Teil 15


 

Ruhe vor dem Sturm


 


 


 

Kamis Palast...


 


 

Ein unnatürlich blauer Himmel, nur hin und wieder durchbrochen von ein paar kleinen, weißen Wolken, die sich von einem tiefen Ozeanblau abhoben,

erstrahlte über Kamis Palast.

Schmetterlinge umflatterten die links und rechts liegenden, lang gestreckten Blumenbeete, welche den Eingang flankierten.

Eine seltsame, bedrückende Atmosphäre, lag in der Luft.

Wie bei einem Gewitter, kurz bevor sich der Himmel zu einem dunkelgrünen Schwarz verfärbte und der erste Blitz, den darauf folgenden Sturm,

einleiten würde.

Es war eine schreiende Stille, die sich verhängnisvoll über allem auszubreiten schien.


 

Trunks, Son Goten, Piccolo und Dende hatten sich draußen,

auf der Plattform zu Kamis Palast versammelt,

nachdem Kibito Kai sich plötzlich weg teleportiert hatte.


 

Dende war gerade dabei, den beiden Halbsaiyajin und Piccolo zu erklären,

was es mit Naeves und dessen Plan auf sich hatte, als Son Gotens Aufschrei,

ihm das Wort abschnitt.


 

,,DAD!?!“


 

Blankes Entsetzen lag in den Augen des Halbsaiyajin.

Fassungslos hob er die Hand vor den Mund, als er auf das absurde Bild, welches sich ihm nun darbot, blickte.

Über Dendes Schulter hinweg, starrte Son Goten auf seinen Vater,

der bewusstlos und blutend, in Naeves Armen hing.

Daneben stand ein leichenblasser Kibito Kai,

der am ganzen Körper zitterte und

ängstlich, zu Son Goten und den anderen hinüber sah.


 

,,Scheisse.“

Piccolo, ging sofort in Kampfstellung.


 

Trunks und Son Goten wechselten einen kurzen Blick,

nickten einander zu und taten es dem Namekianer dann gleich.

Beide wussten jetzt, nachdem Dende ihnen von Naeves kleinen Plan erzählt hatte,

dass der Aglaner sie hereingelegt hatte, um an die Senzus zu kommen.


 

,,Damit hast du die Drecksackskala echt gesprengt, du Arschloch!“

Fluchte Son Goten wütend.

Dann rückte er näher zu Trunks und stellte seinen Fuß direkt neben den,

des jungen Prinzen, während er seine Kampfstellung festigte.

Ein Knurren vibrierte zornig, in Son Gotens Kehle und Trunks

konnte dessen Wut, wie eine Art offengelegte Hochspannungsleitung,

neben sich pulsieren, spüren.


 

,,Lass´ Son Goku los. Sofort.“

Zischte Piccolo und dachte darüber nach, von welcher Seite er,

Naeves am effektivsten angreifen könnte, ohne den Palast großartig zu beschädigen, oder jemanden unnötig, in Gefahr zu bringen.


 

Plötzlich sahen sich alle verdutzt an.


 

...


 

,,Spürt ihr das?...

Spürt ihr das auch !?“ Rief Trunks plötzlich.

Seine Stimme klang nervös, aber auch seltsam erleichtert.

Trunks sah aus, als hätte er einen fürchterlichen Migräneanfall.

Sein Gesicht war blass und seine lavendelfarbenen Augen,

blickten verkniffen starr geradeaus, als hätte er gerade seinen Blick nach innen gekehrt, um seine Umgebung und deren Energiestrom,

besser erfühlen zu können.


 

Piccolo hob den Kopf und blickte konzentriert nach oben.

Auch Son Goten und Dende sahen nun stirnrunzelnd, auf.


 

,,Vegetas Aura.“ Flüsterte Piccolo vorahnend und war mehr als erstaunt darüber,

dass er das Ki des Prinzen, wie eine energetische Entladung, ein Blitz,

sogar auf seiner Haut, spüren konnte.


 

,,Was für eine Energie...wie ist das möglich?“

Fragte Piccolo mehr sich selbst, als die anderen.

,,Dad? Wow. Das ist...“ Begann Trunks.

,,Fast schon beängstigend.“ Ergänzte Son Goten, den Satz.


 

Naeves rümpfte die Nase und biss die Zähne aufeinander.


 

<<...Was zur Hölle?

Dieser Prinzenbastard. Das kann nicht sein? Das ...

verdammt! Das darf nicht sein!...>>


 

Mit gehetzten Blicken, suchte der Aglaner den Himmel nach Vegeta ab,

während sich sein Griff um Gokus Brust festigte und seine Fingernägel sich dort,

in die Haut des Unterklassesaiyajin, bohrten.


 

Vegetas Aura, näherte sich in einer erbarmungslosen

Geschwindigkeit, dem Palast.

Naeves´ Augen fixierten nun die, des Namekianers.

Er hielt Son Goku fest, als hinge sein Leben davon ab.

Mit dem ihm noch verbleibenden Kalkül, begann Naeves,

seine Lage gedanklich einzuschätzen.

Die anderen wären vielleicht kein großartiges Problem

für Naeves gewesen, aber Piccolo war definitiv eines.

Naeves konnte sich regenerieren und bis er Piccolo genügend Gliedmaßen abgerissen haben würde, bis sich der große gewachsene Namekianer

endlich töten ließ, würde es ewig dauern.

Und wenn sie ihn alle gleichzeitig angreifen würden – Aussichtslos.

Vollkommen aussichtslos.

