaue Wasseroberfläche.
Dann, als hätte er sich selbst ein Kommando dazu gegeben, tauchte er vorsichtig mit einem
Fuß hinein.
Zunächst geschah gar nichts und auch, als er sich an den Rand setzte und beide Unterschenkel in das Wasser tauchte, blieb jede Reaktion auf sein Tun, aus.
Erst als er, zugegeben nach einigem Zögern, sich vom Rand löste und bis zur Brust hinein glitt, begann sich etwas zu verändern...

Piccolos Gesicht sah beunruhigt, aber nicht übertrieben besorgt aus, als das Wasser sich regenbogenfarbig, zu verfärben begann.
Der Namekianer kannte das zwar schon von seiner Meditation her, doch noch nie hatte er es bei vollem Bewusstsein miterlebt. Vorher waren es eher verschwommene, undurchsichtige Bilder von Farben, Licht und Schatten gewesen.
Jetzt sah er, wie alles klar wie eine Sternennacht vor ihm geschah.
Jedes mal, wenn Piccolo sich bewegte, änderte der Farbstrom, Richtung und Aussehen.
Doch dann passierte plötzlich etwas sehr eigenartiges.
Sein Körper begann erst leicht, dann immer heftiger zu zittern und er spürte, wie sich die Muskeln unter seiner Haut strafften und fast schmerzlich anspannten.
Ein Kehliger, abgehakter Ton war zu hören, als Piccolo sich krümmte und sich nicht länger an der Wasseroberfläche halten konnte.
Unter Wasser geschah dann etwas mit ihm, das er nicht einordnen konnte.
Irgendetwas begann sich von ihm zu lösen, sich abzusondern oder aber auch abzuspalten.
Etwas, das Piccolo zwar vertraut vorkam, aber im Moment alles andere, als freiwillig mit ihm passierte.
Als er nach Luft schnappend wieder auftauchte, war es, als ob sein Körper sich aufgelöst und gleichzeitig, in einem unglaublichen Tempo wieder zusammen gesetzt hatte.
In seinen Ohren rauschte das Blut und in seinem Kopf herrschte Lärm und Stille zugleich.
Er schwankte hin und her, als sich vor seinen Augen ein Raum öffnete und sich um ihn herum auszubreiten schien, bis er den anderen vollständig ersetzt hatte.
Piccolo sackte wie ein Stein zu Boden, als seine Knie nachgaben.
Ein stechender, hohler Schmerz, pochte gegen seine Schläfe.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht und zusammengebissenen Zähnen, fasste er sich aufstöhnend
an den Kopf.
Es dauerte eine kleine Unendlichkeit, bevor sein Blick wieder klar und seine Gedanken wieder einigermaßen geordnet waren.
Zweifelnd hob der Namekianer nun den Kopf.


*************
*************


,,WAS ZUM...? !"
Ungläubig sah er sich um, als seine Augen so groß wurden, als wollten sie sein ganzes Gesicht verschlingen.
Er war in Son Gohans Haus...
In  Son Gohans Schlafzimmer...! ? !
Piccolo sah auf seine Hände und fuhr dann damit tastend über sein eigenes Gesicht.
War er wirklich hier! ?

*************
*************


,,Son Gohan?" Piccolos Stimme klang leise, als sein Blick auf das Bett vor ihm fiel.
Der Halbsaiyajin schlief tief und fest.
Auf seinem Gesicht lag ein trauriger Schatten.
Fassungslos musterte der Namekianer Son Gohan und kniete sich vor den Rand des Bettes.
Vorsichtig streckte er seine Hand nach ihm aus.
Doch dieses mal vernebelte nichts seine Sicht, keine Dunkelheit versperrte ihm die Sicht und der Boden unter seinen Füßen hörte nicht einfach auf, zu existieren.
Vorsichtig berührte Piccolo, die Wange Gohans und strich mit seinem Handrücken darüber.
Er legte seinen Kopf leicht schief, als er die erhitzte Haut des Halbsaiyajin spürte.

,,Piccolo"... flüsterte Son Gohan im Schlaf und unter seinen dichten Wimpern, sah man eine Träne glänzen...
Piccolos Hand schreckte zurück und er wich zurück nach hinten.
Als er dabei einen Widerstand in seinem Rücken spürte, war es bereits zu spät.
Die Lampe fiel mit einem klirrend, schepperndem Geräusch zu Boden und im selben Moment, riss Son Gohan seine Augen auf.


,,Piccolo!" Stieß er fassungslos aus und stützte sich auf seine Unterarme.
Piccolo öffnete den Mund zu einer Rechtfertigung, als der Halbsaiyajin wutentbrannt aus dem Bett sprang, sich vor Piccolo aufbaute und aus voller Kehle schrie:

,, BILDEST DU DIR EIN, DU KANNST MIT MIR SCHLAFEN WANN ES DIR PASST UND MICH HINTERHER BEHANDELN WIE DEN LETZTEN DRECK! ? !
VERPISS DICH, HÖRST DU? !
HABE ICH DESHALB MEINE FRAU HINTERGANGEN,
MEINE FAMILIE BELOGEN, SAG´S MIR! ! !
... RAUS AUS MEINEM HAUS UND ZWAR SOFORT! ! !"

Piccolo bekam eine Gänsehaut, als er Hass und Verzweiflung in Son Gohans Augen sah.
Ein sprödes, kurzatmiges Geräusch entwich seiner Kehle.
Aus seiner Vermutung, war nagende Überzeugung geworden.
Er HATTE also tatsächlich mit dem Halbsaiyajin geschlafen und jetzt, nachdem der Brunnen ihn zu Son Gohan geführt hatte, wusste der Namekianer auch wie es geschehen war.
Jetzt wunderte es ihn nicht mehr, dass Gohan, nach seinem Besuch in Kamis Palast, so reagiert hatte... bei Kami nein, es war sogar mehr als verständlich.

