Teil 17


 

Piccolos Vergangenheit


 


 


 


 


 

Das kaum hörbare, summende Geräusch der Sauerstoffapparate,

die das lebenswichtige Gas, in die kleine Raumkapsel strömen ließ,

machte Kibito Kai langsam aber sicher, wahnsinnig.

Er hatte Naeves auf eines der Betten, im unteren Bereich

des Raumschiffes gelegt und kniete, den Kopf in seine Hände gestützt, davor.

Mit einem verzweifelten Blick beobachtete Kibito,

wie der Aglaner sich langsam, aber dennoch sichtbar, im Schlaf regenerierte.


 

Naeves hatte recht.

Kibito wusste es.


 

Tief in seinem Inneren hatte Kibito gewusst, dass der Aglaner ihn am See, angelogen hatte.

Und als wäre dass nicht schon genug, hatte er Naeves jetzt auch noch zur Flucht verholfen und das Raumschiff startklar gemacht, in welchem sie sich jetzt auf

dem Weg zum heiligen Reich, befanden.


 

Verdammt!


 

Wieso war Kibito überhaupt hier ?!

Was zur Hölle hatte er sich nur dabei gedacht !?

Er griff sich in sein langes Haar, als ihm seine innere Stimme diese Fragen damit beantwortete, dass er genau dasselbe jederzeit wieder tun würde.

Es war alles so hoffnungslos, so eigenartig unwirklich.

Als stünde er neben sich und beobachtete sich, bei all den Dingen,

die er tat und bereits getan hatte.

Aber Kibito konnte sich selbst nicht aufhalten.

So laut und so eindringlich die Stimme, welche von irgendwo tief in seinem Innersten kam, auch sein mochte, sie erreichte einfach nie sein Herz.

Das stechende Gefühl von Schuld, in jeder einzelnen Zelle seines Körpers,

wurde mit jeder Sekunde, die er den friedlich daliegenden Aglaner betrachtete,

größer und größer.


 

Was war eigentlich jetzt noch von ihm übrig geblieben?

War er noch ein Kaioshin?

War er überhaupt noch Kibito Kai, nach allem was geschehen war?

Er wusste es nicht mehr.

Doch eines hatte Kibito, klar und deutlich vor Augen.

Ebenso deutlich, wie er Naeves vor sich erkennen konnte.

Es gab kein zurück mehr.

Weder konnte er etwas rückgängig machen, noch glaubte er daran,

dass mit der Zeit alles wieder gut werden würde.


 

<<...Die Zeit heilt alle Wunden...>>

Nein.

Das stimmt nicht.

Das ist die größte Lüge, im gesamten Universum.

Durch Zeit vergisst man nach einer Weile die Wunden. Mag sein.

Dass hier fühlt sich an, als würde es für die Ewigkeit andauern...>


 

Kibito starrte teilnahmslos vor sich hin und bemerkte nicht,

dass Tränen an seinen Wangen hinab liefen.

Das Bild, dass er von sich selbst hatte, verwischte zu irgendetwas Unklarem.

Und langsam begann Kibito sich vor dem, was aus ihm geworden war, zu fürchten.

Er vermisste das Gefühl der Unbeschwertheit, welches ihm immer

die Sicherheit gegeben hatte, die er brauchte und wollte.

Er vermisste sich selbst.


 

Und was jetzt?


 

Kibito kam sich vor, wie ein Fremder im eigenen Körper.

Wie eine Art ständiger Aufschrei in ihm,

klang in Kibitos Kopf der Gedanke wieder,

wie falsch es war, was er getan hatte und dass gerade er, als Kaioshin,

niemals so hätte handeln dürfen.

Gleichzeitig verspürte Kibito, sogar schon beim bloßen Anblick des Aglaners,

ein sehnsüchtiges Verlangen und eine Wärme, welche mit keinem ihm

bekannten Gefühl, zu vergleichen gewesen wäre.


 

Er liebte Naeves.

Bedingungslos.

Erbarmungslos.


 

Auf eine beängstigende Art und Weise wusste Kibito, dass ihm das reichen würde,

wenn er alles andere verlieren sollte.

Seine Freunde, seinen Status als Kaioshin, sogar sich selbst...

Dennoch konnte Kibito Kai sich nicht einmal mehr daran erinnern,

wie, oder wann er sich in Naeves verliebt hatte.

Obwohl es erst ein paar Tage her war, kam es ihm wie eine Ewigkeit vor.

Als habe Kibito und das Universum vor dem Erscheinen des Aglaners,

gar nicht existiert.

Jedenfalls nicht richtig.

Es war, als hätte sich Kibito sein Leben lang in einer Art Tiefschlaf befunden und begriff erst jetzt dass er geschlafen hatte,

weil er von Naeves geweckt worden war.


 


 

Der junge Kaioshin, griff sich erneut ins Haar und verfluchte sich selbst,

für derartig sinnfreie Gedanken, die ihn nur noch tiefer,

in den wahnsinnigen Kreislauf, aus Liebe und selbstzerstörerischer

Verzweiflung, zu trieben schienen.


 

Zudem hasste Naeves ihn und man kann sagen,

dass die Umstände, unter welchen sie sich kennen gelernt hatten,

alles andere, als glücklich gewesen waren.

Wobei das Wort unglücklich allerdings

auch eine maßlose Untertreibung gewesen wäre.

Es war eigenartig.

Wie konnte man einen so gewaltigen und tiefschürfenden Wandel der eigenen Gefühle, gar nicht mitbekommen?

Vielleicht hatten sich Kibitos Gefühle so schleichend und langsam entwickelt,

dass er es selbst nicht einmal mehr bemerkt hatte?

Wie etwas Wunderschönes und gleichzeitig so unvorstellbar Schreckliches,

dass man hinterher nur noch sagen konnte, dass

es schön und schrecklich zugleich war, ohne sich jedoch an Einzelheiten

erinnern, oder es beschreiben zu können.


 

...


 

Genauso ging es Kibito im Moment.

Nur das Gefühl war da.

Ein warum und eine Erklärung für diese, ebenso wenig.

Es gab ja nicht einmal mehr ein gefühltes Wann, an welches Kibito sich hätte klammern können. Die wenigen Tage die vergangen waren,

schmerzten jetzt, wie eine quälende Unendlichkeit.

Was geschehen war und Kibito Kai getan hatte, ließ sich nicht

mehr rückgängig machen.

Außerdem hatte der junge Kaiohshin auch keinen Zweifel daran, dass er

wieder genauso handeln würde, wie er es bereits getan hatte.

Gerade das, machte Kibito Kai mehr fertig, als alles andere.

Denn es würde bedeuten, dass er sein Handeln vor sich selbst und

seinen Freunden nicht rechtfertigen konnte.

Außer mit der Tatsache, dass er den Aglaner liebte...


 

Aber war Liebe denn eine Rechtfertigung dafür,

etwas falsches zu tun, von dem man auch noch haargenau wusste,

dass es falsch war?

Hätte Kibito vielleicht sogar Son Goku sterben lassen,

wenn es dazu gekommen wäre?

Hätte er das?


 

Kibitos Magen zog sich krampfhaft zusammen,

als dieser Gedanke sich als Kopfschmerz durch

seine Gedanken schlich und er sich, wie

das bösartigste und schlechteste Wesen, der Welt vorkam.


 

Vorsichtig, legte er seine Arme verschränkt auf das Bett und

ließ seinen Kopf auf diese, sinken.

Mit einem erschöpften Blick zur Seite, beobachtete er,

wie Naeves Brust sich gleichmäßig hob und senkte,

während sich dessen Wunden von selbst heilten.

Unter dunkelbraunem, bereits angetrocknetem Blut,

zogen sich tiefe Wunden, langsam wieder zu einem intakten,

rosa Narbengewebe, zusammen.


 

<<...Ich werde nie wieder mit den anderen so zusammen sein können, wie früher....>>

Dachte Kibito bitter.

Er verspürte plötzlich wieder diese erbarmungslose Leere in sich,

als er das lachende Gesicht Son Gokus vor seinem inneren Auge sah,

der während einer Party verzweifelt versuchte,

seine schreiende Frau gleichzeitig zu ignorieren und dabei zu essen.

Die Sonne schien auf sie alle herab, während die Luft von Grillfleisch,

Sommer und dem Lachen seiner Freunde erfüllt war.

Der Tag, an dem Kibito das letzte mal wirklich glücklich gewesen war,

dachte der Kaiohshin schweren Herzens.

Kibito sah Vegeta vor sich, der sich bei solchen Anlässen

gerne an einen Baum zu lehnen pflegte, Son Goku beobachtete und dem

Unterklassesaiyajin, jedes mal einen finsteren Geh-Sterben-Blick zuwarf,

sobald dieser zu ihm hinüber sah.


 

Dann Dende, der lächelnd von einen Fuß auf den anderen trat,

weil er nicht genau wusste, zu wem er hingehen sollte,

um sich zu unterhalten und sich immer ein wenig verunsichert

in Piccolos Nähe aufhielt.

Kibito erinnerte sich auch daran, dass Son Gohan, Dende in der Hinsicht sehr ähnelte. Gohan war nämlich ebenfalls immer dort zu finden, wo Piccolo

sich gerade aufhielt.

Entweder unterhielt der Halbsaiyajin sich mit dem Namekianer,

oder schwieg gemeinsam mit diesem. Beides schien für die Zwei,

das natürlichste, der Welt zu sein.

Nur selten, versuchte Son Gohan, ( obwohl der ehemalige Oberteufel

als Namekianer keine feste Nahrung zu sich nahm, sondern bei solchen Gelegenheiten nur etwas trank ) Piccolo doch noch dazu zu überreden,

ihm an den Tisch zu den anderen folgen.


 

Trunks und Son Gotens lautes, herzliches Auflachen, bei Bulmas Grillpartys,

war auch immer etwas gewesen, woran Kibito sich gerne zurück erinnerte.

Jedes mal, wenn er die zwei Halbsaiyajin zusammen sah, glaubte Kibito Kai

sich in einer daily soap versetzt wieder zu finden. Die beiden waren beinahe

schon unverschämt süß zusammen.


 

Und Kibito Kai sah sich selbst.

Glücklich.

Lachend.

Kibito, der jedes mal wenn er lächelte,

ein Lächeln von allen zurück bekam.

Sogar vom Prinzen, auch wenn Kibito es nur,

in der Aura dessen Aura spüren konnte.


 

Kibito Kai schloss kurz seine Augen und als er diese eine Sekunde

später wieder öffnete, fühlten sie sich taub, müde und bleischwer an.


 

...


 

Die Gerüche der Erde, der Frieden von Sommerlachen und einem Sonntagnachmittag im Juli, gemischt mit dem Gefühl nicht alleine zu sein.

Vor ein paar Tagen, war das alles für Kibito noch kostbarer,

als sein eigenes Leben gewesen.

Nein, es war sein Leben gewesen.

Sein friedliches Dasein im Reich der Kaioshin,

die kleinen Streitereien mit dem Ältesten und seine Freunde auf der Erde,

die er mithilfe der momentanen Teleportation besuchen konnte,

so oft und wann er wollte.

All das hatte er geliebt und tat es noch immer.

Aber jetzt...

Kibito schloss erneut die Augen und öffnete sie wieder einen Spalt.

Als er sie das nächste mal schloss, fiel es ihm unglaublich schwer,

sie noch einmal zu öffnen.

Schließlich schlief er zu Füßen, des noch immer bewusstlosen Aglaners,

in einen unruhigen Schlaf.


 


 


 

Kamis Palast...


 


 


 

,,Wieso hat Dende eigentlich keinen einzigen,

gottverdammten Fernseher, in dieser Drecks- Kaschemme!?

Und sieh´ dir mal diese potthässlichen Vorhänge an!

Bah.

Wer soll sich denn in diesem Loch hier, wohl fühlen?

Sag mal, ....riechst du das auch?

...

Großartig.

Einfach großartig. Die Welt ist am Arsch und ich hänge hier in einem,

nach Fischinnereien stinkenden Loch ab, dass sich auch noch

ernsthaft „Palast“ schimpft.

Palast, Maro!

Ich fass´ das einfach nicht.

Ich bin die Tochter des Prinz der Saiyajin.

Meine Mutter ist die größte Erfinderin aller Zeiten und Kopf der Capsule Corporation.

Und das hier ist nicht nur meiner nicht im geringsten angemessen,

sondern einfach nur das Hinterletzte.

Nicht mal beschweren kann man sich.

Zum kotzen. Ganz ehrlich, zum kotzen hoch drei.“

Bra massierte gespielt leidend, ihre Schläfen.


 

Marron lächelte und sah zu, wie ihre beste Freundin, einen mittelschweren

Migräneanfall vortäuschte.

,,Ähm, also weißt du Bra, ich glaube nicht, dass Dende fern sieht und ob ein Gott sich für die Einrichtung seines Palastes interessiert,

weiß ich auch nicht, so genau.“ Marrons Lächeln,

wurde größer.


 

,,Sollte er aber!“ Bra ließ sich aufs Bett fallen und streckte gähnend ihre

Arme von sich.

Dann richtete sie sich wieder halb auf und hob belehrend ihren Zeigefinger,

während sie sich auf ihre Ellenbogen abstützte.