Naeves Augen formten sich zu kleinen, blitzenden Furchen

unter denen seine blassvioletten Augen hervorquollen,

wie stumpfe Messer.


 

<<...Verdammt. Ich wusste, dass der Grünling mir irgendwann noch mal Schwierigkeiten machen wird.

Ich habe keine Zeit mir etwas einfallen zu lassen!

Dieser Möchtegernprinz wird jeden Augenblick hier sein und so,

wie ich dass sehe, habe ich im Moment nicht die geringste Chance,

gegen diesen Bastard.

Dieses Ki!

Verflucht.

Woher nimmt der Hund, nur diese Kraft!?

...Dreck!

Verdammter Dreck!...>>


 

Blut rann aus Naeves Mundwinkel, als er sich voller Wut und Verzweiflung,

in die Unterlippe biss.

Kalter Schweiß rann dem Aglaner von der Stirn und sein Herz schien jeden Augenblick in seiner Brust zu zerplatzen.

Naeves Halsschlagader trat wild pumpend, unter seiner Haut hervor.


 

Währenddessen, musterte Kibitos flackernde Blicke, Naeves.

,,D- Du hast mich belogen, nicht wahr?

Du hast gesagt, Vegeta hätte ihn angegriffen.

D-du Lügner...“ Flüsterte Kibito bitter und mit gebrochener Stimme.

Naeves sah den jungen Kai nicht einmal an.

Stattdessen kräuselte ein abschätzendes Grinsen,

seine Lippen.

,,Ach. Interessant. Du tust ja gerade so,

als wär dir das vorher nicht klar gewesen, Kaioshin.“

Spottete Naeves.

Sein Grinsen wurde breiter, als Kibito, kaum hatte der Aglaner den Satz beendet,

neben ihm erstarrte, ohne zu Widersprechen.


 

,,Ich...“ Kibito starrte blicklos zu Boden.

Es war, als würde er ersticken.

Als würde ein starker Wind wehen und ihm derart ins Gesicht peitschen,

dass jeglicher Versuch Luft zu holen, vergebens war.

Kibitos Magen sackte tiefer und vor seinen Augen,

verblassten alle Farben.


 

<<...Nein, ich wollte das nicht.

Das alles hier, wollte ich nicht...>>

Kibito ließ seinen Blick langsam wieder zu Naeves gleiten, welcher

ihn mit einem düsteren Schmunzeln empfing.


 

,,Ohhh. Ist deine kleine, heile Welt etwa gerade über dir zusammen gebrochen Kibito, hm?

Sag mir, wie fühlt es sich an?

Na los, ich bin neugierig, tut es weh?

Tut es das?

Du hättest wissen müssen, das dies eines Tages passieren wird.

Heile Welten existieren nun mal nicht. Nirgends.

Es wurde verdammt nochmal höchste Zeit, dass du das endlich lernst, Kaioshin.

Eine Lektion, die mehr als überfällig war.


 

Kibito sank kraftlos, zu Boden.


 

<<...Nein...>>


 

Kibitos zitternde Hände, griffen in sein langes Haar und

er begann abgehackt zu atmen.

<<...Mir ist...so schlecht...

Mir ist...so schlecht.

Bitte.... mir ist so unglaublich schlecht....>>


 

Kibito übergab sich und hörte Naeves widerlich klingendes Lachen,

während ihm die Magensäure, die Speiseröhre veräzte und sein Magen sich krampfhaft entleerte, bis ihm der Atem ausging und er davon überzeugt war, sterben zu müssen.

Kibito stand kalter Schweiß auf der Stirn und während er sich auf

Knien gekrümmt den Bauch hielt, liefen ihm brennende Tränen,

über das Gesicht.

Einzelne, nasse Haarsträhnen, klebten auf seiner fiebrigen Haut.

Der junge Kaioshin, konnte einfach nicht mehr.


 


 

Plötzlich zuckten alle zusammen und ihre Blicke schossen zu einem Punkt am Himmel hinauf.


 

,,VEGETA!“ Schrie Piccolo und Naeves Lachen wich einem verzerrten,

überraschten, Gesichtsausdruck, als sein Kopf zum Himmel ruckte.

Bevor sie darüber nachdenken konnten was sie taten, warfen sich alle zu Boden,

als hätte ihnen jemand die Füßen weg gerissen.


 

Blitze durchzuckten die Luft und dunkelgrüne Wolken,

schluckten das Tageslicht.


 

,,GGGGRRRRRROOOAAAAAAAAAAH!“

Durchbrach eine donnernde, wutverzerrte Stimme,

die eingetretene Totenstille.

Vegetas Energieattacke, die einen halben Meter vor Naeves, Son

Goku und Kibito einschlug, wurde von dem zerreißenden Kampfschrei

des Prinzen, begleitet.

Um Vegeta herum, flimmerte die Luft vor Hitze.

Im Umkreis von einigen Metern, schien die Aura des Prinzen,

alles zu verbrennen.

Ein Vogel streifte Vegetas Energie und stürzte nach einem kurzen Todeskampf,

leblos dem Erdboden entgegen und zerfiel qualmend zu Staub und Asche.


 

Seltsam war nur, dass außer dem Flirren der Luft und der,

sogar knisternd, hörbaren Energie des Prinzen, nichts darauf hin zu deuten schien,

dass er sich in eine der Saiyajinstufen verwandelt hätte.

Vegetas Haar war noch immer mahagoniefarben und seine Augen hatten das gleiche, granitfarbene Glühen, wie zuvor.

Der Prinz befand sich äußerlich im ,,Normalzustand“,

aber Vegeta besaß die spürbare Energie, eines...