,,Gohan, ich wusste nicht, dass - Piccolo stand auf und trat einen Schritt auf Son Gohan zu.

,,VERSCWINDE!!!"


Son Gohan schoss auf den Namekianer zu und griff an.
Piccolo wehrte sich nicht, als sich Son Gohans Faust schmerzhaft in seinen Magen bohrte.
Er krümmte sich, versuchte aber seine Stimme klar klingen zu lassen,
,, Ich wusste... nichts davon...  glaub mir, ich...
Piccolo schloss die Augen, als er den nächsten Schlag spürte.
Nachdem er ein paar mal tief Luft geholt hatte, um den Schmerz zu verdrängen, sprach er weiter,
,,Hör mir zu Son Gohan,... ich wusste nicht...
Ein weiterer Schlag und Piccolo stieß heftig die Luft aus.
Plötzlich blitzte etwas in den Augen des Namekianers auf.
So würde es nie im Leben etwas werden. Wenn er Gohan alles erklären wollte,
musste er andere Mittel und Wege finden, dies zu tun...

Als Son Gohan von neuem ausholte, wehrte Piccolo seinen Schlag ab und packte ihn.
Mit festem Griff, legte er seinen Arm von hinten um den Halbsaiyajin und seine Fingernägel hinterließen blutige Striemen auf der nackten Schulter, als Gohan sich zu wehren begann.

,,ZUR HÖLLE MIT DIR, DU VERDAMMTER-
Diesmal war es Son Gohan, der nicht weiter sprechen konnte.
Piccolo presste  ihm seine Hand auf den Mund und zischte in sein Ohr,


,, Zur Hölle mit mir? ! Da war ich schon... und jetzt hör mir endlich zu, Gohan!"
Der Halbsaiyajin krallte sich wütend in Piccolos Hand, schaffte es aber nicht, sich aus dessen hartem Griff, zu befreien.

,,Bei Enma, hör endlich auf dich wie ein kleines Kind zu benehmen, oder muss ich dich erst noch über´s Knie legen, damit du mir verdammt noch mal endlich zuhörst!? " Piccolo verstärkte Umklammerung.

Son Gohan stieß schnaubende, zornige Geräusche in die Hand, welche seinen Mund zu drückte.

Piccolo seufzte. ,, Ich fasse das einfach mal, als ein,,ja" auf...
Also.
Ich wusste nicht, das wir miteinander geschlafen hatten, als du bei mir warst und mit mir sprechen wolltest."

Der Namekianer spürte, wie sich Gohans Ellenbogen in seine Brust bohrte.
,, Du glaubst mir nicht. Verstehe...
Es ist aber die Wahrheit!
Ich habe mir immer eingebildet, dir das Denken einigermaßen beigebracht zu haben, also tu das jetzt gefälligst auch und erinnere dich daran, wie ich auf deinen kleinen
Wutausbruch reagiert habe.
Stell dir die Frage, wieso ich ausgerechnet jetzt hier bin, wenn du mir, wie du wahrscheinlich glaubst, Scheiß egal bist! ? Na los Son Gohan. DENK- NACH.

Son Gohans Blick wurde starr und langsam, ließ er seine Hände, die Piccolos Unterarm umklammert hielten, wieder sinken.
Piccolo spürte es und ließ den Halbsaiyajin los.

,, Na? Ist der Zeni jetzt endlich gefallen?" Es sollte belehrend klingen, aber die Erleichterung übertönte Piccolos Stimme.

Gohan drehte sich zu dem Namekianer um.
Dennoch lag noch kein Verständnis in seinem Blick.
Die Augen des Halbsaiyajin sagten: Vielleicht bin ich bereit dir zu glauben,
aber ich tu´s noch nicht. Piccolo lächelte leicht. Er verstand den zweifelnden Blick Son Gohans, sofort.

,,Erinnerst du dich, als ich dich damals für den Angriff der Saiyajin trainiert habe?" Fragte Piccolo.
Son Gohan nickte und zog eine Braue hoch, als wolle er sagen,, Mann, wie könnte ich das wohl vergessen haben? "

,, Nun ja, dann erinnerst du dich auch an die Vollmondnacht in der du durchgedreht bist und mich angegriffen hast."
,,Hm Hm... vage."
,,Als ich dich mit biegen und brechen wieder zur Vernunft gebracht habe und alles wieder vorbei war, bist du in derselben Nacht noch zu mir gekommen.
Weißt du noch was du da gesehen hast?"

Son Gohan verschränkte die arme und blickte überlegend zur Seite.
Plötzlich hoben sich seine Augenbrauen und mit einem verwirrten Blick sah er zu Piccolo.

,,Aber ja! - Du ähm... du warst damals nicht alleine, da war noch jemand und...."
Gohan schluckte und riss seine Augen noch ein Stückchen weiter auf.
Du hattest dich in zwei geteilt und zum Trainieren gegen dich selbst gekämpft, richtig!"
,, Du hast es erfasst!" Piccolos Lippen umspielte ein,, na geht doch!" - Lächeln.
,, Das ist eine gar nicht mal so unübliche Technik. Viele nennen sie den Babuschka Trick.
Eine Vervielfältigung seiner selbst, wenn man entsprechend trainieren will und sich kein passender Gegner findet.
Da ich ja damals auf deinen Hintern aufpassen musste, konnte ich mir ja schlecht einfach einen Gegner suchen gehen, ohne mich zu weit von der Insel zu entfernen.
Außerdem war Goku tot und die Saiyajin im Anmarsch. Also war es eine sowohl praktische wie auch effektive Möglichkeit Fortschritte zu erzielen. Zudem...