 

,,Modische Fehltritte, zeugen immer von geschmacklicher Unvorhandenheit, Marron.“

,,Ah ja. Geschmackliche Unvorhandenheit?“ Marron musste Grinsen.

,,Was ist? Das Wort gibt es...Hey, hör´gefälligst auf,

dich über mich lustig zu machen.

Die junge Prinzessin, lachte und ließ sich dann wieder

zurück auf´s Bett fallen.


 

,,Ich schwöre´dir Marron, wenn diese Teletubby Zurückwinker,

die Sache mit der Erde nicht wieder hin kriegen, werde ich echt sauer.

Ich bin zu jung, zu reich, zu klug, zu schön und verdammt nochmal zu gut angezogen, um einfach so drauf zu gehen.

Pff! Wenn ich nur daran denke, dass mein Kleiderschrank jetzt wegen diesen

Drecks-Erdbeben, nur noch ein Häufchen „es war einmal“ ist,

kriege ich einen spontanen Tumor.“


 

,,Ja... Glaubst du, dein Vater und Son Goku, werden es schaffen?“

Marrons Gesicht wurde ernst, als sie sich auf die Kante des Bettes setzte.

Bra seufzte.

,,Ich habe keinen Schimmer.

Aber wenn mein Dad diesem Typen nicht die Hölle heiß macht, werde ich das erledigen, versprochen.

Also mach´ dir keine Sorgen, alles wird gut, okay...

Außerdem sind die allesamt eh´ schon zu alt zum Denken.

Da gibt’s dann sofort auf die Fresse, egal wer die Erde angreift.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass die jemandem eine Chance geben, hier

auf der Erde Wildsau zu spielen.

Bra zuckte mit den Schultern und hob die Handflächen nach oben.

,,Ist doch so. Wenn Dad und die anderen sich jetzt noch die Erde

unter ihren alten Hintern weg sprengen – oder wasauchimmer-

lassen würden, wäre doch der ganze Kampfquatsch,

das jahrelange Training und alle vorher besiegten Gegner,

nichts mehr Wert.

Außerdem ist da ja noch mein Vater.

Er mag´s nicht, wenn ihn einer kalt machen will und reagiert da richtig sensibel.

Also so gesehen kann gar nichts schlimmes mehr passieren.“


 

Bra grinste strahlend, während Marron sie zweifelnd und verwirrt ansah.


 

,,Bei Dende, Marron. Jetzt guck´ nicht so verzweifelt. Kann man ja nicht mit ansehen.

Wie ein altes, weises Sprichwort besagt: Je schlimmer umso besser.“


 

Marron wich jegliche Mimik aus dem Gesicht.

,,Bra, also ehrlich gesagt, verstehe ich kein Wort...“

Entschuldigte sie sich, bei ihrer Freundin.


 

,,Das musst du auch gar nicht.

Es reicht vollkommen, wenn ich weiß, was gemeint ist.

Aber du darfst mir ruhig glauben, wenn ich dir sage,

dass du dir keine Sorgen machen musst.


 

,,Hmm. Je schlimmer umso besser, ja?“

,,Ja! In solchen Fällen laufen die Jungs doch immer auf Hochtouren,

das weißt du doch.

Sogar mein gehirnamputierter Bruder, setzt dann seinen Hintern in

Bewegung und zeigt, was er drauf hat.

Er mag ja sonst eine Schnarchnase sein, aber ich habe schon Stories

über ihn und Son Goten gehört, die ich bis heute noch

nicht ganz glauben kann.

Aber sogar der Namekianer hat mir so was in der Richtung erzählt und

Piccolo lügt nur, wenn es sich lohnt zu lügen, wie du weißt.


 

Marron nickte und grinste, als Bra ihr mit dem Zeigefinger an die Stirn schnippte.

,,Ja, du hast recht. Es klingt alles schlimmer, als es ist, nicht wahr?

Und wenn du dich mit Pan zusammentun würdest,

hätten kein gefährlicher Außerirdischer im Universum mehr eine Chance!

Entschied Marron dann, fröhlich.

,,Was, mit Pan? ...Ööök!

Falsch. Bevor ich mich mit Miss Chichi in jung und schlimmer

zusammentun werde, werden mein Vater und Son Goku, ein Liebespaar.

Echt nicht. Schmerzlichen Dank.

Pan hat mindestens so einen an der Waffel, wie ihr Opa und

das cholerische Generve, von ihrer Oma geerbt.

Dad sagt das auch immer.

Zusammentun? Mit Pan? Ja, aber nur wenn die Hölle zufriert.

Aber nur vielleicht.“

Marron lachte herzlich. ,,Schon gut. Ich glaube ich hab´s jetzt verstanden.“

,,Erfasst.“

Bra grinste wieder.


 

...


 


 


 

Im Raum der Dimensionen war das Licht heller als sonst und während Piccolo mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und aus dem Fenster sah, hörte er konzentriert, Dendes Erklärungen zu.

Die Z-Krieger reagierten mehr oder weniger besorgt darauf,

dass die Erde wieder einmal von einer außerirdischen Macht bedroht zu werden schien.


 

,,Der Kajin...“ Flüsterte Kuririn, besorgt.

,,Na Wahnsinn. So wie sich das anhört, sitzen wir mal wieder, so richtig

schön in der Scheiße, wie?.“

Yamcha sah Dende, mit einem Blick aus Resignation und Belustigung an.


 

,,Ähm, ja. So könnte man es auch ausdrücken.“

Antwortete Dende und faltete seine Hände vor dem Schoß,

während er den Gottesstab mit seiner Armbeuge, fest umklammerte.


 

,,Oh. Mann...das ist...Fuck...“ Pan griff nach Giru, der zu zappeln begann aber

schließlich aufgab, als sie mit ihrer Wange über sein kaltes,

rundes, Metallgerüst strich.


 

Kuririn, fuhr sich entsetzt über die Stirn.

,,Ich hätte nie gedacht, dass so eine Macht überhaupt existiert.

Schade, dass wir wegen das Chaos im Universum,

keinen Kontakt zum Kaioshin von vor fünfzehn Generationen haben.

Vielleicht hätte er uns noch ein, zwei Tipps geben können,

wie wir diese merkwürdige Kajinfigur ausschalten können.

Jeder hat eine Schwachstelle, ist doch so, oder nicht?“

Kuririn sah mit hoffnungsvollem Blick in die ziemlich deprimiert drein blickende, Runde.

Niemand antwortete ihm, oder sah ihn an.

Kuririn, ließ seine Schultern sinken und seufzte.


 

,,Mir gefällt das nicht.

Mir gefällt das ganz und gar nicht.“ Murmelte Kuririn düster vor sich hin.


 

,,Ich frage mich, wie es Vater geht.“ Sagte Son Goten plötzlich abwesend

und eher zu sich selbst, als zu den anderen.

,,Wir gehen nachher zu ihm, okay?“ Son Gohan legte seinem Bruder,

die Hand auf die Schulter und lächelte ihm aufmunternd, zu.

Goten sah auf, dann zu Trunks und zu seinem Bruder. ,,Ja.“

Er nickte und rang sich ebenfalls ein Lächeln ab. ,,Machen wir.“


 

,,Pah, wenn ich das richtig sehe, habt ihr Dummdrüsen,

mal wieder keinen Plan von gar nichts, korrekt?“


 

Kuririns Kopf ruckte verblüfft hoch und er sah seine Frau vorahnend an.

<<...Oh, oh...>>


 

Als sie ihre Augenbraue hochzog und sich dieses, Kuririn sehr wohl bekannte,

Grinsen in ihrem Gesicht ausbreitete, wusste er als erster,

dass es nun an der Zeit war, möglichst schnell und unauffällig,

vor ihr das Weite zu suchen.


 

C 18´s Grinsen, wurde eine Spur überheblicher.

,,Ihr könnt wohl nichts anderes, als euch auf Son Goku und

den kleinen Choleriker, zu verlassen, was?

Tja, wie man sieht, funktioniert das aber leider nicht immer.

Tut mir ja fast Leid, euch das sagen zu müssen,

aber wir könnten neben einem Plan A – den wir noch nicht einmal haben-

zur Abwechslung auch mal einen Plan B, Plan C und D,

gebrauchen.

Wenn unsere beiden Vorzeigesaiyajin, wieder fit sind und sich auf den Weg zu diesem Kazong machen-

,,Kajin, er heißt „Kajin“, wie der Stahl aus dem das Z-Schwert,

einst gefertigt worden ist.“ Verbesserte sie Dende.

,,Wie gesagt, wenn die beiden sich auf dem weg zu diesem Mahjongg machen,

heißt das noch lange nicht, dass wir und die Erde, aus dem Schneider sind.

Dende presste die Lippen aufeinander und sah hilfesuchend zu Piccolo, der ihn aber einfach nur ansah und kurz mit den Schultern zuckte.

Dende seufzte, sagte aber nichts.


 

,,Was, wenn sie versagen und das Chaos sich immer weiter ausbreitet?

Wollt ihr euch dann hier im Palast verkriechen, den halbwüchsigen Namekianer

da drüben anbeten und auf ein Wunder hoffen? Fuhr C18

im groben Ton fort.

Dende sah auf und wollte sich verteidigen. Dennoch beließ er es

bei einem weiteren, tiefen Seufzen.


 

,,C18!“ Kuririn stand auf und sah sie eindringlich, aber auch nervös, an.

Sie warf ihren blonden Schopf zur Seite und hob verächtlich, das Kinn.

Dann sah sie ihren Mann von oben herab, an.

,,Was denn? Ich habe jedenfalls keine Lust, hier herum zu sitzen und

zu warten, bis dieser Kazongkfreak mich, dich und unsere Tochter dran kriegt,

merk´dir das!“

Kuririn setzte sich wieder und legte kopfschüttelnd,

seine Stirn in die Hände.

Zwecklos.

Er konnte nichts sagen, was sie beruhigen würde und sie machte nicht gerade

den Anschein, als würde sie sich beruhigen lassen wollen.


 

,,Und? Bist du jetzt fertig, C18? Oder willst du das Theater hier etwa noch weiter

hinaus zögern?“ Piccolo löste seine verschränkten Arme stützte sich von der Wand ab und trat zu den übrigen Z- Kriegern.

Sein Gesicht glich einem Felsen. Keine Mimik.

Undurchschaubar, wie nur ein Namekianer es sein kann.

,,Erstens, Kibito Kai und der Aglaner haben sich bereits auf den Weg ins Reich

der Kaioshin gemacht. Zweitens, Son Goku und Vegeta werden ihnen folgen

sobald sie wieder auf den Beinen sind.

Das steht hier übrigens nicht zur Diskussion.

Keiner von uns muss sie erst darum bitten, oder glaubt irgendwer hier etwa

ernsthaft, dass die beiden sich in die Hängematte packen und abwarten wollen,

was passiert?

Tatsache Nummer drei ist, dass Naeves und Kibito schon so gut wie tot sind und

wir weder hier auf der Erde, etwas gegen den Kajin unternehmen können,

noch unseren beiden „Vorzeigesaiyajin“, ( Piccolos eiserner Blick traf auf C18 ) folgen können, um ihnen zu helfen.

Viertens: Niemand von uns ist feige und auf Wunder haben wir auch

noch nie gewartet C18. Das solltest gerade du, am besten wissen, oder

sind deine Cyborgtage etwa schon so lange her?

Der Namekianer warf ihr einen kurzen, durchbohrenden Blick zu.

Zunächst hielt sie ihm stand, dann lockerte C18,

ihre verkrampften Gesichtszüge und sie senkte ihren Blick, nachdenklich.


 

,,Wir sind alle ein wenig neben der Spur...“

Bemerkte Kuririn, als wolle er sich entschuldigen und

seine Frau gleichzeitig, in Schutz nehmen.


 

,,Ja. Sind wir.“ Bestätigte Piccolo, tonlos.


 

Son Gohan sah zu Piccolo, der nun neben ihm stand auf und

sah den Namekianer, verwirrt an.

,,Warte mal. Wie meinst du das? Kibito Kai und der Aglaner,

seien schon so gut wie, tot?

Warum?“


 

Piccolo wandte sich zu Son Gohan um und zeigte ihm unverblümt die Hoffnungslosigkeit, welche in seinem Gesicht lag.

Doch bevor er seinem ehemaligen Schüler antworten konnte, tat dies jemand

anderes für ihn:


 

,,Weil sie keine Raumkapsel mit Auraabschirmung haben und so oder so,

in ein schwarzes Loch gesaugt werden. Deshalb.

Kibito hat mir eine der CC- Raumschiffkapseln,

mit der Nummer Dreiundzwanzig gestohlen.

Das habe ich beim Durchzählen der Kapseln,

im Raum von Geist und Zeit, bemerkt.“


 

Alle Augen ruhten nun auf Bulma, die gerade eingetreten war.


 

Ihre Haare waren im Raum von Geist und Zeit auf eine beachtliche Länge an ihren Schultern, hinab gewachsen und auch sonst schien sie sich,

äußerlich etwas verändert zu haben.

Wenn auch nicht auf den ersten Blick, so erkannte man doch eine gewisse Veränderung ihrer gesamten Erscheinung.