Die Aura eines...


 

!?


 

Alle starrten den Prinzen, an.

Vegeta ließ sich nun langsam zum Palast hinunter.

Seine nachtschwarzen Augen, warfen Naeves einen flammenden

Blick zu.

Vegetas Gesicht sah abgelenkt und konzentriert zugleich aus,

während sein düsteres Grinsen, wie ein Aufschrei wirkte.

Der Prinz, schien alles um sich herum zu ignorieren und fixierte

weiterhin Naeves, welcher sich gerade von Son Gokus bewusstlosen Körper,

wieder aufrappelte.

Ein Bild, das Vegeta wie ein Blitzschlag durchfuhr und seinem immensen Zorn,

nur noch mehr Nahrung gab.


 

Der Prinz blieb stehen und während seine Energie ihn, in goldenen Flammen einhüllte, schweifte sein Blick von Naeves langsam hinüber, zu Son Goku.

Vegetas Augenbrauen zogen sich bedrohlich zusammen und sein Auge

zuckte warnend.


 

Gokus Kopf ruhte leblos, an Naeves Schulter.

Der Aglaner umfasste mit beiden Armen,

den halb entblößten Oberkörper, des Unterklassesaiyajin.

Denn nur noch Reste seines Gi´s, klebten Blutgetränkt und schwer,

auf seiner nackten Haut.

Blut floss aus Gokus Wunden und bildete kleine Rinnsale,

auf Naeves Armen und Händen.


 

Vegeta schluckte schwer und atmete tief und zittrig ein.

Dann stieg ihm der vertraute, angenehme Geruch Son Gokus,

in die Nase.

Der Duft von Natur, Freiheit und von nackter Haut,

die von der Sonne gewärmt wurde.

Allerdings war dies nicht das Einzige.

Ebenso drang Vegeta nun, der Gestank verbrannten Fleisches und geronnenen Blutes, der penetrante Gestank von Tod, in die Nase.


 

Kakarotts Kopf an Naeves Schulter.

Kakarotts Körper in Naeves Armen.

Kakarotts Saiyajinblut, an den schmutzigen Händen des Aglaners.


 

Langsam, ging Vegeta auf den Aglaner zu.

Mit jedem Schritt den er tat, ließ der Prinz sein Ki aufflammen und

sein Grinsen, wurde tödlich.


 

,,D-dad...“ Vegeta hatte es sicher gehört,

obgleich Trunks´ Stimme, sehr leise war.

Dennoch schien alles um den Saiyajinprinzen herum, weit weg und

beinahe nicht mehr wirklich da zu sein.


 

Naeves stolperte einige Schritte vor Vegeta zurück und ließ Son Goku, los.

Dann verlor er das Gleichgewicht und fiel hin.

Sich auf seine Ellenbogen abstützend,

starrte er den Prinzen, mit einer Mischung aus

Angst und lähmender Fassungslosigkeit, an

Der Aglaner, konnte sich nicht mehr rühren.

Die Trockenheit in Naeves Kehle, wurde unerträglich.

Währenddessen hatte sich Dende im großen Bogen und auf allen Vieren,

zu Son Goku heran geschlichen.


 

<<...Wie? Wie hat Naeves nur...>>


 

Dende riss sich zusammen, schüttelte seine verworrenen Gedanken

mit einem Kopfschütteln ab.

Er begann seine Hände über Son Gokus Brust,

auszubreiten.

Dann schloss Kami die Augen und konzentrierte sich.

Dendes heilende Hände, schienen schon nach den ersten Sekunden,

ganz langsam, ihre Wirkung zu zeigen.

Goldgelbes Licht, begann Son Goku einzuhüllen.


 

Vegeta schien selbst davon, kaum Notiz zu nehmen.

Aber seine Saiyajinsinne registrierten zweifellos jede Kleinigkeit,

die um ihn herum geschah.

Dennoch. Alles was jetzt für ihn zählte, war Vergeltung.

Rache für das schneidende Gefühl der Hilflosigkeit,

als er Kakarott blutüberströmt, in seinen Armen gehalten hatte, und

der Prinz unfähig gewesen war, es zu verhindern.


 

<<...Hilflos...>>


 

Naeves würde jetzt bitter dafür bezahlen, dass Vegeta wieder einmal,

von seinen dunkelsten Ängsten eingeholt worden war und sich schwach,

klein und verletzlich fühlte.

Naeves würde dafür bluten.


 

<<...10.000XXXenon...

Ich kann mich nicht verwandeln.

10.000 Xenon-

Ich- konnte ihn...nicht ...beschützen ...Kakarott...>>


 

,,TRUNKS, SON GOTEN!

WEG VON VEGETA!!!“ Schrie Piccolo plötzlich,

als Trunks aufgestanden war, um zu Vegeta zu gehen und Son Goten ihm folgte.


 

Als hätten die beiden Halbsaiyajin, die Worte zwar gehört,

aber deren Sinn nicht verstanden, drehten sie sich mit ungläubigen Blicken,

zu dem Namekianer um.


 

,,Piccolo? Aber-

Weiter sollte Trunks nicht kommen.


 

,, WEG VON VEGETA, VERDAMMT!

HABT IHR MICH VERSTANDEN! SOFORT!“

Piccolos Stimme, klang drohend und besorgt zugleich.


 

Der Prinz konnte es fühlen-

Die Energie, die sich jetzt in ihm freizusetzen begann.

Diese Macht....