Son Gohan hörte gar nicht mehr zu, während Piccolo sich nun über Ten- Shin- Han ausließ, der den Babuschka Trick zwar sehr gut beherrschte, aber nicht nur sich selbst,
sondern auch seine Kraft aufspaltete, so dass jede Reproduktion von ihm weitaus schwächer war, als er selbst. ,, Fieser Denkfehler" sagte Piccolo und begann von den Vorteilen seiner Methode zu schwärmen und welche Punkte er, genauestens durchdacht hatte...

<< Es WAR Piccolo, der mit mir geschlafen hat. Nur war es ein anderer Teil in ihm.
Oder von ihm... ich weiß es nicht genau...
Eben, wie bei diesem Training. Sie spüren das gleiche, wissen aber hinter her nicht mehr alles, wenn sie sich wieder vereinigen. Fast wie zwei verschiedene Personen...  - >>

Piccolo war nun zu seiner fortführenden Erklärung gekommen,
,, ... Tja und dann fiel mir das mit dem Meditationsbrunnen ein, der meine geistigen Kräfte konzentriert.
Da muss sich mein Körper wohl von meinem Geist getrennt haben - nehme ich an- und sich zu dir geschlichen haben, aus dem Wunsch heraus, mit dir zusammen zu sein.
Deshalb war ich auch in letzter Zeit immer so fertig, wenn ich aus meiner meditativen Phase aufgewacht bin. Weil mein lösgelöster Körper, oder besser gesagt ein Teil davon, wieder zu mir zurück gekehrt ist, nachdem dieser... äh... na ja, du weißt schon..."
Piccolos olivefarbene Wangen, färbten sich dunkelrot. Er räusperte sich und betrachtete seine
Füße.

Die Tatsache, dass er Sex mit Gohan gehabt und nichts ausser Erschöpfungszuständen davon mitbekommen hatte, war doch reichlich irritierend. Selbst wenn die Erklärung dafür nun auf der Hand lag.
Aber im Grunde reichte auch schon allein die Vorstellung,, Sex mit Son Gohan" völlig aus, dass der Namekianer nun die Gesichtsfarbe von Tomatensuppe annahm.

Er wollte gerade aufblicken und etwas sagen, als sich Son Gohans Kopf, an seine Brust schmiegte und Finger sich sehnsüchtig, in seinen Gi verkrallten.
Der kurzen Überraschung,  folgte ein erleichtertes Lächeln.
Piccolo legte seine Arme um den Halbsaiyajin und sog den Duft von frisch gewaschenem Haar, tief in sich ein.
Dann hob er mit seiner Hand das Kinn Gohans an und langsam näherte sich sein Gesicht, dem des Halbsaiyajin.

Gohan schloss die Augen und sein Mund öffnete sich ergeben.
Piccolo schmunzelte, bevor er die weichen Lippen spürte und ihn küsste.
Zu Beginn noch zögerlich, drang der Namekianer nun zwischen Gohans bebende Lippen und drängte seine Zunge in den Mund des Halbsaiyajin.
Als er seine Hände zu Gohans Hüften gleiten ließ, spürte er wie zart dessen milchige Haut war und wie widerstandslos seine Hände an ihm auf und ab gleiten konnten.
Allein der Geruch, diese Mischung aus Sauberkeit und Erregung, welche nun aus den Poren des Halbsaiyajin zu strömen schien, hatte auf  Piccolo eine unfassbare,
Anziehungskraft.
Der Namekianer spürte, wie sich bereits Hitze in seinen Lenden breit machte und sich pulsierend durch seinen ganzen Körper zog.

Son Gohan fühlte sich in seinen Armen derart zerbrechlich an, dass Piccolo befürchtete,
als er seinen Rücken entlang fuhr, dass er ihn, mit seinen krallenartigen Fingernägeln verletzen könnte.
,,Ahhh..."

Gohan stöhnte auf, als Piccolo plötzlich in sein Haar griff, seinen Kopf unsanft zurückbog, und der Halbsaiyajin kurz darauf spürte, wie dessen lange, feuchte Zunge über seinen Hals glitt.
Piccolo zitterte, er musste sich beherrschen, um Son Gohan nicht einfach die Hose zu zerreißen und ihn sich zu nehmen.
Denn schon jetzt spürte der Namekianer, wie beim Ertasten der verhärteten Brustwarzen Son Gohans, sein Gemächt anschwoll und ein pochender Strom hindurch schoss.
Als Gohans Hände nun das Oberteil von Piccolos Gi hinabzogen und der Namekianer spürte, wie sanfte Hände, über seine hart trainierte Brust strichen, schlug ihm das Herz donnernd, bis zum Hals.
Keuchend legte er den Kopf in den Nacken, als er bemerkte, wie der Rest seines Gi´s sein aufgerichtetes Glied streifte und Gohan sich vor ihm, langsam auf die Knie sinken ließ.
Pressluftartig, stieß der Namekianer die Luft aus, während Son Gohan seine Hände um Piccolos Hüften legte und sie zu dem festen Hintern des Namekianers gleiten ließ.
Mit seiner Zunge, fuhr Gohan die definierten Bauchmuskeln, die sich ihm vor seinem Gesicht entgegen hoben, nach. Piccolo stöhnte leise.
Seine steife Männlichkeit drückte sich gegen die nackte Brust des Halbsaiyajin
und er konnte spüren, wie Gohans Brustkorb sich, rhythmisch hob und senkte.
Als der Halbblutsaiyajin, mit heißem Atem, seine Küsse immer tiefer auf Piccolos Haut stöhnte, vergrub dieser seine Hände in den ebenholzfarbenen Haaren Son Gohans.
Unsanft griff er zu und ballte, das weiche Haar zwischen seinen Krallen, die Hände zu Fäusten.
Gohan zuckte schmerzhaft zusammen, ließ aber nicht von dem Namekianer ab.
Ein gequälter Laut, presste sich über Piccolos Lippen, als er erneut,
erregt den Kopf in den Nacken legte, nachdem er nicht anders konnte, als seinen Blick von Gohan, der sich an dem pulsierenden Glied rieb, abzuwenden.
Als der Halbsaiyajin sich in dem trainierten Po verkrallte und massierend seine Finger, in dem festen Fleisch kreisen ließ, erbebte Piccolo, als Gohans feuchte Zunge über die Spitze seines harten Gliedes leckte.
Der Namekianer hatte größte Mühe, aufrecht stehen zu bleiben. Er hörte wie das Blut, heiß in seinen Ohren rauschte, seine Knie zu Wasser wurden und drohten nachzugeben, sollte Gohan auch nur eine weitere Bewegung mit seiner Zunge tun.