 

,,Mom?“ Fragte Trunks ungläubig, aber mit Erleichterung in der Stimme.

Bulma lächelte Trunks zu, als sie an ihm vorbei ging.

Piccolo runzelte die Stirn, als Bulma ihn mit dem Ellenbogen zur Seite drängte,

wie einen Stuhl, der ihr ihm Weg stand.

Bulma zwinkerte ihm verspielt zu, was Piccolo dazu veranlasste,

desinteressiert wieder zum Fenster zurück zu gehen und namekianisch nachdenklich, hinaus zu starren.


 

<<...Pff. Menschen.Dilettanten...>>


 

Auf dem langen, seltsam gewellten Kristalltisch, legte

Bulma nun fünf unterschiedlich farbige Kapseln,

mit verschiedener Nummerierung, hin.

Neugierig beobachteten alle anderen, wie die Erfinderin sich nun,

vor dem Tisch aufbaute und die Arme süffisant, verschränkte.

Dann schien sie auf Reaktionen zu warten und legte ihr

Man verleihe mir den Nobelpreis- Lächeln“, auf.

Niemand sagte ein Wort.

Abwechselnd blickten sie von Bulma zu den kleinen und nicht

gerade besonders eindrucksvoll wirkenden, Kapseln.


 

,,Ui. Fünf kleine, bunte Kapseln. - Toll Bulma.“ Kuririn, lächelte schief.

,,Ähm...wenn du da schon stehst und gerade nichts besseres zu tun hast,

könntest du uns eventuell – natürlich nur, wenn es dir nicht

zuviele Umstände macht - erklären, was es damit auf sich hat?

Nur so eine Idee...“ Ein geseufzter, sarkastischer Satz.

Es fühlte sich gut an, so etwas zu Bulma sagen zu können.

Sehr gut sogar!

Und das beste daran: C18 hatte es mitgekriegt! Fantastisch!

Das Wort Warmduscher, würde ihr also nicht mehr so schnell,

über die Lippen kom-


 

,,Wiederhol´das...“ Zischte Bulma trocken und hielt sich die gekrümmte Hand, wie einen Geräuschverstärker ans Ohr, während sie die Augen, bereits warnend verengte.

Der kleine Z-Krieger hustete und blinkte Bulma aus schwarzen Knopfaugen,

entschuldigend an.

Bulma verdrehte die Augen.

Kuririns Frau, tat dasselbe.

Zu Kuririns Missmut sah er bei ihr allerdings auch noch eine

Art Enttäuschung und Hohn, in den stahlblauen Augen, aufleuchten.

Eine äußerst üble Kombination, welche Kuririn,

schlagartig den Wind aus den Segeln nahm.


 

,,Nun. Wie versprochen, habe ich in zwei dieser Kapseln, die

ein Raumschiff enthalten, eine Auraabschirmung eingebaut.“Erklärte Bulma.

,,Son Goku und Vegeta, werden also sogar noch eine Ersatzkapsel haben,

falls irgendetwas schief gehen sollte. Wovon man bei den beiden,

ja schon fast ausgehen muss...

Wie auch immer.

Nachdem ich fertig war und nichts mehr zu tun hatte,

habe ich die Zeit für ein paar kleine, nun... nennen wir es einfach mal,

wissenschaftliche Spielereien“, genutzt.

In den restlichen drei Kapseln stecken...


 

Bulma hielt inne und sah kurz überlegend zur Seite.

Dann lächelte sie geheimnisvoll und alle anderen tauschten währenddessen

fragende Blicke aus.


 

,,Ich habe in den restlichen Kapseln, kleine Überraschungen versteckt.“

Schloss sie den Satz.

Bulma strahlte jetzt über das ganze Gesicht.


 

,,Aha. Überraschungen also?

Ähm, ich will dir ja jetzt nicht deinen Egotrip versauen,

aber hast du vorhin nicht gesagt, Kibito hätte dir eine Kapsel geklaut,

in der ein Raumschiff war? Sollten wir nicht erst einmal darüber reden?“


 

,,Ja, das sagte ich.“

Bulma verengte ihre Augen.

<<...Egotrip?! Ohne mich wäret ihr alle aufgeschmissen!

Egotrip...Egotrip?!?.Pffff!...Fein!

Bestens! Wenn niemand daran interessiert ist,

was in den letzten drei Kapseln ist, bitte.

Kann mir nur recht sein, dann kann ich mir weitere Erklärungen

ja sparen...>>


 

Ihr Blick verfinsterte sich, zunehmend.


 

,,Tut mir Leid Bulma. Entschuldige. Ich habe es nicht böse gemeint.

Es ist nur...irgendwie habe ich das Gefühl, wir sollten schnell etwas tun.

Und ich handle eben lieber, als nur über das Handeln zu reden.

Auch wenn das mal tierisch in die Hose gehen kann. Ehehehe...

Aber das ist mir immer noch lieber, als mir über etwas den Mund fusselig zu reden,

von dem ich sowieso nur die Hälfte, verstehen kann.“

Kuririn lachte verhalten und wischte sich mit dem Handrücken

über die verschwitzte Stirn.


 

,,Ja, ja. Schon gut. Du hast ja recht.“ Gestand Bulma, ein.

,,Also. Richtig, Kibito muss sich die Kapsel genommen haben,

als er mich im Labor besucht hat.

Ich hätte sofort bemerken müssen, dass Kibito Kai nicht

wirklich daran interessiert war, was es mit den Kapseln auf sich hat.

Er wollte mich wohl nur ablenken, nehme ich an.

Kibito, hat jetzt eine Kapsel ohne Auraabschirmung und

soweit ich den Stand der Dinge kenne, wird es...“

Bulma schluckte und machte eine kleine, für alle sehr beunruhigend wirkende,

Pause.

Sie mochte den immer etwas verwirrten Kaioshin sehr gerne und Herr Gott,

war es denn wirklich so schlimm, was er getan hatte?

Piccolo und Vegeta hatten zusammen mindestens das Vierfache

auf dem Kerbholz.

Na ja, oder vielleicht sogar der Prinz alleine.-


 

,,Wird es was?“ Fragte Yamchu drängend, als die Erfinderin noch immer nicht,

weiter sprach.


 

,,Wird es Kibito Kais und das Todesurteil dieses Außerirdischen sein.“ Beendete Bulma ihren Satz.

,,Schwarze Löcher sind Energie - Vernichter, der reinsten Art.

Etwas vergleichbares existiert nicht.

Es sei denn, man nimmt ein unmögliches Beispiel, wie

ein Sandkorn in den Ozean zu werfen und ihn anschließend

wieder herausfischen zu wollen.

Das ist absolut ausgeschlossen. Unmöglich eben, versteht ihr?

Ebenso wie etwas, das von einem schwarzen Loch geschluckt

wurde, wieder zu finden.

Stellt es euch so vor, als wäre das Loch der Ozean und denkt euch dann,

die Wasseroberfläche und den Meeresgrund weg.

Dann habt ihr ein schwarzes Loch. Na ja, nur theoretisch natürlich.“


 

Die Blicke der Krieger wurden düster und ein gemeinschaftliches, schweres

Aufstöhnen, war zu hören. Ein endloser Ozean. Kein Himmel und keine

Erde, keine Luft und auch im Grunde ja nicht einmal der Ozean selbst...


 

,,Scheisse.“

Yamcha starrte auf seine Handrücken, als er seine Fäuste auf

den Tisch presste und ungläubig seine Augenbrauen, anhob.

,,Wollte ich auch gerade sagen.“ Sagte Kuririn.


 


 

,,Ja, aber auch hochinteressant.“ Bemerkte die blauhaarige Erfinderin.

Alle sahen Bulma an, als hätte sie den Verstand verloren.


 

,,Alles was schwarze Löcher verschlucken, wird bei einer Überschreitung der Grenze des Lochs, schlagartig ins Negative umgewandelt.“ Fuhr sie fort.

,,Das bedeutet soviel, wie dass alles Lebendige, seinen natürlichen Nullpunkt erreicht und sich einfach in Nichts auflöst.

Unglaublich, nicht wahr? In Nichts! Stellt euch das nur mal vor.“

Sagte sie andächtig und faltete ihre Hände vor der Brust, als wolle sie beten.

Verträumt, sah sie nach oben.

Ihre Augen bekamen einen seltsamen Glanz, markaberer Bewunderung.

,,Also ich kann es nicht. Und wenn ich es versuche, wird mir schwindelig.“

Sagte Yamcha.

Bulma grinste und nickte eifrig. ,,Eben. Das ist es ja.

Niemand kann sich Nichts vorstellen,

weil noch niemals jemand Nichts gesehen, gehört oder erlebt hat.“


 

,,...“


 

Eine bedrückende Stille, war eingetreten.


 

,,Gibt es denn keine Möglichkeit Kibito zu retten?

Dieser Naeves Typ ist mir ja Schnuppe, aber was ist mit unserem Aushilfs- Kaioshin?

Ehrlich gesagt, ...ich kann ihn sehr gut leiden, ihr nicht?

Ich meine wir sind doch alle seine Freunde, oder?

Er hat uns doch auch immer geholfen!

Denkt doch nur mal an Boo.

Hätte er Son Goku, Vegeta, Dende und Mr. Satan vor Boo´s finaler Attacke

auf der Erde gerettet, wäre alles verloren gewesen.“

Yamcha stand auf und hatte sich mit seinen Händen auf den Tisch gestützt,

während er seinen Oberkörper, nach vorne lehnte.

<<...Mann. Ich klinge ja schon wie Kibitos Anwalt.

Na ja. Vielleicht braucht er ja auch einen...>>


 

,,Glaubst du das wissen wir nicht, Yamcha?

Es ist nur...Er hat doch...“ Kuririn geriet ins Stocken und

blickte automatisch, hilfesuchend zu C18, die allerdings genauso betroffen zu Boden blickte, wie alle anderen es jetzt taten.


 

,,Kibito hatte eine Wahl und wie man sieht, hat er sie getroffen.

So läuft das nun mal. Jeder hat seine Entscheidungen zu treffen.

Wir, Kibito, jeder im Universum.

Sind es die falschen, müssen wir eben damit leben und auf die nächste

Gelegenheit warten, um richtig zu entscheiden.

Versteht mich nicht falsch.

Ich will ja hier nicht als Arschloch dastehen aber-


 

C18 lachte laut auf.


 

Der Namekianer, sprach unberührt weiter:

,,Der Kaioshin wird sich im Moment selbst helfen müssen,

egal was auf ihn zukommen mag.

Wir können nichts an der Situation ändern. Gar nichts.


 

,,Was?!“

Yamcha sah Piccolo entsetzt an.

,,Willst du damit sagen, wir lassen ihn einfach so im Stich?!

Das – Das können wir doch nicht machen!

Bulma hat gesagt, sie hätte zwei Kapseln, mit Auraabschirmung.

Wir könnten doch-


 

,,Können wir nicht.“ Fiel Piccolo, dem aufgebrachten Yamcha ins Wort, der nur daran denken konnte, dass er selbst es hätte sein können,

der in dieser Raumkapsel saß und dem sicheren Tod entgegen flog,

während ihm niemand zur Hilfe kam.


 

Yamcha presste die Arme an den Körper und ballte seine Hände zu Fäusten.

,,Ach ja, Piccolo? Warum nicht? Er ist unser Freund!

Würdest du wollen, dass wir dich da draußen im Stich lassen?

Sag´ es mir, würdest du das ernsthaft wollen!?“ Rief Yamcha, aufgebracht.


 

,,Ja.“ Piccolos Antwort durchdrang den Raum, wie eine Rasierklinge.

Und der Tonfall seiner tiefen Stimme, ließ keinerlei Zweifel zu.

Alle sahen ihn, beklommen an.


 

,,Wenn ich wüsste, dass ich mich durch mein eigenes Verschulden,

in eine ausweglose Situation gebracht hätte und mein Leben nur noch durch eine

hirnverbrannte Kamikaze Aktion von euch, deren Ausgang schon im Vornherein als tödlich feststeht, gerettet werden könnte –

Ja. Dann würde ich wollen, dass gerade meine Freunde

ihre loyalen Ärsche da raus halten, damit ich nicht auch noch,

für deren Tod verantwortlich bin, sowie ich es es für meinen eigenen wäre.“

Piccolos Stimme war so trocken, wie der Wind,

der draußen kreischend um die Kuppeln des Palastes sauste.


 

Langsam senkte Yamcha seinen Blick wieder und ließ sich schließlich in

den Stuhl zurück sinken.

Frustriert fuhr er sich durch sein kurzes, schwarzes Haar und schüttelte

resigniert den Kopf.

Er empfand eine lähmende Hilflosigkeit.

Gohan war zu Piccolo getreten und legte ihm seine Hand auf die Schulter.

Der Namekianer reagierte zwar nicht sichtlich,

aber damit hatte der Halbsaiyajin auch nicht gerechnet.

Es reichte, dass er wusste, dass Piccolo seine Geste akzeptierte.

Son Gohan spürte, wie die breite Schulter unter seiner Hand,

von einem erleichterten Atemzug angehoben und, wieder gesenkt wurde.

Niemand sonst hatte dies bemerkt.