 

Während Naeves immer weiter zurückwich, trat der Prinz mit einem matten Ausdruck in den Augen und mit schmal zusammen gezogenen Lippen, immer näher heran.

Für einen endlosen Augenblick sah der Aglaner,

wie das Grinsen auf Vegetas Gesicht breiter wurde, bevor es dann plötzlich

ganz aus seinem Gesicht verschwand.

Der Prinz, schoss auf Naeves zu.


 

Der Aglaner, hatte keine Chance, zu reagieren,

denn Vegeta ließ ihm keine Zeit, dazu.

Wie ein Sturm, bestehend aus dem Blau des Gi´s und dem schwarzen Mahaghoni

von Vegetas Haar, verschwand der Prinz vor Naeves Augen,

und tauchte direkt vor dem Aglaner wieder auf.

Vegeta, zog den Aglaner mit einer Hand an dessen Kehle hoch und

drückte erbarmungslos zu, während er jedoch darauf achtete,

dass Naeves das Bewusstsein nicht allzu früh verlor...


 

Mit ausdruckslosen Augen, beobachtete der Prinz,

jeden kläglichen Versuch des Aglaners sich zu befreien, mit einem

befriedigten und eiskalten Lächeln auf den schmal verzogenen, Lippen.

Ein weiteres Grinsen.

Dann ließ Vegeta, Naeves plötzlich fallen.


 

Der Aglaner stieß einen erbarmungswürdigen, elenden Schrei aus,

bevor Vegeta ihm sein Knie in den Magen rammte und Naeves

als dieser sich zusammenkrümmte, den Ellenbogen in den Nacken trieb.

Kurz bevor Naeves auf dem Boden aufschlug,

sah er Vegetas Faust auf sein Gesicht zuschnellen.

Ein hautfarbenes Aufflackern vor seinen Augen, weiter nichts.

Dann zerstörte Naeves Körper, eine der Nebenkuppeln des Hauptgebäudes und

der Aglaner, wurde unter dessen zusammenstürzenden Schutt, begraben.


 

Vegeta wartete bereits auf Naeves, als dies geschehen war und schoss dann,

während die Steine noch fielen und der Rauch sich pilzförmig nach oben wölbte,

in die Luft.

Dann stoppte Vegeta ruckartig und machte das Ki des Aglaners auf den Punkt genau aus und ließ Salven von kurz aufeinanderfolgenden Ki-Blasts auf den Haufen Metall, Stein und Geröll hinabregnen und dem der Aglaner begraben war.


 

Schwarzer Rauch, durchbrochen vom grellen Licht, verrußte die Luft und ein fürchterliches Donnern, durchschlug die Stille.


 

Piccolo, der wusste, dass jeder Versuch den Prinzen jetzt aufzuhalten,

wahrscheinlich tödlich geendet hätte, war mit Trunks und Son Goten,

zu Son Goku, hinüber gerannt.


 

Der sicherste Fleck auf Erden, war im Moment genau an der Seite

des Mannes, der überhaupt erst Vegetas Ausbruch ausgelöst zu haben schien.

Genauso, wie der Namekianer wusste, dass Kamis Palast, wahrscheinlich schon Geschichte gewesen wäre, wenn Son Goku nicht dort gewesen wäre, war ihm

diese Tatsache klar.

Denn selbst wenn es jetzt so aussah, als wären Vegetas Angriffe eine Art zwingender, mechanischer Ablauf, seiner unkontrollierten Wut, so

hatte der Prinz bei allen seinen Attacken darauf geachtet,

dass nicht einmal ein einzelner Funken, den Unterklassesaiyajin hätte streifen können.

Ebensowenig, wie Trunks Son Goten, Dende und Piccolo selbst.

Doch der Namekianer in ihm riet Piccolo, dennoch zur Vorsicht.

Denn so hatte er den Prinzen noch nie erlebt. So hatte Vegeta noch

niemals jemand erlebt.


 

Piccolo fuhr sich erschöpft über seine schweißnasse, Stirn.

<<...Kami. Ich bin definitiv zu alt, für diese Scheisse...>>

Dende sah mitleidig zu Piccolo und schenkte ihm den Versuch eines Lächelns,

während er sich bemühte, Son Goku weiter zu heilen.

Vegeta feuerte unablässig und mit einer beinahe schon

perversen Freude, weiter Ki – Blasts, auf den Aglaner ab,

als das tiefe Grollen von zu Staub zerberstenden Steinen, erklang.


 

Trunks, ließ sich neben Son Goku auf die Knie sinken und

ballte die Hände auf seinem Schoß, zu Fäusten.

Der junge Prinz ließ sein Kinn auf die Brust sinken und schloss

verbittert die Augen.


 

,,Es tut mir Leid, Dende. Ich weiß nicht, was ich...

Vater ist -

Trunks wusste selbst nicht genau, was er sagen wollte.

Aber er fühlte, dass er etwas sagen musste.

Etwas entschuldigendes?


 

,,Dein Vater ist was, Trunks? Irre? Cholerisch? Ein arrogantes Arschloch,

mit einem überdimensionalen Ego, das dass geschätzte Fassungsvermögen,

des Universums besitzt?

Trunks.

Das ist nichts Neues, also hör´ auf dich zu entschuldigen.“


 

Der violettlfarbene Schopf ruckte hoch und Trunks sah eine Mischung aus Belustigung und Resignation, in den Augen des Namekianers.


 

,,Der Einzige, der sich hier Sorgen machen muss, ist Vegeta.

Weil ich ihn nämlich höchstpersönlich kastrieren werde,

wenn er noch einen einzigen Stein des Palastes zerstört!“ Ergänzte der einstige Oberteufel.