Langsam begann der Halbsaiyajin seine feuchte Zunge um Piccolos pochendes Glied kreisen zu lassen, bevor er, ohne Vorwarnung, seine Lippen plötzlich begierig, darum schloss.
Die Augen des Namekianers weiteten sich unnatürlich.
Gohan stöhnte vor Schmerz auf, als Piccolo hilflos, fester in sein Haar griff und ein abgehacktes Keuchen sich, unter sein gequältes Stöhnen mischte.
Der Namekianer wankte, als er den saugenden Druck, um seine harte Männlichkeit fühlte, die aus dem beinahe zu zierlich wirkenden Mund des Halbblutsaiyajin hinein und wieder hinaus glitt.

,,Hhh..Ahhh..."

Ungläubig sah Piccolo an sich hinunter und beobachtete fassungslos und mit verwölktem Blick, wie Son Gohan ihn mit seinem Mund befriedigte und genüsslich dabei die Augen schloss.
Immer wieder musste Gohan seinen Mund etwas öffnen, sobald er Piccolo erneut in sich aufnahm und als das harte Gemächt sich wieder zwischen seine Lippen drängte, 
begann der Halbsaiyajin daran zu saugen, bis sich seine Lippen zu einem Vakuum darum zusammen gezogen hatten.
Piccolos Atem ging abgehackt und in seinem Kopf hämmerte sein Herz, wie ein zweiter Pulsschlag.

<< Erbarmen... Gohan... bei Kami... ich- Ahhh... Erbarmen!...>>

Er zwang sich, dem Halbsaiyajin sein versteiftes, pochendes Glied nicht zu brutal entgegen zu stoßen, doch mit jedem erneuten, gierigem Saugen Son Gohans, verlor der Namekianer mehr und mehr die Kontrolle.
Seine Muskeln zitterten bereits vor Anspannung.
Immer heftiger stieß er nun in Gohans Mund und hielt sich dabei, in ebenholzfarbenem Haar fest.
Piccolo spürte, wie sein heißes, hartes Glied, wie von selbst immer tiefer in den Rachen des vor ihm knienden Halbsaiyajin stieß und er sich
unkontrolliert Gohans Kopf entgegenschob.
Sein Stöhnen schwoll zu einem heiseren, dumpfen Keuchen an.
Gohans Finger krallten sich krampfhaft, in den muskulösen Hintern Piccolos, als er seinen Rhythmus erhöhte und spürte, wie das Gemächt des Namekianers,
noch ein Stück weiter anschwoll und fordernd seinen ganzen Mund ausfüllte.
Dann schmeckte er, wie der erste Lusttropfen seine Kehle hinabrann und Piccolos Körper sich anspannte.
Das mächtige, steife Glied begann vorwarnend in seinem Mund zu zucken und Gohan hatte Mühe, es mit seinen nassen Lippen umschlossen zu halten.
Er hörte nicht auf, auch weiterhin, an dem Namekianer zu saugen, auch nicht als heißes Sperma explosionsartig in seinen Mund schoss und Piccolo sich mit einem gequälten Aufschrei in ihm ergoss.
Gohan hielt sich an Piccolo fest und begann den herausschnellenden Strom zu schlucken, konnte aber nicht verhindern, dass ihm ein wenig aus den Mundwinkeln entglitt und seinen Hals hinabrann.
Während er seinen Kopf noch immer an dem abspritzenden Glied, vor und zurück gleiten  ließ, saugte er mit hohlen Wangen den letzten Lusttropfen aus Piccolo,
bis dessen Männlichkeit sich in seinem Mund ein letztes Mal aufbäumte und schließlich, zu beruhigen begann.
Piccolo rang nach Atem und schaffte es erst nach einigen Sekunden, seinen Blick zu Gohan hinunter zu lenken.
Als er sah, wie sein Sperma an seinem eigenen Bauch und an Gohans Mundwinkeln hinablief,
entfuhr ihm ein erneutes Stöhnen.
Er umfasste mit Daumen und Zeigefinger Son Gohans Kinn und wischte ihm seine warme Lust von den Lippen.
Dann kniete auch Piccolo sich hin, jedoch nur um eine Hand, um Gohans Hüfte zu schlingen und die andere unter seine Kniekehlen zu platzieren.
Dann hob er den Halbblutsaiyajin hoch und legte ihn auf das Bett.