 

,,Was machen wir jetzt?“

Fragte Son Goten, nach einer weiteren Weile betretenen Schweigens.

Goten sah zuerst zu Trunks, als hätte er es nur von ihm wissen wollen,

bevor er schließlich hoffnungsvoll, in die Runde blickte.

Doch die Gesichter der Z-Fighter, hatten denselben fragenden Ausdruck angenommen, wie sein eigenes.

Dann sagte Son Gohan plötzlich etwas und Goten erschrak leicht.


 

,,Wir warten erst einmal, bis mein Vater und Vegeta aufgewacht sind und

ehrlich gesagt...

Gohan warf einen flüchtigen Blick, zu Piccolo.

Der Halbsaiyajin atmete einmal tief durch und brachte ein einigermaßen überzeugendes Lächeln zu Stande.


 

,,Ehrlich gesagt, glaube ich fest daran, dass wir es auch mit einem Kajin,

einem Aglaner und was sonst noch auf uns zu kommen wird,

aufnehmen können.

Hey! Schon vergessen?

Nappa,Raddiz und Vegeta,

Freezer, Cell, die Cyborgs, Super C Siebzehn, Bebi, Omega Shenron?

Seid wann, jammern wir uns denn bitte gegenseitig die Ohren voll und

baden in Selbstmitleid?

Glaubt mir.

Wir sind bis jetzt mit allem fertig geworden,

also werden wir den Teufel tun und uns

schon im Vornherein eine Niederlage einreden!

So weit kommt´s noch.“


 

Es war zwar nicht Son Gohans Art,

mitreißende Reden zu halten und er wünschte sich,

ihn hätte der Rhetorik - Kurs an der Uni, annähernd genug interessiert,

dass er sich dort noch ein zweites mal hingeschleppt hätte, aber

es schien ja trotzdessen, Wirkung zu zeigen.


 

,,Verdammt, ja!“

Rief Kuririn plötzlich aus.

,,Wir haben noch jedem außerirdischen,

geisteskranken Freak, der die Erde bedroht hat,

die Hölle heiß gemacht, Leute! Ein Vollfreak mehr oder weniger, wen stört´s!

Den kriegen wir auch noch klein!“ Kuririn, ballte die Hand zur Faust und

in seinen Augen blitzte es auf.

C18 fuhr sich, die Augen verdrehend, mit einer Hand durchs Haar,

kommentierte aber weder Son Gohans, noch Kuririns Worte.

Ein leichtes Schmunzeln umspielte sogar ihre Lippen.


 

,,Ja! Verlass´dich drauf!

Und immer schön dran denken:

Wenn Vegeta und Son Goku Schwierigkeiten haben sollten,

haben sie immer noch die Fusion! Ehehe! Yeah!

Dieser Kajin kann schon mal sein Testament malen.

Mit Möchtegern Feinden, machen wir kurzen Prozess. Nyhahaha!“

Rief Yamcha, der sich von Kuririns Begeisterung anstecken ließ

und sich durch Son Gohans Worten, mit einem mal wie ausgewechselt fühlte.

Dennoch. Irgendetwas in seinem Innersten hatte panische Angst

vor dem, was sie alle erwarten würde.


 

Piccolo hatte auf seine Weise versucht, den anderen Hoffnung

zu vermitteln.

Bulma hatte es mit ihrem technischen Wissen und auf ihre ganz eigene, aber

auch sehr komplizierte Weise, probiert.

Allerdings fehlte ihr selbst dann ein wenig der Glaube an den Plan den sie gehabt hatte und deshalb konnte Bulma auch den anderen keine Hoffnung machen.

Aber Son Gohan ...

Vielleicht lag es ein wenig daran, dass der Halbsaiyajin die irgendwie immer

lächelnden und mit Mut und Hoffnung überfluteten Augen,

seines Vaters hatte:

Aber diese wenigen Worte des Halbsaiyajin, hatten ihnen allen Mut gemacht und

Kraft gegeben.


 

Piccolo lächelte Son Gohan, der sich untypischer Weise etwas beschämt

an den Hinterkopf fasste, seltsam melancholisch an.

Yamcha und Kuririn nickten einander zu,

während Son Goten seinen Bruder, aufmerksam musterte.


 

<<...Hmmm...>>


 

Es fiel ihm normalerweise nicht besonders schwer, herauszufinden,

wann sein Bruder log und wann nicht.

Natürlich. Er kannte ihn ja auch schon, sein ganzes Leben lang.

Aber wie es aussah, hatte Gohan sich gerade sehr viel Mühe gegeben,

sich nicht in die Karten sehen zu lassen.

Oder aber, er meinte tatsächlich, was er gesagt hatte und glaubte daran,

dass sich alles zum Guten wenden würde.

Dennoch hegte Son Goten seine Zweifel.

Er wusste selbst nicht genau warum, aber er hatte ein

ungutes Gefühl.

Son Goten sah zu Trunks, dessen Mimik automatisch beim Anblick der dunklen,

unsicher blickenden Augen, seines besten Freundes, finsterer wurde.


 

<<...Sie haben alle recht. Es bringt nichts,

sich solche Sorgen zu machen.

Alles wird gut. Ja, Dad und Vegeta...

Dieses Auraabschirmungszeug...Alles wird gut.

Ganz bestimmt...

Mein Bruder hat recht...>>

Der schwarzhaarige Halbsaiyajin, erwiderte Trunks Lächeln.


 

,,Also. Sobald Vegeta und Goku wieder auf den Beinen sind,

besprechen wir alles weitere.“

Sagte Piccolo, abschließend.

Die anderen nickten, einstimmig.


 

Dende, der die ganze Zeit schweigend alles mitangehört hatte,

beauftragte nun Meister Popo ( Den Son Gohan unterwegs aufgelesen hatte,

als er Chichi gerettet hatte), allen ein Zimmer zuzuweisen.


 

Nach und nach verließen die Freunde nun,

den Raum der Dimensionen.

Zurück blieben, Piccolo und Son Gohan.

Jetzt war es der Namekianer, dessen Hand sich auf die Schulter des Halbsaiyajin, legte.


 

,,Du hast viel von mir gelernt, ,,Kleiner“.

Son Gohan wandte sich um, und sah zu Piccolo auf.

Er schmunzelte und zuckte die Achseln.

,,Natürlich. Bei dem Lehrmeister.“

,,Strategische Verschönerung einer so richtig schön beschissenen, Lage.

Hm. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass ich dir noch etwas anderes dazu beigebracht habe, oder?“

Gohan schloss kurz die Augen und grinste albern.

Belehrend, hob er seinen Zeigefinger.


 

,,Ach weißt du, dass mit dem „ Ich dreh euch eure blassen Hälse um und tapezier´ mit euren stinkenden Eingeweiden die Felsen, wenn ihr eure Hintern nicht in Bewegung setzt und das Geflenne bleiben lasst“ - kam mir in dem Moment dann doch ein wenig überzogen vor.

Sorry, Piccolo.

Ich habe mich zwar daran erinnert, aber ich wollte ja schließlich,

auch niemanden übermotivieren.“


 

Piccolo legte den Kopf schief und hob einen Mundwinkel,

zu einem Grinsen, an.


 

,,Vielleicht hast du recht.

Angstschweiß im Nacken, kann sehr unangenehm sein.

Selbst wenn er eigentlich

zur Motivation dient.“

,,Wem sagst du das...“


 

Beide fingen an zu lachen.


 

Aus Son Gohans Gesicht, wich dann plötzlich das Lachen, bis

es schlussendlich ganz erstarb. Der Halbsaiyajin

blickte zerstreut wirkend, zur Seite.


 

,,Son Gohan?“ Fragte Piccolo stirnrunzelnd.

,,Hm?“

,,Du solltest später, nach deinem Vater sehen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er dich und deinen

Bruder gerne sehen will, wenn er aufwacht.“

,,Ja. Mutter werde ich dasselbe vorschlagen,

sie wollte vorhin schon zu ihm, aber Dende meinte,

er würde noch Ruhe brauchen

und wäre ohnehin noch nicht aufgewacht.“


 

,,Ja. Klar. Chichi. Wie konnte ich die nur vergessen...“

<<...Wenn du ihr die Haare flammenförmig nach oben steckst,

so dass sie aussieht wie Vegeta, freut er sich vielleicht wirklich.

Man weiß ja nie...hab´ schon Pferde kotzen sehen...>>

,,Öhm. Piccolo?“ Riss Son Gohan, den Namekianer aus seinen

Gedanken.

,,Was? Ähm...

Nein, nein ...Ja, mein ich!

Mach das, mach´das.

Chichi, richtig.

Sie ist ja deine Mutter, also Gokus Frau und nicht Vegeta.

Pferde können kotzen.

Echt tolle Idee!

AHAHAHA...

Ächäm.“

Piccolo konnte spüren, wie sich seine Wangen

rot verfärbten.


 

<<...Das habe ich gerade nicht wirklich gesagt...Oh Mann... >>

Piccolo, starrte Son Gohan mit einem gekünstelten Grinsen, an.


 

,,Was denn für Pferde...Sag´ mal Piccolo, geht es dir nicht gut?“

Gohan hob eine Augenbraue und sah den Namekianer prüfend, an.


 

<<...Seltsam, ich hätte doch glatt ein

oder zwei meiner Körperteile darauf verwettet,

dass diese Frage kommen würde.

Weißt du Son Gohan, es ist nichts bestimmtes.

Ich weiß nur zufällig- aus erster Quelle- dass dein Vater

mit dem Prinzen gevögelt, es den beiden, so wie es aussah

auch noch tierischen Spaß gemacht hat und

sie es mit Sicherheit bei der nächsten Gelegenheit wiederholen werden.

Und nicht zu vergessen, dass ich mich gerade anhöre

als hätte ich nicht einmal die Baumschule abgeschlossen,

weil ich bestimmt nicht Derjenige sein will und werde,

der dir das alles auf die Nase binden wird!

...Es ist ohnehin schon schlimm genug,

dass ich jetzt den Rest meines Lebens

Der Namekianer der absolut alles gesehen hat, obwohl er gar nicht wollte!“- bleiben werde...>>


 

Piccolo nahm einen Gesichtsausdruck an, der irgendwo zwischen Verzweiflung

und lustigem Wahnsinn, lag.


 

,,Hm. Ich weiß nicht, aber irgendwie hörte sich das, was

du gerade gesagt hast für mich so an, als würde Vater,

meine Mutter nicht so gerne sehen wollen....“ Son Gohan lächelte verkrampft.

Mit einem seltsamen Ehrgeiz, musterte er Piccolo.


 

Der Namekianer, seufzte schwer.

Son Gohan beschloss, nach dieser Reaktion,

Piccolo lieber in Ruhe zu lassen.

Der Halbsaiyajin, zuckte mit den Achseln.

Was sollte es denn auch großartig zu bedeuten haben?

Es war nicht gerade das größte Geheimnis, dass Piccolo, Chichi

nicht leiden konnte.


 

,,Na ja. Ist ja auch nicht so wichtig.

Ich werde Dad nachher besuchen.

Ich bin schon gespannt, wie er reagieren wird, wenn er erfährt,

was in der Zwischenzeit alles geschehen ist.

Er wird sich große Sorgen um die Erde machen und

sofort aufbrechen wollen, denke ich.“


 

Piccolo sah Son Gohan eine Weile lang an und der Halbsaiyajin erwiderte

seinen Blick, noch immer lächelnd.


 

,,Tja, also ich werde dann jetzt erst einmal nach Pan sehen.

Ihr besorgtes Gesicht vorhin...

Ich will nicht, dass sie sich mehr Sorgen macht, als nötig und-


 

,,Du kennst mich Son Gohan.

Ich mag dich und deinen Vater.

Ihr beide, die Kleinen und Dende...ihr seid meine Familie.“

Unterbrach Piccolo ihn plötzlich und Son Gohan spürte,

wie sein Handgelenk ergriffen wurde,

als er sich gerade umwandte, um zu gehen.

Schweigend drehte er sich wieder um. Sein Gesicht

schien abwartend und besorgt.


 

,,Das...klingt nach einem Abschied, wenn du mich fragst.“ Sagte Gohan,

zögernd.

,,Piccolo, schätzt du unsere Lage wirklich so schlecht ein?“

Ohne zu antworten, entließ der Namekianer Son Gohan wieder, aus seinem

Griff und kehrte zu seiner Aussicht am Fenster, zurück.

Er wirkte etwas verloren, als er seinen Blick in die Ferne schweifen ließ.


 

,,Piccolo?“


 

,,...Die einzige Familie, die ich je hatte,

seitdem mein Vater mich auf diese Welt geschickt hat,

um alles und jeden hier auszulöschen und zu beherrschen.“

Piccolo atmete tief durch.

Dann lächelte er zynisch.

,,Son Gohan, dein Vater war der erste Mensch,

der mir das Gefühl gegeben hat, mehr zu sein,

als nur die Wiedergeburt des Oberteufels.

Ich war-

Piccolos Stimme schwankte kaum merklich,

dennoch konnte der Halbsaiyajin es wahrnehmen.

Gohan schwieg und hörte weiter zu.


 

,,Ich war verwirrt, nachdem er mich damals mit seiner letzten,

noch verbleibenden Kraft, besiegt hatte.