 

Trunks lächelte leicht, als Piccolo ihm daraufhin,

knapp grinsend, zunickte.

Es war nur eine kleine Geste, aber der junge Prinz nahm

sie erleichtert und dankbar entgegen.

Genauso wie es dem Namekianer etwas half, sich nicht völlig nutzlos zu

fühlen und nur dazu verdammt zu sein, zuzusehen und abzuwarten.


 

Trunks erschrak, leicht, als Son Goten seine Arme von hinten,

um ihn legte.

Zunächst etwas irritiert, legte er seine Hand auf Gotens Arm und sah zur Seite,

um in die Augen des schwarzhaarigen Halbsaiyajin, zu sehen.

,,Ich würde dasselbe tun, wie dein Dad,

wenn dich jemand so zugerichtet hätte.“

Goten, blickte kurz zu seinem Vater.

Es fühlte sich seltsam an, Son Goten das sagen zu hören und

gleichzeitig die Wärme, der Umarmung seines Freundes zu spüren.

Aber mit einem mal, kam es Trunks wieder so vor,

als wäre alles in Ordnung.


 

...


 

Naeves würde das Geräusch, als seine eigenen Knochen langsam von Vegeta gebrochen wurden, nie mehr vergessen können.

Alles ihn ihm schrie vor Schmerz auf, als es sich so anfühlte,

als würde jemand seine Venen and Beinen und Armen aus

dem Fleisch reissen und ganz langsam aus den Muskeln ziehen.

Kleine, heißglühende Nadelstiche, überdeckten seinen

gesamten Körper und lenkten ih ein wenig von dem zermürbenden

Schmerz in seinem verdrehten Fußgelenk, ab.

Er spürte förmlich, wie sein Knie heißer wurde und anschwoll,

während sich ein schneidendes Gefühl durch seine Gedärme zog.

Naeves hatte den metallischen Geschmack seines eigenen Blutes

auf den trockenen Lippen, das dünnflüssig in seinen Rachen hinabrann,

ohne dass er schlucken konnte.

Der Aglaner bemerkte, dass seine langen, silbrigen Haare sich,

als nasses Fell an seinen zerkratzten Rücken geklebt hatten.

Er musste also Schwitzen, obwohl er nicht mehr genau sagen konnte,

ob sein Körper sich nun heiß, oder kalt anfühlte.


 

Naeves Gedanken verschwommen unter bestialischen Schmerzen,

zu etwas Zusammenhanglosem...


 

Son Gokus Gesicht wurde in seinen Gedanken,

mit einem Namen beschrieben den er nicht kannte,

welcher ihm aber dennoch, seltsam vertraut vor kam.


 

<<...Bardock?...>>


 

Die Schmerzen waren für kurze Zeit ausgeblendet,

kehrten aber gleich wieder zurück.

Dann hörte Naeves, Stimmen in seinem Kopf.

Manche Worte verstand er, andere waren ihm völlig fremd.

Die Schriftzeichen seines Volkes, tanzten vor seinem Inneren Auge,

wurden größer und lösten sich schließlich,

in einem kreisrundes Schwarz auf.

Naeves spuckte Blut und spürte heiße,

dickflüssige Nässe an seinem Hals entlang laufen,

als der Schmerz wieder über ihm zusammen schlug und er ein

grausames Leuchten, in den schwarzen Augen vor sich,

shemenhaft erkennen konnte.


 

Dann ließ Vegeta plötzlich von ihm ab.


 

,,Geta...“


 

Son Gokus Stimme!


 

Für den Prinzen, klang es weit weg und wirkte alles andere,

als real.

Dennoch schwappte eine seltsame Welle

über den Prinzen hinweg, die seine Wut,

seinen Hass und die teilnahmslose Kälte,

mit welcher er Naeves gerade genüsslich gequält hatte,

schlagartig aufzuhalten, schien.

Als wäre Vegeta, aus einem tiefen Traum erwacht,

begann er langsam, auf die Stimme des Unterklassesaiyajin, zu reagieren.

Der Prinz wand sich um.


 

<<..Kakarott...>>


 

Die Härte wich wieder ein wenig aus den königlichen Zügen und

er ließ Naeves desinteressiert, auf den Boden fallen.


 

...


 

Kibito war selbst überrascht, als die Fähigkeit sich wieder zu Bewegen,

zu ihm zurückkehrte und sein scheinbar stehengebliebenes Herz,

wieder zu schlagen begann.

Der junge Kaioshin dachte nicht, sondern telportierte sich sofort zu Naeves und

war innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, mit dem verletzten Aglaner verschwunden.


 

Vegeta rührte sich nicht und starrte dorthin,

wo sich gerade noch das Ziel seiner Rache, ängstlich zitternd,

in seinen Händen gewunden hatte.

Ihre Auren?

Naeves Ki zu flach, Kibitos, gelöscht.

Er spürte weder den Kaioshin, noch den Aglaner.

Nein...

Nein!


 

Gokus Stimme, die ihn gerade aus seiner blutigen, dunklen Welt gerissen hatte,

wurde wieder aus Vegetas Gedanken, gewischt.


 

Kakarott!

Lebte er?

War er tot?

Alles war zu Ende.

Alles war genau so gekommen, wie Vegeta es vorausgesehen hatte.

Vor seinen Augen hatte sich alles in ein dunkles Nichts aufgelöst,

wie sein Heimatplanet! – Sein Volk – sein Leben. Alles.