Son Gohans Gesicht drückte Überraschung aus, als er den Namekianer, sanft anlächelte.
Piccolos Atem ging noch immer schwer und sein Glied war noch nicht abgeschwollen, als er sich seitlich zu Son Gohan legte.

Dieser zog nun erstaunt die Augenbraue hoch.
,,W-Was hast du vor ?" Gohans Stimme klang flüsternd und aufgeregt.
Piccolo beantwortete die Frage, in dem er Gohan in die Augen sah und während er sich auf die Unterlippe biss, langsam seine Hand von den Bauchmuskeln, hin zu dem erregten Glied des Halbsaiyajin fahren ließ, welches sich fordernd gegen den feingewebten Stoff der Hose drängte.

,, Ich sagte doch, du sollst endlich anfangen nach zudenken.
Ich bin Namekianer Gohan und habe den Grossteil meines Lebens auf Sex verzichten
müssen, ... na? Was sagt dir das? Hauchte Piccolo, mit belegter Stimme, als er mit seiner Zunge die Brustwarze des Halbsaiyajin umspielte und Gohans zarte,
milchige Haut unter seinen Wangen genoss.
Gohan presste seinen Kopf in das Kissen.

,,I-ich... denke... das bedeutet... Hhhh! ? Ahhh..."

,,Besser hätte ich es nicht sagen können."  Piccolo grinste in sich hinein, als er
Gohans Hose mit seinen Nägeln zeriss und seine massive Hand massierend um das steife, makellose Glied des Halbsaiyajin geschlossen hatte.
Langsam und mit pumpenden Bewegungen massierte der Namekianer die Männlichkeit, die sich in seiner Handfläche wand.
Gohan keuchte hilflos in das Kissen und seine schmalen hüften begannen sich auf und ab zu heben.
Piccolo reizte, während er den Druck um Gohans pochendes Glied erhöhte, dessen verhärtete Brustwarzen und konnte nicht verhindern, dass er mit seinen Zähnen nagend darüber vor, bis sie sich rötlich zusammenzogen und Knall hart wurden.
Gohans Stöhnen schwoll an. Sein Atem wurde zu etwas abgehackt keuchendem.

,, Gohan, ich- " In Piccolos angefangenem Satz, schwang die Frage mit, welche Son Gohan kurz darauf beantwortete.
,, Ich will dich in mir spüren, Piccolo..."

Der Halbsaiyajin bog seinen Kopf zurück und sein Körper drängte sich Piccolo, der seitlich von ihm lag und mit gleichmäßigen Bewegungen sein Glied massierte, anbietend entgegen.
Dem Namekianer entwischte bei diesem Anblick nun jede Beherrschung, um welche er schon vorher, mit müh´ und Not gekämpft hatte.
Vorsichtig stützte er sich auf seine Knie und ließ seinen Körper über Gohan gleiten, der sich nun, zwischen seinen Beinen hin und her wand.
Piccolos Männlichkeit presste sich hart gegen seinen eigenen Bauch, während der Namekianer jetzt mit beiden Händen, druckvoll Gohans Glied rieb.
Er spürte, wie sein Warten unerträglich wurde, als er die fest aufeinander gepressten Lippen Gohans, dessen schlanken, zurück gebogenen Hals und das hilflos flehende Gesicht vor sich sah.

Während er den Halbsaiyajin weiter massierte, spreizte er nun Son Gohans Beine etwas auseinander und schob dessen Hüfte weiter nach oben.
Um näher heran zu kommen, legte er nun Gohans Bein auf seine breite Schulter.
Piccolo schluckte erregt, als er sein hartes Gemächt, jetzt gegen die Enge Öffnung presste und seine Spitze erregt, daran rieb.

,,HHHHhhh... Ahhh!"

Mit einem kraftvollen, unbeherrschten Stoß drang er in den Halbsaiyajin ein.
Gohan riss im selben Moment die Augen weit auf, erstickte aber seinen schmerzverzerrten Schrei im  Kissen, während er mit seinen Händen beinahe das Laken zerriss.
Piccolo ließ sich nach vorne kippen und stützte, gequält seine Hände,
Links und Rechts der Schultern des Halbsaiyajin ab, während er sich langsam in Gohan zu bewegen begann.
Die Enge, die seine steinharte Männlichkeit umschloss, brachte sein heißes Glied, noch stärker zum anschwellen.
Son Gohan stöhnte weiter in das Kissen und biss die Zähne aufeinander, als er spürte wie Piccolos pulsierende Fülle, weiter in ihn eindrang.
Der Namekianer umklammerte nun den Unterschenkel, der sich zittrig, gegen seine Wange presste und begann mit stoßenden Hüftbewegungen seine steife Männlichkeit in den Halbsaiyajin zu drängen.
Gohans Atem flatterte und sein Keuchen klang heiser, hilflos und schmerzlich zugleich.
Er spürte, wie der Namekianer sein Glied brennend heiß, schneller in ihn hinein stieß und dessen Stöhnen sich mit seinem eigenen vermischte.
Gohan wimmerte, als der Namekianer das elfenbeinfarbene Bein auf seiner Schulter, weiter anhob und mit dem nächsten, harten Stoß noch tiefer in den Halbsaiyajin eindrang.
Piccolos Gemächt, füllte Son Gohan vollständig aus und presste sich von innen,
treibend tiefer.
Gohan wusste nicht, ob es durch die harten, brennenden Stöße Piccolos kam, oder ob es an seinem Adrenalin, welches wie Feuer durch seine Adern schoss, lag-
Doch als Piccolos Körper vor seinen Augen verschwamm, ja beinahe wie ein Traumbild flackerte, glaubte der Halbsaiyajin, dass er an Halluzinationen litt.
Mit halb geöffneten Augen sah er zu wie aus einem Namekianer, plötzlich zwei wurden.