Als ich ihn auf mich nieder stürzen sah,

mit diesem unbändigen Willen in den Augen,

war das Gefühl gleich sterben zu müssen, plötzlich nicht mehr so schlimm.

Denn er hatte fair gewonnen und Kami, war das ein Kampf gewesen!

Ein Kampf Son Gohan, den ich so, nie wieder hatte erleben, dürfen.

Es war einer dieser Kämpfe, bei dem es dir scheiss egal ist,

ob du an dessen Ende ins Gras beißt, oder nicht.

Das Einzige was gezählt hat, war der Kampf selbst.

Alles andere, hatten wir zu diesem Zeitpunkt, völlig ausgeblendet.

Dieser eine Kampf, hätte jeden noch so schmerzvollen Tod,

gerechtfertigt.

Glaub´ mir Gohan, jeden.“ Piccolo schwang herum und als sein aufgewölbter

Umhang sich wieder legte, glomm in seinen Augen, jene unvergessene

Kampflust wieder auf, die er an diesem Tag des vierundzwanzigsten Turniers der Waffenlosenkampfkünste verspürt hatte.

Dann fuhr er fort.

,,Ich hatte weder Angst zu sterben, noch fühlte ich mich, wie ein Verlierer.

Es war, als hätte dieser zähe Bastard mich mit diesem Kampf,

wachgerüttelt.

Als hätte Son Goku mich aus dieser tiefen Dunkelheit befreit,

zu welcher mich mein eigener Vater, schon bevor ich geboren wurde,

verdammt hatte.

Ich war alleine.

Tag für Tag.

Ich hatte nur meine Gedanken und die Stimme in meinem Herzen,

die mir immer wieder sagte, dass ich mich für den Tod meines

Vaters an dessen „Mörder“ rächen müsse.


 

Aber so sehr ich versuchte, zu verstehen, welches Ziel dein Vater

wohl damit bezweckt haben könnte, mich im finalen Kampf am Ende des Turniers und nach allem was ich getan hatte, am Leben zu lassen und

mir sogar nach dem Kampf, noch eine magische Bohne zu geben,

fiel mir einfach kein Grund, ein.

Ich war der Sohn des Oberteufels.

Eine Gefahr für die Erde und die Menschheit, gewesen.

Ich hatte Gott mit einem Mafuba in eine Flasche gesperrt

und Goku die verdammte Seele aus dem Leib geprügelt,

bevor er ganz zum Schluss, doch noch siegen konnte.

Also stellte ich mir die Frage, warum er mich am Leben ließ.

Warum, hatte dein Vater nicht auf seine Freunde gehört und mich getötet.

Sogar Kami selbst wollte mich damals eigenhändig töten,

nachdem ich bewusstlos auf dem Boden gelegen hatte.

Doch Son Goku hat ihn davon abgehalten.

Gohan, dein Vater hat Gott davon abgehalten mich zu töten...


 

Und dann, sehr viel später erst, während einer meiner Meditationen,

hatte ich den Grund deines Vaters, dann plötzlich vor Augen.

Die Antwort war einfach da, als wäre sie es schon immer gewesen.


 

Son Goku hatte in mir etwas gefunden, von dem ich damals,

nicht einmal selbst etwas gewusst hatte.

Er sah etwas in mir, und glaubte an mich,

ohne einen Grund dafür zu haben, oder zu brauchen.

Son Goku vertraute seinem Gefühl und als ich alleine auf diesem gottverlassenen Berg saß, die Augen geschlossen hatte und diese klare, mir immer noch irgendwie fremde Luft der Erde, in meine Lungen sog,

wurde mir klar, dass er mich nicht besiegt,

sondern mich mit diesem Kampf den ich verloren hatte,

befreit und mir ein neues Leben geschenkt hatte.

Ein freies Leben, ohne den dunklen, mächtigen Schatten der Vergangenheit.

Es war die berühmte zweite Chance, Son Gohan.

Und ich wollte frei sein.

Ich wollte Leben!

Das war vorher nicht so, weißt du...

Vorher war es mir einfach nur egal, was mit mir passierte.

Weder hatte ich etwas zu verlieren, noch hätte es jemanden interessiert,

ob ich existiere, oder nicht.

Und das Son Gohan, ist das schlimmste was ich je empfunden habe.

Das zerstörerische Gefühl, dass ich alleine bin und bleiben werde,

für den Rest meines Lebens.

Allein, mit dem Fluch, bösartig zu sein.

Das Kind eines Dämonen, eines Oberteufels,

welches zu nichts anderem bestimmt war,

als auch ein Teufel zu werden und diese Boshaftigkeit weiter zu leben.

Böse sein. Der Oberteufel, sein.

Ich schulde deinem Vater etwas.

Ich schulde ihm alles. Ich folgte damals dann auch Raddiz, in der Hoffnung,

deinem Vater – auf welche Art auch immer- irgendwie helfen zu können.

Ich wollte es wieder gut machen und ich wusste,

dass ich zu diesem Zeitpunkt, die Chance dazu hatte.

Aber es kam wieder alles anders.

Ich lernte die wahre Bedeutung, menschlicher und

mir im Grunde unbekannter Gefühle kennen, die einen antreiben und

gleichzeitig aber auch, fertig machen können:


 

Vertrauen.

Angst.

Reue.

Verantwortung.

Freundschaft.


 

Ich vertraute deinem Vater.

Ich hatte Angst - verdammt das hatte ich wirklich- vor diesem Raddiz,

der sogar stärker war, als Son Goku und damit auch wie ich und am

meisten hatte ich Angst davor, dass er mir wieder nehmen könnte,

was Goku mir gerade erst zurückgegeben hatte. Mein Leben.

Denn ich wollte dieses Leben.

Und ich war bereit, an der Seite deines Vaters dafür zu kämpfen.

Für mich und für ihn. Für die Erde...

Für mein Leben und dafür, dass Son Goku

es mir nicht umsonst gerettet hatte.


 

Reue.

Ich bereute es Goku zu töten. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr.

Aber ich tat es trotzdem.

Kein anderer Ausweg, Son Gohan, kein Ausweg.

Auch nach noch so langem, alle Möglichkeiten abwog, und jede

erdenkliche und nicht erdenkliche Strategie im Kopf durchgegangen war,

musste ich beide töten. Ich musste es tun.


 

Verantwortung.

Ganz ehrlich?

Als kleiner Pimpf, warst du die Pest, Son Gohan. Die Pest!

...

Du hast Rotz und Wasser geflennt, nach Mammi und Pappi und einem

Dixi Klo geschrien. Ich war davon überzeugt,

dass ich dich wohl irgendwann meinen Nerven zuliebe, einfach

umbringen würde.

Na ja...am Anfang, jedenfalls.


 

Piccolo konnte Son Gohans breites Grinsen hinter seinem Rücken,

förmlich spüren.


 


 

Der Halbsaiyajin, machte eine wegwerfende Handbewegung.

,,Ach na ja.

Außer dieser Sache, als du mich dem Felsen entgegen

geschmettert hast, hast du dich damals recht gut zusammengerissen,

Piccolo. Ich bin heute noch stolz auf dich, dass du mich nicht doch noch umgebracht hast.“

Der Halbsaiyajin lachte.

Piccolo warf Son Gohan einen gespielt,

warnenden Blick zu und sein Mundwinkel, hob sich zu einem Lächeln an.

Dann richtete Piccolo seinen Blick, erneut aus dem Fenster.


 

...


 

,,Zunächst habe ich mich deiner angenommen, um die Erde vor den Saiyajin,

Nappa und Vegeta zu retten, damit ich mein Leben endlich leben konnte.

Dann, tat ich es, wegen deinem Vater.

Ich durfte nicht zulassen, dass er tot blieb, obgleich es ein würdevoller Tod

gewesen war ...

Nun, ich wollte an dir wieder gut machen, dass ich sein Leben nehmen musste, um Raddiz zu besiegen und unfähig war es auf andere Art zu schaffen,

oder Goku das Leben zu retten.

Was ich ja eigentlich gehofft hatte, selbst wenn meine Logik – und vor allem Raddiz

wahnsinnige Kampfkraft, meinem Verstand etwas anderes vorhergesagt hatte.


 

,,So habe ich das nie gesehen, Piccolo.“

,,Ja. Er auch nicht.“ Piccolo lachte leise, als er seinen Arm in den Umhang

wickelte und diesen, enger an sich zog.

,,Genau das ist es ja gerade, was deinen Vater ausmacht.

Er muss nicht abwägen, was gut und böse, falsch oder richtig ist.

Goku hat den Mut zu tun, was getan werden muss und stört sich

dabei weder daran, was jemand anderes sagt, noch wer sein Gegner ist.

Er sieht jeden an, ohne verzerrte Oberflächlichkeiten wahrzunehmen und

kann dir direkt ins Herz sehen. Vielleicht auch Durch dich hindurchsehen und

erkennt mit nur einem Blick, wer du wirklich bist.

Son Gohan, glaubst du Goku hätte Freezer getötet, wenn er geglaubt hätte,

dass die Eis-Echse einen guten Kern hat und er nicht dazu

gezwungen worden wäre?“


 

,,Ich... weiß nicht.

Das ist schwer. Freezer hatte Kuririn getötet.

Vegeta auch und sogar seinen Vater...Bardock.

Nicht zu vergessen auch alle anderen Saiyajin und Vegeta-sei...

Auch wenn Dad nicht viel mit seinem Heimatplaneten zu tun hatte,

ich glaube es hat ihn schon irgendwie getroffen...

Dad hat mir erzählt, dass er Freezer, Energie zum Überleben

gegeben hatte nachdem er ihn besiegt hatte.

Die Echse hat ihn aber kurz nachdem, wieder angegriffen.“


 

,,Das ist keine Antwort auf meine Frage

und das weißt du auch.“


 

...


 

,,Nein. Hätte er geglaubt, dass Freezer einen guten Kern gehabt hätte,

hätte er ihn auch dann nicht getötet, wenn Freezer ihn nochmal

angegriffen hätte.


 

,,Das sehe ich genauso. Und genau darum geht es.

Das ist der Grund, weshalb Son Goku das mächtigste Wesen im

Universum ist.

Es ist nicht sein Körper. Das hat man bei der Körperübernahme durch Captain Ginyu gesehen. Es ist nicht einmal seine immense Kampfkraft.

Es sind Son Gokus Geist und seine Seele, die nicht zulassen können,

dass das Böse irgendwo seine Wurzeln schlägt.

Er ist immer mit sich selbst im Reinen gewesen und hat stets an sich und

seine Fähigkeiten geglaubt.


 

...


 

,,Son Gohan...

Tust du mir einen Gefallen?“

,,Ähm. Ja?“

,,Erinnere dich an dieses Gespräch, wenn es soweit ist.“

,,Wenn was soweit ist? Sag´mal, ....wovon sprechen wir hier eigentlich gerade?

Kann es sein, dass du mir etwas verschweigst, Piccolo? Geht es um Dad?“

,,Gohan...Das wirst du selbst herausfinden müssen. Früher, oder später.“

,,Du verhältst dich ziemlich eigenartig, Piccolo.“

,,Und, Ist das was neues für dich?“


 

Son Gohan schloss für einen Moment die Augen und lächelte, als er sie wieder öffnete.


 

,,Nein. Eigentlich nicht.“

,,Eben. Also sei mir lieber dankbar, statt mich mit Fragen zu löchern,

die ich dir sowieso nicht beantworten werde.

Aber du solltest wissen, ich tue und sage selten etwas ohne Grund,

also ein bisschen mehr Vertrauen, wenn ich bitten darf.“

Gohans Blick nahm einen seltsamen Anflug von Wehmut an, als er

auf Piccolos Rücken sah.

Eine Moment verstrich, in welchem weder der Namekianer,

noch der Halbsaiyajin etwas sagten.

Piccolo sah noch immer aus dem Fenster.

Dann, nach weiteren stillschweigenden Minuten,

sah er halb über seine Schulter hinweg nach hinten,

ohne jedoch Son Gohan direkt anzusehen und sagte:


 

,,Du solltest dich jetzt ausruhen.

Es wird noch anstrengend genug w-


 

?


 

Piccolo erstarrte für einen kurzen Moment,

als sich ein warmer Körper an seinen Rücken schmiegte

und zwei Arme seine Brust von hinten umschmiegten.


 

,,...Gohan?...“


 

Son Gohan vergrub wortlos, sein Gesicht in dem violettfarbenen,

weichen Stoff, von Piccolos Oberteil.

Piccolos Körper entspannte sich, nach der ersten Überraschung

durch Son Gohans Verhalten langsam wieder, und als er die Augen schloss,

schob sich die Sonne hartnäckig durch einen dunkelgrauen Wolkenvorhang, welcher den Palast, in abstrakte regenbogenfarbene Schattierungen, tauchte.


 

Die Wärme der Sonne auf Piccolos Gesicht,

war jedoch in keinster Weise, mit der Wärme die

ihm der Halbsaiyajin gab,

zu vergleichen.


 


 

...


 


 

Son Goku schoss das Blut in den Kopf und er errötete tief,

ohne es verhindern zu können.