Derselbe Schmerz, die gleiche Leere in ihm und eine erbarmungslose

Stille, in seinem Kopf.


 

<<...Freezer...Cell....Boo...Omega...

ich habe versagt....Naeves ...versagt.....

Alles wiederholt sich...

Konnte mich nicht verwandeln...ich habe versagt...>>


 

In diesem Moment, spürte der Prinz plötzlich etwas in sich,

dass mit Zorn nichts mehr zu tun hatte.

Es ging weit darüber hinaus und drohte ihn,

von Innen nach Außen zu verschlingen.

Er fühlte alles und nichts.

Wie ein Abgrund, an dessen Rand er gestanden hatte und in dessen bodenlose Tiefe er nun ungebremst, zu fallen schien.

Die Augen des Prinzen weiteten sich und als hätte er furchtbare Schmerzen,

griff Vegeta sich unkontrolliert ins Haar, während er

auf seine Knie sank.


 

Piccolo und die anderen sahen Vegeta besorgt und verwirrt an,

als der Prinz seinen Kopf in den Nacken warf und einen zermarternden

Schrei ausstieß, der einem das Mark in den Knochen gefrieren ließ.

Vegeta, begann am ganzen Leib zu zittern.


 

,,V-Vater?...

Dad, was ist denn?!

Trunks sprang auf und lief Vegeta entgegen.


 

,,TRUNKS! KOMM ZURÜCK!“

Schrie Piccolo ihm hinter her, während Son Goten

schon aufgesprungen war.


 

Ohne ihn anzusehen, feuerte Vegeta mit ausgestrecktem Arm,

einen Ki-Blast in Richtung seines Sohnes, ab.


 

,,VEGETA!“ Schrie Son Goten, der den erstarrten Trunks zur Seite

gestoßen hatte, bevor schlimmeres passieren konnte.

Der junge Halbsaiyajin, funkelte den Prinzen mit unverständlichen

und wütenden Augen, an.

Son Goten dachte nicht darüber nach, dass der Prinz auf diese geringe Distanz, zweifellos beide Halbsaiyajin – hätte er gewollt –

auch mit absoluter Sicherheit, getroffen hätte.

Doch es war nur eine Warnung gewesen,

ihm besser nicht zu nahe zu kommen.

Wieder schrie Vegeta auf und das Zittern seines Körpers,

wurde immer schlimmer.

Dann taumelte er einen Schritt zur Seite und wäre dann

wohl einfach zusammen gebrochen,

hätte ihn nicht jemand gestützt.


 


 

,,Shhht...Vegeta..bitte..nicht.....Geta, ruhig...“

Vegeta, blinzelte einige Male.

Die Stimme drang klanglos in seinem schmerzenden Kopf

wieder.

,,Kakarott?“

Dieser Geruch.

,,Kakarott?“

,,Geta.“ Die warme Stimme, wurde deutlicher und der Prinz

sah nun ziellos nach oben, in die Richtung, aus der sie kam.


 


 

Son Goku, konnte sich selbst kaum auf den Beinen halten.

Denn, obwohl Dendes Heilkunst ihr Ziel nicht verfehlt hatte,

brauchte sie im Gegensatz zur Wirkung der magischen Bohnen,

mehr Zeit.

Dende musste aber in dem Moment abbrechen,

als Son Goku seine Augen aufgeschlagen und

Vegeta gesehen, hatte.

Der Unterklassesaiyajin hatte sich daraufhin nämlich ganz automatisch,

auf die Beine gezwungen und war zum Prinzen gewankt,

während er sich die, noch nicht ganz geschlossene und noch

höllisch schmerzende Wunde, auf seiner Brust hielt.


 

Als Vegeta nach vorne fiel, verlor auch Son Goku das Gleichgewicht und

wurde vom Körper des Prinzen, mit zu Boden gezogen.

Piccolo, Trunks, Son Goten und Dende, die von den Geschehnissen überrumpelt

worden waren, liefen nun auf die beiden Krieger zu.

Goku sah durch Vegetas Haarsträhnen, die in sein Gesicht fielen,

zu vier, tief besorgten Gesichtern, hoch.

Er spürte, dass Vegeta bewusstlos war. Aber der Herzschlag des Prinzen und dessen Aura hatten sich wieder normalisiert.

Alles andere war Son Goku, im Moment egal.

Bei Kami, ja.

Völlig egal!


 

Der Unterklassesaiyajin, ließ erleichtert seinen Kopf zurück sinken,

umklammerte den warmen Körper der auf ihm lag und ließ sich

nun selbst wieder von einer Bewusstlosigkeit, überwältigen.


 


 

...


 


 


 

Westliche Hauptstadt,

Capsule Corporation...


 


 


 

,,Hey! Todessehnsucht!?

Nimm`sofort deine schmutzigen Gicht Griffel von mir,

oder ich verpass´dir die Arschhaarfrisur deines Lebens, Freundchen!“


 

,,Bbbbiteee, Ffffffräääuleinnnnn. Nnnimm´ mmmich iiin

dddeinem Gggleiter mmmit.“


 

Ein Mann vibrierte vor Bras Augen auf und ab, während die Erde,

immer stärker zu beben begann.

Risse, durchfurchten die Strasse.


 

,,Tja, sorry, Alter. Aber das hier, ist ein one woman Gleiter.

Und jetzt verpfeif´dich, bevor ich mir an dir noch einen Fingernagel

abbrechen muss.“


 

,,Jjjja...aaaaaberrrr...

WHUAAAAAAAAAAAAA!?!