Gohan schüttelte verwirrt den Kopf, als ein Namekianer den Kopf zwischen seine Beine
vergrub und Gohans Glied in den Mund nahm, während der andere, mit immer größerem Druck in erbarmungslos ihn hinein stieß und seine Beine kraftvoll auseinander spreizte.

Gohan glaubte den Verstand zu verlieren, als er die heißen, nassen Lippen an seiner harten Fülle spürte und gleichzeitig das harte Gemächt, tief in sich drin.
Gohan konnte sich nun auch nicht mehr an Piccolo - den Piccolos?... fest halten.
Hilflos umklammerte er das Bettgerüst hinter seinem Kopf und stieß verzweifelte Lustschreie aus, während sich der Namekianer in ihm verging und seltsamer Weise, gleichzeitig an seinem steifen Glied saugte.

Ruckartig, wurde Son Gohan immer wieder nach hinten gepresst, als Piccolos Stöße schneller wurden und der Halbsaiyajin sah, wie der Namekianer nun immer wieder seinen Kopf in den Nacken warf, kurz bevor er ihn wieder senkte und zusah, wie sein Glied in Gohan hineinstieß.
Als der Halbsaiyajin spürte, wie Piccolos Fingernägel sich in das Fleisch seines Unterschenkels bohrten und das Gemächt sich nicht mehr aus ihm zurückzog, sondern nur noch pressende Schübe in ihn hinein trieb,
umklammerte er das Bettgerüst, so fest er konnte.
Sein eigenes Glied begann in dem Mund des Namekianers zu zucken, als er
einen heftigen, harten Stoß in seiner Enge spürte und Piccolo aufschreiend,
tief in ihm abspritzte.
Son Gohan spürte, wie sich das heiße, brennende Sperma, in ihm ausbreitete.
Krampfhaft und ruckartig stieß der Namekianer noch ein paar mal zu, während nun auch Son Gohan mit einem, vor Extase gequälten Schrei, in die Kehle des anderen hineinspritzte, der nicht von seinem Glied abließ, bevor er den letzten Tropfen Spermas, geschluckt hatte.

Der Halbsaiyajin sah, wie der Namekianer auf seiner Brust schwer atmend zusammenbrach,
während er ihn noch immer in sich spürte.
Gohan versuchte schnell noch, seinen Blick zu schärfen, doch es war nur ein Piccolo, nämlich seiner, dessen Atem er nun auf seiner Schweißnassen Haut spürte.
Dann wurde ihm vor Erschöpfung schwarz vor Augen und er fiel in einen tiefen aber glücklichen Schlaf...


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Kapitel III
Die Neugier eines Kaioshin


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Als Son Gohan seine Augen aufschlug, fand er sich in den warmen, starken Armen des Namekianers wieder.
Ein erleichtertes Lächeln umspielte die Lippen des Halbsaiyajin,
als er über die breite Brust Piccolos fuhr und sich an ihn schmiegte.
Als er jedoch sein Bein, um das Piccolos schlang, begann dieser zu blinzeln und öffnete schließlich auch seine Augen.
Suchend schweifte dessen Blick zuerst durch Gohans Schlafzimmer, bis seine Augen auf die des Halbsaiyajin trafen, der ihn nun anlächelte.
Wortlos beugte Piccolo seinen Kopf hinab, griff  mit einer Hand
sanft in Son Gohans Haar und hauchte ihm einen Kuss auf die zarten Lippen.
Als er sich wieder von ihm löste, behielt der Halbsaiyajin seine Augen noch eine Weile geschlossen, während ein zufriedenes Grinsen, seine Mundwinkel umspielte.

,,Hey, du schläfst wohl noch, was?" Fragte der Namekianer belustigt.
,,Nein, dem Dai Kaioh sei Dank, tue ich das nicht.
Du bist hier und ich weiß dass du auch wirklich du bist und nicht nur irgendein Teil von dir, das mich auch noch unverschämter Weise einfach wieder vergisst, sobald es zu dir zurück gekehrt ist.."
,, HmHm..." Piccolo zog Gohan enger an sich und atmete den süßlichen Geruch des verbrauchten Adrenalins tief in sich ein."

,,Sag mal Piccolo", begann Son Gohan eine Weile später.
,, Als wir miteinander geschlafen haben,
habe ich gesehen wie-
Der Halbsaiyajin stockte und Piccolos Lippen streifte ein Grinsen.
,,Hm? Was ist denn?" Fragte er im beiläufigsten Ton der Welt.
,,Nun ja... ich dachte, dass du dich wieder in zwei Körper geteilt hättest und,
na ja... du weißt schon..."
Piccolo konnte ein Lachen kaum noch unterdrücken, als er sah, wie Son Gohans porzellanfarbenes Gesicht, errötete.

,,Hey, sag mal, soll das eine Beschwerde werden, Gohan?"
Piccolo setzte sich auf und ließ den Halbsaiyajin von seiner Schulter plumpsen. Verdutzt stützte dieser sich nun, auf seine Unterarme.
Gespielt beleidigt hob Piccolo sein Kinn und wand sich mit geschlossenen Augen und verzogenem Mund von Gohan ab.

,,Nun ja, ich habe keinen Schimmer wovon du redest - mal wieder wohl gemerkt-
Ich weiß nur, dass wir miteinander geschlafen haben und ich zum Schluss dachte, es wäre ganz nett, wenn ich meine Trainingsmethode mal bei dir anwende, mehr nicht.
Du solltest mir dankbar sein, statt hier rum zu nörgeln."