Vegeta hingegen wirkte blass und bemühte sich so sehr,

den Unterklassesaiyajin ausdruckslos anzusehen, dass es ihm alles andere als gelang.

Doch Son Goku war im Moment mehr damit beschäftigt,

seine Standard-Gesichtsfarbe wieder zu erlangen,

statt auf die, des Prinzen zu achten.

Goku hielt den Türknauf in der einen Hand und mit der anderen,

fuhr er sich unbeholfen, durchs Haar.

Dann wagte er einen Schritt, auf den Prinzen zu.

Vegeta, funkelte Son Goku durchdringend an.

Der Blick des Prinzen, wurde noch dunkler und sein Saiyajinschwanz

zog sich eng und schützend, um seine Taille.

Son Goku blieb stehen und sah den Prinzen mit weit aufgerissenen Augen und

einem verblüfften Gesichtsausdruck, an.


 

,,Ja, aber...

Kami! Vegeta du...du hast-

Fassungslos starrte Son Goku nun den nachgewachsenen

Saiyajinschwanz des Prinzen, an.


 

<<...Wie er mich ansieht. Abwertend...ja.

Abwertend!...>>


 

Vegeta musste aus diesem Zimmer raus.

Weg von Kakarott. Sofort.

Bevor dieser seinen Satz beenden und ihm vorwerfen konnte,

wieder versagt zu haben.

Bevor Son Goku ihn demütigen konnte.


 

<<...Raus hier... nur weg... weit weg!....>>


 

,,Nein Vegeta, warte! Vegeta, bitte!“

Son Goku rutschte aus; Stand wieder auf und hielt es

nach einer weiteren Landung auf dem, vom Duschen leicht

überfluteten Boden für besser, die kleine Distanz von sich zum Prinzen,

mit der momentanen Teleportation, hinter sich zu bringen.

Son Goku hätte es nicht beschreiben können,

aber als Vegeta ihm den Rücken zukehrte, fühlte

er sich für einen Augenblick so leer, dass es kaum zu ertragen war.

Einen zermürbenden Moment lang, glaubte der Unterklassesaiyajin sogar,

dass der Prinz sich jeden Moment vor seinen eigenen Augen auflösen

und vielleicht für immer hinter dieser Türe, verschwinden, könnte.

Ein Anflug von Panik, durchzuckte Son Gokus Herz und es überschlug sich in einem kurzen, krampfhaften Schlag.


 

Vegeta hielt die Luft an und in seinen Augen blitzte es abwehrend auf,

als der Jüngere, wie aus dem Nichts, plötzlich direkt vor ihm erschien.


 

<<...Will er mich demütigen; Mir damit beweisen,

dass ich schwächer bin und ich nicht gehen kann,

wenn er es nicht will?!

Will er es mir auf diese Art heimzahlen?!

Will er mich-


 

Son Goku sank zu Vegetas Füßen, langsam auf die Knie und

vergrub sein Gesicht, an Vegetas Bauch.

Jede einzelne Faser in Vegeta, erstarrte nun.


 

Mit erstickter Stimme und mit seiner Stirn, an Vegetas Bauchnabel gelehnt,

flüsterte Son Goku:


 

,,Ich will nicht, dass du mich hasst.

Nicht schon wieder...

Vegeta...

Bitte...tu´mir das nicht noch einmal an.

Bitte geh´ jetzt nicht, ja?...Ja? Bleib´, Vegeta,bitte...bleib´ bei mir.“


 

...


 


 

Wassertropfen liefen von Son Gokus Haarspitzen,

über dessen Gesicht, als er zu Vegeta aufsah.

Seine Wangen hatten sich fiebrig rot gefärbt und in seinen nachtschwarzen

Augen, glänzte eine unsichere Hilflosigkeit auf.

Es schien, als würde Son Gokus Blick, unter Vegetas eisig prüfenden Augen,

zerbrechen.


 

Vegeta stand ganz still da und sagte nichts,

während er Gokus Gesicht genau musterte und

dort nach Anzeichen einer Lüge, suchte; Nach Etwas, das ihm verriet,

dass er von dem Unterklassesaiyajin, hereingelegt und gerade

aufs tiefste erniedrigt und gedemütigt wurde.

Vegeta suchte nach einer Lüge, einem Verrat, einer Demütigung.

Schließlich konnte es ja immer noch sein, dass der Unterklassesaiyajin

sich gerade über ihn lustig machte, nicht wahr?

Ja, eine Art Rache! Nein, die perfekte Rache!

Vegetas Stolz war alles was ihm noch geblieben war und würde ihm dieser

genommen werden, wäre Vegeta nichts mehr.

Er wäre nichts weiter, als eine leere, ausgetrocknete Hülle,

die zur totalen Wertlosigkeit für alles und jeden, verkommen wäre.

Soweit durfte es niemals kommen.

Wie sollte er denn Son Goku vertrauen können?

Wie könnte Vegeta es jetzt noch wagen ihm zu vertrauen,

wenn er dadurch alles verlieren könnte?

Was, wenn diese gehässige Stimme in seinem Kopf recht behalten würde und

der Unterklassesaiyajin sich nur über ihn lustig machen wollte, weil Son Goku

sich nie im Leben mit jemandem einlassen würde,

der gegen Freezer versagt hatte; Gegen Cell; Gegen Boo...

Was dann?!

Was, wenn Kakarott genau so von ihm dachte und Vegeta nur hatte

flach legen wollen, um ihn irgendwann, wie ein uninteressant

gewordenes Spielzeug, wegzuwerfen?


 

<<...WAS DANN?!...>>


 

...


 


 

Aber...

Da war nichts. Nichts, außer Ehrlichkeit und Wärme.

Dieses samtene Leuchten, dass Vegeta schon immer in Son Gokus tiefen,

dunklen Augen gesehen hatte und in welchem er am liebsten ertrunken wäre.

Aber Lüge oder sogar Spott, war darin nicht zu erkennen.


 

Vegeta zuckte zusammen, als er Son Gokus Hand auf seiner Wange spürte,

während ihm die andere zärtlich, aber unsicher, durchs Haar fuhr.

Mit glasigen Augen, sah Kakarott den Prinzen nun leidend, an.


 

,,Vegeta. Bitte.

Ich weiß nicht, ob es etwas helfen wird, wenn ich mich für das,

was passiert ist entschuldige.

Aber ich wäre wohl ziemlich dumm,

wenn ich es nicht wenigstens versuchen würde, oder?

Ich weiß, ich hätte Naeves nicht hier her bringen dürfen.

Und Ich weiß, dass das alles hier, meine Schuld ist.“


 

,,W-Was...?“ Vegeta starrte Son Goku so fassungslos an, als

habe ihn gerade ein Eimer Eiswasser, aus dem Tiefschlaf geholt.


 

<<...Er fühlt sich schuldig?...>>


 


 

Son Goku kniff die Augen zusammen, biss die Zähne aufeinander

und machte ein Gesicht, als hätte er in eine sehr große und besonders saure,

Zitrone gebissen.

Über sich selbst frustriert, rieb er sich die Augen,

bevor er verzweifelt versuchte, wieder „normal“ zu wirken.

Goku hasste es, nicht zu wissen, was zu sagen, oder zu tun war.

Und dies passierte ihm öfter als ihm lieb war. Aber

hier ging es nicht darum, Chichis Launen zu besänftigen, oder einem

Fremden zu erklären, warum es sehr seltsam war, dass man in

einer Telefonzelle eine Karte einstecken musste, statt wie zu Hause,

einfach den Hörer abzuheben und die Nummer zu wählen,

um jemanden anrufen zu können.

Bei Kami. Allein die Tatsache, dass Son Goku gerade jetzt, an diese dämliche Telefongeschichte denken musste, die ihm in diesem Moment weder half noch

einen Sinn ergab, ärgerte Goku.

<<...Fisch...gegrillter Fisch und Tempura auf Reis....>>

,,Argh!“


 

Vegeta runzelte die Stirn, als sich Son Goku,

verzweifelt die Stirn massierte.


 

<<...Komm schon, konzentrier´dich...konzentrier´dich endlich!...>>

Son Gokus Gedanken schweiften einfach so ab und ihm rauchte der Kopf,

von all dem unwichtigen Zeug, dass ihm dann immer durch denn Kopf ging,

wenn er sich auf etwas bestimmtes konzetrieren wollte.


 

Goku seufzte.


 

Hier ging es um etwas bedeutendes.

Es ging um etwas, von dem Son Goku wusste,

dass er es nicht verlieren durfte.

Um keinen Preis der Welt!

Es ging um Vegeta...


 

Noch nie hatte es Son Goku gestört, er selbst sein zu müssen,

aber im Moment hätte er sogar liebend gerne mit Oolong getauscht - Nicht Mr. Satan, so verzweifelt war er noch nicht.

Aber um mit dem Formwandler zu tauschen, reichte es jetzt definitiv.


 

Vegeta zog die Augenbrauen, fragend zusammen.

<<...Was zur Hölle macht Kakarott da?...>>


 

Der mächtige Fels in Son Gokus Kehle, war nicht nur größer,

trockener und kantiger geworden, jetzt hatte Goku ihn tatsächlich

verschluckt und dieser Felsbrocken lag nun, als bleischweres Gewicht, in seinem Magen.

Es war einfach die Hölle.


 

Son Goku kannte Vegeta und er fürchtete sich vor dem Gedanken, dass

vielleicht nur ein einziges falsches Wort ausreichen könnte, um Vegeta für

immer zu verlieren.

Das Schweigen hielt schon ein wenig zu lange an und wurde langsam aber sicher, unangenehm.

Oder es kam Son Goku nur so vor, weil er gerade

in jeder unendlichen Sekunde, die quälend langsam verstrich,

mehrere Tode starb.

Jedenfalls konnte der jüngere Saiyajin seid zwei Minuten,

dem durchdringenden Blick Vegetas, nicht mehr stand halten.

Seine weichen Knie und Vegetas Blicke, waren eine äußerst

schlechte Kombination.

Goku, begann auf seinen Lippen zu kauen,

während der Prinz ihn noch immer stumm, musterte.

Dann schien Vegeta ein Fels vom Herz zu fallen, als er

schlussendlich, verstand.


 

,,Kakarott?“


 

Son Goku blinzelte überrascht und sah auf.


 

,,J-ja?“


 

Prima! Jedenfalls, hatte Vegeta schon mal etwas zu ihm gesagt, statt ihn

nur misstrauisch, anzufunkeln.

Sogar seinen Namen!

Moment.

War das nun gut, oder schlecht?


 

Vegetas Arme und das Laken, welches der Prinz festhielt,

schlangen sich um Son Gokus Hüften, als Vegeta sein Gesicht

an der Brust des Unterklassesaiyajin verbarg und

sich an ihn schmiegte.

Son Goku schloss, wie in einem Reflex,

seine Augen und atmete erleichtert aus.

Vegeta, hasste ihn also nicht.


 

<<...Oh Kami...danke.....danke, Dende...>>


 

Goku erwiderte die Umarmung und strich Vegeta sanft über den Rücken,

während er sein Gesicht, in das schwarze Haar des Prinzen tauchte und

ein beruhigtes Seufzen über seine Lippen glitt.

Es war erleichternd, für sie beide.

Vielmehr war es eine Erlösung und Offenbarung zugleich.

Diese kleine, unantastbare Vollkommenheit, zwischen den beiden,

würde weiter existieren und allein der Gedanke daran,

wenn er auch für Vegeta immer noch etwas Beängstigendes und zum Teil sogar Bedrohliches und Zerbrechliches an sich hatte, reichte im Moment aus,

dass beide Vollblutsaiyajin, ihre quälenden Gedanken vergessen konnten.

Jedenfalls im Moment.


 

Vegetas Hand fuhr sanft an Son Gokus Rücken,

bis zum Ansatz seines Saiyajinschwanzes, hinab.

Als der Unterklassesaiyajin unter dieser Berührung erzitterte und

ein ganz leises Wimmern von sich gab, verbarg Vegeta ein

zufriedenes Lächeln an der Brust des Jüngeren.


 

Dann jedoch, hörte der Prinz ein Geräusch,

dass die Stimmung irgendwie – Nun ja,

knickte.

Vegeta sah auf, direkt in das entschuldigend grinsende Gesicht Son Gokus,

dessen Wangen, einen deutlichen Rotschimmer bekamen.


 

,,Hunger, Baka?“

,,Ähm...Jep. War mein Magen. Du hast es gehört?“

,,Wer nicht.“

,,Entschuldige. Ich hatte ja jetzt eigentlich etwas

anderes vor, als zu Essen...“

Goku grinste und errötete noch mehr, über seine eigene Antwort.

Scheinbar wartete er jetzt darauf, ob der Prinz verstanden hatte,

was er mit „anderes“ gemeint haben könnte.

Son Goku wuschelte sich verlegen durchs Haar,

während er verlegen, auf den Boden starrte.


 

Vegeta verdrehte die Augen, weil sogar der unsensibelste Mensch,

mit den Sinnen einer verrosteten Bratpfanne,

den süßlichen Geruch der Erregung, welcher gerade von dem

Unterklassesaiyajin, im ganzen Raum verströhmt wurde, gerochen hätte.