 

Bra, gab dem unverschämten Kerl, der sich doch tatsächlich in seiner Todesangst,

an ihrem Bein festhalten wollte, während sie die Tür des Gleiters schloss,

einen Fußtritt ins Gesicht und zeigte ihm den Stinkefinger.

Dann schoss sie in ihrem Gleiter, in den Himmel hinauf.

Den roten Fußabdruck in seinem Gesicht, fassungslos abtastend,

blickte der Mann Bra mit Tränchen in den Augen,

verzweifelt nach.


 

,,Bbbbblöde....

Kkkkkkkuh....“


 

Kaum in der Luft, wählte Bra das Handy

ihrer Freundin an.


 

,,?“


 

,,Marron? Hier ist Bra. Zuhören.

Diese Sumpfköpfe haben wie es aussieht,

wieder irgendeinen Bullshit veranstaltet und

die ganze Erde geht den Bach runter...

Ja - Schon wieder.

Mann!

Mum und Dad sind auch irgendwo hin verschwunden.

Meinen doofen Bruder erreiche ich nicht,

weil der Neandertaler, immer noch kein Handy hat...

Hm?

Nein, in der Firma ist er nicht.

Bei Son Goten habe ich es auch versucht und der

geht für gewöhnlich schon ans Handy, bevor es überhaupt klingelt oder

man gewählt hat.

Also entweder hat Goten im Jenseits keinen Empfang,

oder er nimmt nicht ab, weil er sich mit meinem Bruder,

meinem Dad und dem Rest dieser Z-Idis,

wieder mit irgendeiner Nullhupe von Feind, einen Fight leistet.

Die sind zu alt, um ihre einzige und letzte Gehirnzelle anzuschmeißen,

deswegen gibt’s sofort auf die Fresse.

Alles Beipackzettelleser, das kannst du mir glauben, Marro.

Wer?... Achso. Ja, der auch.

Tja, und Pan hat es mit Sicherheit wieder irgendwie geschafft,

alle so lange unter den Tisch zu nerven,

bis man sie schließlich mitgenommen hat.

Sie dürfte jetzt auch bei den anderen sein.

Wenn nicht, ist das aber auch egal.

Sie kann schließlich selbst fliegen und sich bestens wehren.

Du hättest ihren Ex-Freund sehen müssen! Pfaha!

Das Gesicht hätte nicht mal seine eigene Mutter wieder erkannt!

Blümchenpflücker, der Typ. Kennst du ja.

Nyhahaha!- Ächäm.

Was ist eigentlich mit euch, soweit alles in Ordnung, Marro?“


 

,,Jjja...bbbis aauf dddieses...Bbbeben, iiist aaalles kkklar.

Mmmum uuund Dddad, sssind aaauch wweg gggeflogen, Bbbra.“


 

,,Mann! Da hast du´s!

Alles Freaks! Oberfreaks! Ein Haufen Frauenfreunde!

Die sind doch alle schon so unfähig, dass die nicht mal mehr, das verdammte

Wasser treffen würden, wenn sie aus einem Boot fallen!

Und mit so was, ist man auch noch verwandt, oder!

Hey von wegen „Eltern haften für ihre Kinder“.

Mann, Marro! Wenn wir nicht selbst auf uns aufpassen würden,

säh´s aber ätzend übel für uns aus!

Ätzend übel!

Aber freu dich, dass du mich hast.

Ich kriege alles hin. Versprochen.“


 

,,Jjjja, das ssstimmt!“


 

,,Scheisse, sag´ich doch!

Sorry. Wegen dem „Scheisse“.“

,,Ww...wwas?“

,,Feinchen. Dann komme ich euch jetzt retten, hab´ eh nichts zu tun.

Wer ist sonst noch da?

Das Schwein, die blaue Fellkugel und der senile, alte Sack, oder?“


 

,,Jjja. Ooooolong, Mmmuten-Rrroshi, uuund dddie Ssschildkröte.

Pppool aaaber nnnicht.“


 

,,Mit dir, macht das dann drei. Gut.

Ich habe alles an Kapseln mitgenommen, was wir benötigen könnten

und was ich gefunden habe.

Also keine Panik, ich bin besser vorbereitet als scheiss Superman – Sorry. Wegen dem „Scheiss“. -Und besser angezogen bin auch!“


 

,,Jjjjja.Wwweiß ich...“


 

,,Ähm noch was, Marro.“


 

,,Jjjjja, Bbbbbra?“


 

Falls du versuchen solltest, mich zurückzurufen.

Wahrscheinlich bricht die Verbindung, gleich zusammen.

Wenn nicht wegen dem Scheiss – Sorry. Wegen dem „Scheiss“

Wegen dem Chaos, das hier gerade herrscht,

dann weil ich gleich das beschissene Meer überfliege.

Also wunder dich nicht wenn-


 

SHHHHHHHHHRRRRRRrrrrttttKrrrrkssss


 

,,Scheisse!“


 


 

...


 


 

Capsule Haus,

zum Fuß des Mount Paozou´s...


 


 

Sie würde ihn dafür Vierteilen.

Teeren, Federn und Vierteilen.

Und bis sie ihm das nächste mal etwas zu Essen kochen würde,

wäre er alt und grau und würde sich seine Mahlzeiten,

vorkauen lassen müssen.

Vorher - Würde sie ihm aber noch die Kniescheibe heraus reißen und

ihm diese dann höchstpersönlich, mit ihren eigenen Zähnen,

an die Stirn tuckern!


 

Chichis Gesicht war dunkelrot vor Wut, während sie ihrem Mann, der offensichtlich mal wieder nicht da war, einen kostenfreien all inclusive Aufenthalt,

für die Ewigkeit in der Hölle wünschte.