Ungläubig starrte Son Gohan, Piccolos Rücken an.
Er hatte sich das also nicht nur eingebildet.
Piccolo HATTE sich in zwei Körper aufgeteilt und mit ihm geschlafen. Oder wie er es nannte,,seine Trainingsmethode" an dem Halbsaiyajin ausprobiert...

,,Trainingsmethode an mir ausprobiert!?" Wiederholte Gohan gespielt beleidigt.
Ein listiges Grinsen umspielte die Lippen des Halbsaiyajin,
kurz bevor er Piccolo von hinten übermannte und strafend in die Kissen drückte.
Beide begannen zu lachen...


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Kibito schlich, sich nach allen Seiten umsehend, durch die Gänge des Palastes.
Es hatte ein Ewigkeit gedauert, bis er Dende endlich los geworden war.
Der Kaioshin, hatte zwar keine Ahnung, was genau, Piccolo dem jungen Erdengott  ins Ohr geflüstert hatte, bevor er meditieren gegangen war, aber doch wohl sicher nicht, dass Dende ihn sogar bis aufs Klo verfolgen sollte.

Kibito Kai blieb ruckartig stehen und machte ein entnervtes Gesicht, während er ungläubig seine Braue anhob.

<< ... Doch.
Wahrscheinlich hatte der dämliche Namekianer ihm genau das gesagt... >>
Kibito verdrehte die Augen und ließ resigniert die schultern sinken.

Pff! Diese Grünen Weichhirne... na ja, Hauptsache ich finde jetzt endlich mal heraus, wo Piccolo das bescheuerte Osterei hingeschleppt hat und was noch viel wichtiger ist: Ich will wissen was drin war!
Ich lass mich doch nicht vom Ältesten auf die Erde schicken, mich von den Namekianern belästigen und dann darf ich nicht mal erfahren wozu das alles!
Hm, gut Kibito. Konzentration jetzt.
Mal nachdenken.
... Meditieren... wo kann man hier am besten... meditieren? ...
Ah vielleicht hier! -
Hahaha! Na ja, wo,,Meditationsraum" drauf steht, wird jawohl auch ,,Meditationsraum" drin sein, was!? ... ja.>>

Noch einmal blickte sich Kibito verstohlen, nach allen Seiten hin um und öffnete dann die Tür mit dem Schild worauf in Großen Japanischen Zeichen:
 ,,Meditationsrum, Ruhe bitte", stand.
Kibito trat ein.
,,Hm... ganz schön dunkel hier. Ah! Da vorne ist was."
Kibito Kai ging auf die Mitte des Zimmers zu und hockte sich vor den Brunnen, um hinein blicken zu können.
Ausser seinem eigenen Spiegelbild sah er jedoch nichts.
,,Also, dafür dass das hier Kamis Palast ist, ist der Swimming Pool aber recht dürftig ausgefallen... Ts."

Stirnrunzelnd, stützte der junge Kai sich auf seiner Hand ab, um vielleicht weiter hinten
etwas erkennen zu können.
Seine Hand ertastete etwas Hartes in der Dunkelheit.
Erschrocken zog Kibito seine Hand reflexartig weg, verlor dabei das Gleichgewicht und fiel mit einem spitzen Schrei, in den Brunnen.
Panisch japsend, planschte er darin herum, bis er den Rand ergriff und sich daran hoch, zurück auf den Boden zog.

Genervt wrang sich Kibito sein langes Haar aus und starrte beleidigt in den Brunnen.

<<... Na toll. Wahrscheinlich krieg´ ich von der fiesen, dunklen Brühe jetzt Ausschlag,
Pusteln oder- Oh Kami... nein! Am Ende wachsen mir noch eklige Fühler aus der Stirn und ich bekomme diese ungesunde, grüne Hautfarbe... igitt! ..>>
Der junge Kai machte ein Gesicht, als hätte er stundenlang in eine Zitrone gebissen.

Doch plötzlich begann der Brunnen zu leuchten und erhellte den Raum.
Kibito schob sich sofort ein paar Meter weiter zurück und verschränkte seine Arme vorm Gesicht.
Durch einen Spalt lugte er nun hindurch und beobachtete argwöhnisch den Brunnen.
Nachdem jedoch nicht wirklich etwas passierte, löste sich seine verkrampfte Abwehrhaltung wieder und er näherte sich vorsichtig wieder der Mitte.

Seine Augen weiteten sich erfreut, als er links neben den im Fußboden eingebetteten
Gewässer, das Ei liegen sah, welches er vorhin schon ertastet, jedoch nicht erkannt hatte.
Egal, was das auch immer das, für ein unheimlicher Brunnen war, der nun auch noch die Farben wechselte-
Kibito hatte das Ei gefunden. Der Wahnsinn! Und der dämliche Namekianer war weit und breit nicht zur sehen!
... Zur Sicherheit blickte der Kaioshin sich aber trotzdem noch einmal um.
Nein,  Piccolo war definitiv nicht da und nicht nur das, scheinbar hatte es den Namekianer nicht weiter interessiert, dass man nicht nur das Kästchen, welches das Ei beinhaltet hatte, öffnen konnte, sondern auch das Ei selbst!
<<...Bestens. Dieser Vollidiot!...>> Kibito Kai grinste vorfreudig.
Was war denn nun,,diese schlimme Sache" , die ,,Böse enden"  konnte...
Was enthielt die Botschaft, des weisesten und Ältesten aller Kaioshin, an den Namekianer denn nun in Wirklichkeit! ?
Was beim Dai Kaioh, war in diesem kleinen, bunten Ei, dass so wichtig sein konnte, dass der Älteste, sogar Kibito losgeschickt hatte, um es  Piccolo zu überreichen!?