Wenn schon nicht an dem Duft der Erregung, dann hätte man nur auf Son Gokus

Saiyajinschwanz, der suggestiv hinter seinem Rücken auf und -ab tänzelte,

sehen können, was dieser jetzt wollte.

Abgesehen davon, war es nun wirklich nicht schwer herauszufinden,

wofür Son Goku eine Mahlzeit verschieben würde.


 

Der Prinz schmunzelte, schlang seinen Saiyajinschwanz um Gokus Handgelenk,

wunderte sich wo dieses unverwechselbare Zeichen seiner eigenen Rasse, so plötzlich wieder hergekommen war und führte den Unterklassesaiyajin,

zum Bett.


 

Goku grinste.

Vegeta schien also verstanden zu haben.

Toll! Also verstanden sie sich wieder!

Sogar wenn es um schwierige – und wie er fand, versaute- Andeutungen

ging! Das war einfach nur himmlisch!

Son Goku, strahlte über das ganze Gesicht.

Ein wenig nervös und durch Vegetas weiches Fell, welches

sich um sein Handgelenk schmiegte noch mehr erregt, wartete er darauf,

dass der Prinz ... wenigstens noch atmen würde?

,,Ähm, Vegeta?...Hallo?“

Son Goku fiel nichts anderes ein,

als Vegeta mit dem Zeigefinger auf die Schulter zu

tippen.

,,Geta?“


 

Ruckartig drehte der Prinz sich, mit einem Satz um und starrte in völliger Fassungslosigkeit, auf seinen nagelneuen Saiyajinschwanz.


 

,,ABER?!“


 

Goku sah zunächst nicht weniger verblüfft aus, als Vegeta selbst.

Vegeta, starrte seinen eigenen Saiyajinschwanz jetzt

völlig entgeistert, an.


 

,,Kakarott! Siehst du das?!

SIEHST DU DAS?!

..Was zum...?!

Verdammt!

Kakarott!

Das ist-

KAKAROTT?

...KAMI!“


 

Goku grinste breit, als Vegeta immer wieder abwechselnd,

von seinem Schwanz zu ihm und wieder zurück auf seinen Saiyajinschwanz

blickte, während der Prinz perplex – aber sehr euphorisch-

vor sich hinzufluchen begann.

,,Verdammt! Mein Saiyajinschwanz! Er ist nachgewachsen! Kakarott! Verdammt!“

,,Ja, ich weiß. Ich habe es vorhin schon gesehen und-

,,BAKA, DU HAST WAS?!“

Son Goku winkte, beruhigend lächelnd, mit beiden Händen, ab.

,,Als ich es dir vorhin sagen wollte, bist du auf und davon

gestürmt.

,,Oh...“ Vegeta, murmelte irgendetwas unverständliches, das entweder „entschuldige“ , aber genauso gut „verzieh dich“ hätte bedeuten können.

Infrage kam beides.

Son Goku riskierte es allerdings lieber nicht, nochmal nachzufragen.


 

Vegeta hatte seinen Saiyajinschwanz wieder!

Den vollendeten Stolz, der saiyanischen Rasse!

Eine geschwungene, geschmeidige Schönheit!

Und er sah aus wie früher!

Eine Mischung aus Haselnussbraun, einem zarten,

kaum wahrnehmbaren Mahagonirot und einem goldenen Khaki

ergaben einen dichten, Vegetas Körpergröße entsprechend langen, Saiyajinschwanz, der eines Prinzen würdig war.

Die buschige, gleichmäßige Spitze des Schwanzes,

bildete die Vollendung dieser Perfektion.


 

Langsam aber sicher, machte Son Goku sich Sorgen,

ob Vegeta seinen Saiyajinschwanz heute – oder überhaupt irgendwann- wieder

loslassen würde.

Aber irgendwie reagierte der Jüngere selbst seltsam, auf Vegetas neuen Saiyajinschwanz.

Wahrscheinlich hätte er ihn jetzt am liebsten in seiner eigenen

Hand gehalten, statt zuzusehen, wie Vegeta dies tat.


 


 

,,...Hmmmmmmmmmmgnmmmmmmmm...“


 

Goku schluckte schwer.


 

Zu sehen, wie Vegeta über seinen Saiyajinschwanz strich,

mit seiner Hand darüber fuhr und diesen schließlich sogar aufreizend,

in Augenhöhe des Unterklassesaiyajin hin und her und auf und -ab schwingen ließ,

war beinahe zu viel für Son Goku.

Ihm wurde leicht schwindelig.

Goku spürte kleine, kribbelnde Stiche, im Lendenbereich und biss sich,

zusammenreißend, auf die Lippen.

Vegeta war unterdessen dazu übergegangen,

seinen Schwanz in die Höhe zu strecken und ihn wellenartig tänzeln zu lassen.


 

<<...Hin und- heeeer und hin....und heeer....und hin und- her...Hhhhhhhhhmmmm.....>>


 

Wie hypnotisiert, sah Son Goku , Vegeta dabei zu.

Sein Mund öffnete sich leicht, während er den Prinzen, mit seinen Augen auszog.

Oder gar schon mehr?


 

...


 

Weder konnte Son Goku sich von Vegetas Anblick lösen,

noch war er dazu in der Lage, den immer stärker werdenden Impuls zu unterdrücken, den Prinzen einfach zu Boden zu reißen und über ihn herzufallen.

Nur er und Vegeta und natürlich dieser weiche, bauschige,

langgestreckte, seidige Saiyajinschwanz, welcher Son Goku gerade den Rest gab.

Und das, auf so ziemlich jede, erdenkliche Art und Weise.


 

Im Kopf des Unterklassesaiyajin, ging etwas eigenartiges vor.

Der Geruch von Vegeta hatte sich verändert.

Nur ein wenig, aber der Effekt auf den jüngeren Saiyajin,

schien dafür um so größer geworden zu sein.

Son Goku schloss die Augen und sog verträumt den Geruch ein, den der

Prinz verströhmte.


 

<<...Wow...Was ist das nur?... Ich...Hhhhh...wow...Hhhhh...

uuuuhmmm ...>>


 

Son Goku hatte größte Mühe seine Augen offen zu halten,

und auch, sie zu schließen.

Moment mal, hatte er sie nun offen oder geschlossen?


 

<<...Hmmmm....mehrrrr...Getahhhh....“

,,Ghhhrrrr..eee.taah...“


 

Als Son Goku auf diese verzehrende Art seinen Namen stöhnte,

hielt Vegeta inne, drehte sich schmunzelnd zu ihm um und beobachtete

eine Weile genüsslich, welche Reaktion er bei Kakarott hervorgerufen hatte.

Allerdings schien Vegeta es nicht seltsam zu finden, wie Kakarott sich verhielt.


 

<<...Ah. Ich muss sagen, das ging schnell...>>


 

Vegeta umschloss mit seinem Saiyajinschwanz,

die Hüfte des Unterklassesaiyajin und zog ihn eng an sich heran.

Ein Grinsen kräuselte Vegetas Lippen, als er zu Goku hoch sah und

suggestiv murmelte:


 

,,Hmm. Wie es aussieht, erfüllt mein Saiyajinschwanz immer

noch dieselbe Aufgabe wie früher, oder wie siehst du das, mein Baka?“

,,Hm?“ Gokus Augen waren wieder geschlossen und ein amüsiertes,

beinahe weggetretenes Lächeln, lag auf seinen Lippen.


 

Jetzt, da Vegeta derart nah bei ihm war, war auch der Geruch des Prinzen stärker

geworden und Goku fühlte, wie ihm angenehm schwindelig wurde, als die warme Hand des Prinzen, ihm sein Haar aus der Stirn strich und dann hauchzart,

an seinem Hals entlang fuhr.


 

,,Getah.“

Hörte Son Goku sich flüstern, als er mit seinem Gesicht sehnsüchtig,

Vegetas Hand folgte.

Vegetas Hand verharrte und er sah dem Unterklassesaiyajin

in die halb geöffneten Augen.


 

,,Ich liebe dich so sehr...

Wenn du irgendwann vor mir davon läufst, werde ich dich nicht aufhalten...“


 

,,...“


 

,,Aber du wirst mich auch nicht aufhalten können, dir dann zu folgen,

und dich zurückzuhalten ...

Deine Haare sind

...weich Geta...sooo weich und...

ich liebe dich so sehr....Hh. “

Murmelte der Unterklassesaiyajin, zusammenhanglos.


 

Vegeta lächelte.

,,Wirklich?“ Fragte er leise und schrieb Son Gokus Geständnis, den

Pheromonen, ( sexuelle Lockstoffe) die sein Saiyajinschwanz

verströhmte, zu.

,,Hmhmmmmm...ja...so sehr...“ Ergänzte Son Goku, verträumt.


 

Nun gut...

Vielleicht hatte Vegeta ein klein wenig übertrieben,

als er an Goku getestet hatte, ob mit seinem Schwanz auch alle

damit verbunden Fähigkeiten, zu ihm zurück gekehrt waren.

Ob er sich wieder in einen Ouzarou verwandeln konnte,

konnte Vegeta jetzt und nicht ausprobieren.

Also blieb dem Prinzen gar nichts anderes übrig,

als Prioritäten zu setzten und das zu testen, was möglich war.


 

Der Prinz hatte seinen Saiyajinschwanz und damit die Fähigkeit wieder erlangt,

sich in einen Ouzarou zu verwandeln.

Doch das war nicht das Einzige.

Bei den Saiyajin war es so, dass sie noch eine zweite – mehr oder weniger „gefährliche“, Eigenart besaßen:

Neben der angeborenen Kampfkraft, dem unbrechbaren Willen und der Fähigkeit,

nachdem sie dem Tode nahe waren, noch stärker zu werden, nutzten sie

ihre Saiyajinschwänze, zur Verwirrung ihrer Gegner.

Mithilfe einer Drüse oberhalb der Schamleiste,

konnten die Saiyajin je nach Bedarf die Geruchsabsonderung,

also den Sexual-Lockstoff, absondern und – und das war das besondere

daran- sogar nach belieben regullieren.


 

Natürlich war diese Fähigkeit von Natur aus, eigentlich dazu gedacht,

den Saiyajin vor allem bei der Partnersuche zu helfen.

Das hieß nichts anderes als, wer nicht freiwillig der Unterlegene sein wollte, wurde eben betäubt ist so ein hartes Wort, ...hormonell von dem Stärkeren

gefügig gemacht?


 

...


 

Man könnte sagen, dass derselbe Grund dahinter steckte,

aus welchem Menschen sich Parfüm und ähnlicher, gut riechender Mittelchen bedienten, um den Wunschpartner damit auf sich aufmerksam zu machen und ihn im besten Fall für sich zu gewinnen.

Nur dass es bei den Saiyajin, sehr viel wirkungsvoller und intensiver ablief:

Saiyajin, mit niedriger Kampfkraft, konnten natürlich dieselbe Technik anwenden,

dennoch entschied trotzdessen der Stärkere Saiyajin darüber,

welcher der beiden, der Dominierende sein würde; Da dieser nämlich auch gleichzeitig den überzeugenderen Geruch hatte.

Dies war in zweierlei Hinsicht von Nutzen.

Erstens, konnte man in einem Kampf seinen Gegner damit verwirren,

indem man ihn sexuell „angriff“ und damit verwirrte und

zum Zweiten natürlich, um den eigentlichen Zweck zu erfüllen.

Einen passenden Partner zu finden und wenn nötig diesen zu beruhigen,

wenn der Auserwählte mit der Vereinigung mal „nicht ganz so einverstanden“

gewesen sein sollte. Wie gesagt. Saiyajinmethoden.


 

Vegeta wusste sehr gut, wie man diesen Lockstoff

am effektivsten einsetzten konnte und hatte es gerade an Kakarott getestet, der nicht einmal wusste, dass er eine solche Fähigkeit als Saiyajin,

selbst auch besaß. Den Saiyajinschwanz vorausgesetzt, versteht sich.


 

Vielleicht war es Son Goku gegenüber ein klein wenig unfair,

der ohnehin schon erregt genug gewesen war und den Vegeta

alles andere als vorher „betäuben“ musste, um ihn zu stimulieren.

Aber an wem sonst hätte Vegeta es ausprobieren sollen,

wenn nicht an Kakarott?

Na ja.

Allerdings musste der Prinz zugeben, dass dieser hilflose und leicht

verwirrte Ausdruck in Kakarotts Gesicht, ihm irgendwie gefiel...

Sehr sogar.


 

Vegeta hob das Laken auf, band es sich um die Hüfte und setzte sich

dann auf das Bett.

Son Goku folgte jeder Bewegung Vegetas, wie dessen Schatten.

Dann sank er schließlich zu den Füßen des Prinzen, auf die

Knie und vergrub seinen Kopf in dessen Schoß.


 

In sich hinein grinsend wartete Vegeta darauf,

dass die Wirkung seines Geruchs auf Kakarott langsam von dem Unterklassesaiyajin wieder ab ließ.

Während Vegeta seine Hände in ebenholzfarbenes Haar vergrub und

Gokus Kopf massierte, ließ der Prinz jede

einzelne Strähnen durch seine Finger gleiten.

Ein leises Stöhnen ging von dem Unterklassesaiyajin aus.


 

Goku umklammerte Vegetas Hüften und griff verkrampft in das Laken,

während Vegeta merkte, dass der Geruch des jüngeren Saiyajin sekündlich schwerer, süßlicher und erregter, zu werden schien.

Ein sinnesbetäubender Duft ging von Son Gokus

frisch geduschtem Körper aus, der sich nun mit Hitze und Verlangen,

mischte.

Vegeta konnte dieser Unschuld und der hingebungsvolle Lust des Jüngeren,

nicht mehr länger widerstehen und stöhnte erregt auf,

während er seine Finger in schwarzes Haar hinein tauchte.

Der Unterklassesaiyajin, presste sich eng an den Prinzen und bedeckte

dessen Körper, mit hektischen Küssen.

Moment...

Wie war das noch?

Vegeta machte sich Gedanken, wie fair es sein konnte,

die gerade wiedererlangten „Fähigkeiten“, seines Saiyajinschwanzes,

an Kakarott zu testen?

Pah!

Lächerlich.

Was der Unterklassesaiyajin gerade Vegeta, mit seinem Geruch, seiner Hitze, welche den Prinzen einhüllte und diesen tiefen, seufzenden, lustvollen Stöhnen antat, war mindestens genauso unfair.

...

Und dabei benutzte Son Goku nicht einmal das Zeichen seiner Rasse dazu.

Nein Kami, Goku schaffte es auch so Vegeta, innerhalb von Sekunden glauben zu lassen, er wäre dem Wahnsinn so nahe, wie die Sonne es dem Himmel war.

Vegeta, ließ schmunzelnd den Kopf zurück in das Kissen sinken und zog

den Unterklassesaiyajin sanft, an den Haaren mit sich.


 


 


 


 


 

Raumkapsel/Weltall...


 


 

Als Naeves aufwachte, war sein Körper wieder vollständig regeneriert.

Nur ein stechender Schmerz, war in seinem Kopf zurück geblieben.

Dennoch war dieser harmlos, im Vergleich zu den Schmerzen,

die er vorher gehabt hatte.

Naeves spürte eine Gänsehaut, über seinen gesamten Körper streichen.

Vorsichtig, versuchte der Aglaner sich aufzurichten und sein erster Blick fiel auf den jungen Kaioshin, der am Fußende des Bettes eingeschlafen war.

Er stützte sich auf seine Ellenbogen und betrachtete Kibito, ausdruckslos.

Wie ein plötzlicher Regenbruch, wurde sich Naeves dann, seiner Umgebung wieder bewusst.

Zweifelnd, sah er sich um und als er durch das kleine, viereckige Fenster zur linken seines Bettes, hinaus blickte, erkannte er die schwarze Dunkelheit des unendlichen Universums, durchbrochen von dem weiß-grellen aufleuchten der Sterne,

die an der Kapsel vorbei sausten und wie langgezogene, kleine

Blitze wirkten.

Das bedeutete also, dass sie wieder in einer Raumkapsel waren?

,,...Aber wie?“

Naeves sah wieder zu Kibito Kai.

Und dieses mal sah Kibito auch zu Naeves.

Langsam und mit unsicherem Blick richtete sich Kibito,

der gerade aufgewacht war, mit dem Oberkörper auf und sah

verängstigt, in blass violette Augen.


 

Das Geräusch der Sauerstoffapparate, schien

lauter geworden zu sein.

Eine betäubende Nervosität, gemischt mit einer fiebrigen Hitze und dem Gefühl krank zu sein, überkam beide.

,,Warum hast du das getan?“ Fragte Naeves, trocken.

,,Weil ich nicht anders konnte.“ Antwortete Kibito, ehrlich.

,,Du wirst es bereuen. Bitter bereuen.“

,,Ja. ...Ich weiß.“

Schweigend nahm Naeves, Kibitos Antwort zur Kenntnis und verließ daraufhin,

ebenso wortlos das Bett.

Als er im Türrahmen stand, wandte er sich jedoch noch einmal zu

dem jungen Kaioshin, der ihm hinterher geblickt hatte, um.


 

,,Du hast nicht die geringste Ahnung, wer hier vor dir steht.

Du glaubst nur mich zu lieben, aber in Wahrheit weißt du nichts von mir.

Nichts!

Ich bin nicht, wie einer deiner Heldenfreunde und nur weil ich

dir Abschaum mein Leben schulde, bist du selbst noch am leben.

Vergiss das nicht.


 

Kibito stand ruckartig auf, machte einen Schritt auf Naeves zu,

blieb aber dann dort stehen, wo er war.

Mit glasigen Augen und halb geöffnetem Mund, stand

der junge Kaioshin vor Naeves und schüttelte langsam den Kopf,

ohne jedoch den Blickkontakt zu dem Aglaner, zu unterbrechen.


 


 

,,Ich liebe dich, Naeves.

Ich liebe dich.

Ich liebe-


 

,,HÖR AUF!!!

HALT DEN MUND!!!

VERDAMMT!!!

HALT ENDLICH, DEINE VERDAMMTE KLAPPE!!!“

Fluchte Naeves und starrte abwertend und Zähne fletschend

zur Seite, auf den Boden.


 

,,Ich ertrage diese Scheisse nicht länger!

Kapierst du das?!

Ich ertrage diese verfluchte Liebesscheisse nicht und ich schwöre dir,

bei meinem Blut, dass ich dich töten werde, wenn du es jemals wieder wagen solltest, mir noch einmal diesen verlogenen Dreck, aufzutischen!“

Naeves ballte seine Hände noch fester zu Fäusten und kehrte Kibito

in einem wütenden Schwung, den Rücken zu.

Die Tür zersplott am Rand, als Naeves diese,

wutentbrannt ins Schloss warf.

Kibito Kai, blieb allein im Zimmer zurück.


 

...


 

Naeves stützte sich mit beiden Händen an den Fliesen

der kleinen Dusche ab, während heißes Wasser, in Strömen über seine

verheilten Wunden lief.

Als er die Augen schloss und dann nichts mehr hörte, außer seinem eigenen Herzschlag und das rauschende Wasser, das über seinen Körper lief,

erschien ihm Vegetas wutverzerrte Fratze und Son Goku,

der leblos in seinen Armen gelegen hatte, in seinen Gedanken.

Der Aglaner fuhr sich mit beiden Händen, erschöpft, durch die langen,

nassen Haare und hielt flehend, sein Gesicht in den Wasserstrahl.


 

<<...Dieser Prinzenbastard, hätte mich umbringen sollen...

Ja, er hätte mich töten sollen.

Dann wäre jetzt alles einfacher und leiser in meinem Kopf.

Ich müsste nicht mehr aufwachen und alles wäre endlich vorbei und still...

Ja, still...>>

Naeves grinste zynisch, während das Wasser auf ihn hinab prasselte.

Kibito Kai hatte ihn gerettet, in dem Wissen, dass Naeves ihn angelogen und ausgenutzt hatte.

Konnte denn jemand noch dümmer sein?!

War es möglich, dass dieser wertlose Kaioshin wirklich derart dumm war, dass er sogar sein eigenes, jämmerliches Leben für einen verfluchten Lügner, der ihn zudem wie Dreck behandelte, auf´s Spiel setzte und sogar

seine Freunde verriet?!

Der Aglaner keuchte, als er ein schmerzendes Ziehen in seiner Brust spürte.

Er verstand es nicht und verdammt, er wollte es auch nicht verstehen!

Was interessierte es ihn schon, warum und wieso der Kaiohshin ihm

geholfen und ihm gesagt hatte, dass er ihn lieben würde und

jetzt für ihn sein Leben weg warf?!

Es war doch wohl seine Sache!

Naeves, hatte Sex mit ihm gehabt.


 

<<...UND WAS?!

NICHTS ! VERDAMMT NOCHMAL !!!!

NICHTS WEITER, ALS SEX!!!!!...>>


 

Immer wieder hatte er Kibito gesagt, wie sehr er diesen hassen würde und

wie wenig ihn dessen nutzlose Liebe, interessierte.

Wieso beim Kajin, war Kibito denn dann immer noch bei ihm!?

Aus welchem Grund, nahm sich Naeves plötzlich selbst nicht mehr ab,

dass er Kibito Kai, bis auf´s Blut hasste und verachtete...

Kibito war ein Kaioshin.

Naeves hatte ihn zu hassen.

Wieso funktionierte das alles nicht mehr...


 

,,Warum ist er nur so...“


 

Naeves ließ sich in der Dusche auf die Knie sinken und senkte den Kopf.

Nasse Strähnen fielen ihm zu beiden Seiten, ins Gesicht.

Er war fasziniert und zum Teil sogar entsetzt,

als er den salzigen Geschmack von Tränen, auf den Lippen schmeckte.


 

<...Was ist das?...>>


 

Naeves erinnerte sich nicht mehr daran, wann er das letzte mal geweint hatte,

aber es war schon viele Jahre her.

Zu viele, um sich an den ziehenden Schmerz, an das hämmernde Herz in seiner Brust und an diese tiefe Traurigkeit, die einen von Innen

gnadenlos überwältigt, zu erinnern.

Das jetzt wieder zu fühlen, war nicht mehr und nicht weniger,

als eine weitere, tiefe Wunde, auch wenn man diese,

dieses Mal nicht sehen und Naeves es nicht schaffen würde,

sie einfach so wegzuregenererieren.


 

<<...Bardock....>> Hallte es plötzlich in Naeves Kopf wieder.

Schockiert wischte er sich über die Wangen und starrte auf seine Hände.

Doch das heiße Wasser, wusch jede Träne sofort wieder von seinen zitternden Fingern und ließ diese, strudelnd im Abfluss verschwinden.


 

Eine zeitlose Weile starrte Naeves blicklos in den Abfluss und sah dem dahin rinnenden Wasser zu, wie es sich zu einer fließenden Spirale formte und

schließlich verschwand.

Seine Sicht begann langsam zu verschwimmen und er hatte das Gefühl,

seinen Blick nicht mehr lösen zu können.


 

,,N-Naeves?“


 

Kibito stand mit dem Rücken zum Aglaner und sah zur Seite an die Wand,

jedoch nicht zu Naeves selbst.

Der Aglaner antwortete und rührte sich nicht.

Kibito presste die Lippen aufeinander und ließ das große,

schneeweiße Handtuch, welches er in Händen hielt,

durch seine Finger laufen.

Jetzt schien er ausschließlich mit gesenktem Blick,

zu dem Handtuch zu sprechen.


 

,,Hör zu, ich weiß nicht was uns erwarten wird und

du weißt es glaube ich, auch nicht.

Ich ähm...“


 

Kibito verdrehte das Handtuch in seinen Händen, bis das weiße, seiner Knöchel sich von dem Druck, unter seiner Haut hervor hob.

Der Mund des jungen Kaioshin, war trocken und ihm steckte ein schmerzender, kantiger Felsbrocken im Hals.

Es hatte ihn weit mehr, als nur Überwindung gekostet, das Bad zu betreten und Kibito war sich darüber im klaren, dass er vielleicht sogar mit dem Tod zu rechnen hatte, aber Naeves war jetzt bereits eineinhalb Stunden in der verdammten Dusche.

Nichts war von dem Aglaner zu hören gewesen.

Kein Geklapper der Schränke, kein Runterfallen eines Duschgels,

oder das metallische Scheppern der Duschtüre.

Nur das monotone Rauschen, von Wasser.

Kibito wusste, das irgendetwas nicht stimmen konnte,

denn er war nach einer war zum kleinen Bad des Raumschiffes

gegangen und hatte die Tür angestarrt.


 

Eine viertel Stunde später, hatte Kibito schließlich,

all seinen Mut zusammen genommen, und das Bad betreten.


 

,,Ich bin ein Kaioshin und deshalb ...deshalb

hasst du mich.“ Begann Kibito.

,,Vielleicht tust du das, sogar zu recht und ich habe nichts anderes verdient.

Aber, ich weiß viel zu wenig über meine eigene Vergangenheit und die meiner Ahnen, um für etwas zu büßen, von dem ich bis vor kurzem, nicht die geringste Ahnung hatte, findest du nicht?

Ich meine....was ich sagen will, ist dass...

Können wir uns nicht wenigstens hier im Raumschiff

vertragen?

W-wir müssen nicht reden und wenn du willst,

könnten wir ja Zeiten abmachen, wann der eine von uns schläft und

der andere wach ist, damit wir uns nicht über den Weg laufen.

Ja und-

Ich-

Ähm...Ich könnte auch noch-


 

?


 

Kibitos Augen weiteten sich.

Sein Herz setzte aus und sein Atem stand still.

Arme schlangen sich von hinten um seine Brust.

Eine heiße Wange legte sich auf die seine und

nasses, silbernes Haar, mischte sich mit dem Kibito Kais.


 


 

,,Keine Liebe.“

,,...Ich....“

,,Sag es. Ich will, dass du es aussprichst.“

,,K-keine Liebe...“ Kibito hätte alles gesagt,

was Naeves verlangte. Absolut alles.

,,Keine...Liebe.“ Wiederholte er.


 

Naeves ließ das Handtuch von seinen Hüften gleiten und

drehte Kibito an dessen Kinn, zu sich um.


Hier geht es weiter...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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