Ohne lange zu zögern, brach Kibito es auf.
Einmal lieblos drauf getreten, zersprang es wie von selbst.
Ein wenig enttäuscht darüber, darin nur einen kleinen, zusammengefalteten Zettel,
vor zu finden, entfaltete er diesen nun bedächtig...

Kibito Kais Augenbraue zog sich hoch, sein Kiefer klappte weit nach unten hin aus, als würde er ihm jeden Augenblick, einfach aus dem Gesicht fallen...


...

Huhu Piccolo!
Wenn du mit deinem Gohan Sex hast, sehe ich immer nur die Hälfte!!
Wär´ wirklich nett von dir, wenn du nicht immer Gohans Bein ins Bild hältst.
Meine Glaskugel hat nämlich nur einen Blickwinkel und wenn ich mir Uranai Babas
3D Glotze ausleihe, muss ich mich immer noch verrenken, um nicht das Beste zu verpassen!
In meinem Alter können derartige Turnübungen böse enden, ich hoffe, das ist dir klar.
Also sei lieb und verdeck´ mir nicht immer die Sicht!

K.S.v.v. 15 Gener.

Danke im Voraus!
Tschüssi!

* RUMMMMS *

Kibito kippte resigniert nach hinten um, während seine
Augenbraue verständnislos zuckte und sich seine Hände, wie von selbst,
krampfartig öffneten und wieder schlossen...

<< D-das, das ist doch wohl... Ich wird ja nich´ mehr! Dass fass ich ja nich´!...Grrr....
Dieser Alte....dieser...Grrr...
ICH KÜNDIGE!!! UND WENN ICH TIPPSE BEI ENMA WERDE, DEN JOB SCHMEIß ICH HIN!!!!!...>>


Während Kibito, fassungslos in sich hinein fluchte und dem Kaioshin von vor 15 Generationen die Yadranische Pustelseuche, an den Allerwertesten wünschte,
entstand, von Kibito unbemerkt, ein Bild auf der Oberfläche des Brunnens, als Farben sich zu einem Ganzen verbunden...

 

,, Hahaha! Ja, richtig, Pan kommt ganz nach dir Chichi, wenn sie etwas will, ist sie so lange bockig, bis sie es bekommt und wenn nicht gibt´s Saures. "
Videl lachte herzlich.
,,Hey... was soll das denn bitte heißen, hm?" Fragte Gokus Frau gespielt beleidigt.
Dann lachten alles drei und schlossen hinter sich die Haustür.


Gohan warf Piccolo einen letzten aufmunternden Blick zu, als er sich zu Ende angezogen hatte.
,, Nun geh schon," sagte er.
,, Videl wird... verletzt sein aber es mit der Zeit verkraften und Pan -
Nun ja, sie wird es wohl erst in ein paar Jahren verstehen können, aber alles wird gut.
Versprochen.
Und Jetzt hör endlich auf, so besorgt aus der Wäsche zu gucken, Piccolo.
Hm, Moment mal, glaubst vielleicht,  ich schaffe das nicht alleine, hm?
Schmollend sah er Piccolo, aus lachenden Augen an, der Namekianer verharrte noch immer am offenen Fenster.

,,Du weißt, dass das gerade Chichis Stimme war, oder?" Fragte Piccolo und
deutete mit seinem Kopf zur Tür.
Gohan grinste.
,,Ich bin doch kein kleines Kind mehr, Piccolo. Die Zeiten, wo sie mich herumkommandieren konnte, sind Geschichte. Sagte Gohan nicht ohne Stolz.
Piccolo lächelte ihn an und nickte zustimmend.
,,Ja... da hast du wohl recht. Also, dann bis später."
,,Halt! Warte kurz Piccolo!"

Der Namekianer hatte sich bereits in die Luft erhoben, als er noch einmal zurück kehrte und Gohans Hände sich stürmisch, um seinen Hals schlangen.
Der Halbsaiyajin zog ihn zu sich hinunter und küsste ihn.
,,Ich sagte, dass ich es alleine schaffe,... aber gegen ein wenig Ansporn habe ich nichts einzuwenden." Flüsterte er auf die Lippen des Namekianers und ließ ihn wieder los.

,,Na dann warte bis du in den Palast kommst, im Anspornen bin ich unschlagbar."

,,Als ob ich das nicht wüsste..." Sagte Gohan leise vor sich hinlächelnd, als Piccolo bereits am Himmel verschwunden war.


,,GOHAAAAAN, SCHAAAATZ! DEINE MUTTER IST DAAAA!"
Der Halbsayijin zuckte zusammen.

<< Kami, ja ich höre es... >> 
Als er aus dem Fenster sah, war Videl gerade dabei, den Gartentisch zu decken.
Gohan schloss das schalldichte Fenster und dann seine Augen.
Gut, also war Chichi die erste, der er es erzählen würde.

<<...Kurz und schmerzlos... kurz und schmerzlos... kurz und->> betete er sich in Gedanken vor.

Die Tür stieß auf und Chichi trat ein.
,,Na mein Sohn, wie geht es dir, dein Vater ist mal wieder mit Vegeta sonst wohin, zum Trainieren, und nicht mitgekommen, also-

MUTTER, ICH BIN SCHWUL ICH LIEBE PICCOLO UND DU WIRST REIN GAR NICHTS DARAN ÄNDERN KÖNNEN!

?...!

*RUMMS*

 (R.i.P) ^^

-Owari-

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Ich hoffe es hat euch gefallen .
Bijou :3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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