Konnte der Tag etwa noch schlimmer werden?


 

Zuerst war sie vom einkaufen nach Hause zurück gekehrt und hatte feststellen müssen, dass irgendjemand ihre ganzen Bh´s -Kami weiß wieso -auseinander geschnippelt hatte;

Dann waren vorhin plötzlich Kibito Kai und dieser seltsame Typ,

den ihr Mann aus dem Reich der Kaioshin mit angeschleppt hatte, Naeves,

aufgetaucht.

Obwohl der gar nicht mal schlecht ausgesehen hatte...


 

Kibito hatte dann irgendetwas entschuldigendes von ,,eine andere Aura,

ist mir nicht eingefallen“ gebrabbelt und dann waren beide kurze Zeit später,

auch schon wieder verschwunden.


 

Das letzte was Chichi, von ihnen gesehen hatte,

war der weiß-schwarze Rauch der Raumkapsel gewesen,

welche kurz darauf vor ihrem Haus,

in den Himmel geschossen war.

Und dann- Erdbeben!

Nicht eines. Mehrere hintereinander, kurz bevor es erst

richtig los ging und das Beben nicht mehr aufhörte.

Aus dem Fenster sah Chichi, wie gerade die Spitze des Mt. Paozu,

zu dessen Fuß, das kleine Capsule Haus der Sons stand, abbrach und

dumpf grollend, hinab stürzte.

Mit jedem Schlag an den majestätischen Berg,

brach ein Stück mehr Gestein der Spitze ab,

bis die einzelnen Felsbrocken schließlich zu kleinen Steinchen zerschellten,

hinab rieselten, oder weiter unten am Berg, liegen blieben.


 

Eine Weile starrte Chichi aus dem Fenster,

während sich ihre verbissene Mimik zu lösen begann und sie spürte,

wie ihre Kraft, langsam nachließ.

Sie war noch nie in ihrem Leben, derart erschöpft gewesen.

Plötzlich lächelte die Schwarzhaarige bitter.

Chichi legte ihre Hände in den Schoß und blickte zum Fenster hinaus,

während das Haus um sie herum, weiter bebte.


 

,,Goku. Mein Son Goku.“ Flüsterte sie vor sich hin.


 

Er liebte sie nicht mehr.


 

Irgendwie schien ein Gefühl in ihr,

welches sie schon lange mit sich getragen hatte,

durch diese Beben, durch einfach alles was gerade geschah,

zu einer zweifellosen Offenbarung, geworden zu sein.


 

Hatte er es je getan?

Goku war nicht da.

Nicht da...


 

Chichi wusste nicht, ob sie Erleichterung oder Traurigkeit und Wut fühlte,

als ihr ihre Ehe so vor kam, wie die Spitze des Mt. Paozu´s.

Es tat weh, aber seltsamer Weise, war es auch ...befreiend?

Von ihrer Stirn, rann ein kleiner Schweißtropfen.

Wie lange ging das alles nun schon so?

Wann hatte es angefangen?

Sie erinnerte sich, an diese nachtschwarzen, euphorisch glühenden Augen.

Dunkel lebendig und so wunderschön.

Die Augen eines Mannes, der alles haben konnte,

wenn er nur gewollt hätte.

Geld. Macht. Ansehen. Ruhm...

Nichts von all dem hatte Son Goku auch nur

annähernd angestrebt. Nie.


 

Augen voller Freude und Glück, als sie dann Son Gohan

zur Welt gebracht hatte.

Und wie sehr hatte Chichi damals daran glauben wollen,

das ein kleiner Teil dieses Strahlens in den Augen Son Gokus,

auch ihr gegolten hatte.


 

<<...Ich halte mein Versprechen...

Ich möchte Kinder. Ein Haus...>>

Klang Son Gokus Stimme in ihren Gedanken wieder.

Chichi schüttelte frustriert ihren Kopf.

Wessen Schuld war es nun?

Ihre? War es Seine?

Nein...Er hatte es von Anfang an klargestellt.

Er hatte Chichi geheiratet, weil er es ihr versprochen hatte.

Als er zwölf und sie elfJahre alt gewesen war, und er geglaubt hatte,

es würde nur um etwas zu essen gehen...


 

Und später?


 

Er liebte Kinder und wollte selbst welche haben.

Goku wollte die Familie gründen, die er selbst nie gehabt,

sich aber schon immer gewünscht hatte.

Am Anfang schien alles so einfach, so leicht für sie beide zu sein.

Das kleine Haus, am Fuße des Berges.

Natur um sie herum, so weit man sehen konnte und sie waren

jung und frisch verheiratet.

Und sie waren glücklich gewesen.

Sie hatten eine Zukunft.

Doch dann begann Son Goku damit,

jeden Tag immer länger von zu Hause fort zu bleiben.

Er trainierte noch mehr – falls das überhaupt noch möglich war- als zuvor,

und kam erst spät abends nach Hause zurück.

Zu diesem Zeitpunkt, hätte sie es schon ahnen müssen.

Und das hatte sie auch, nur gehören Fehler manchmal zu den Dingen,

die so offensichtlich sie auch sein mögen, derart gravierend sein können,

dass man alles daran setzt, um diese einfach auszublenden.

Diese Fehlern weit von sich zu schieben und damit zu einer angenehmen

Belanglosigkeit zu degradieren, mit der sich leichter leben ließ.


 

Son Goku war unglücklich, weil er Chichi nicht liebte.

Aber ihre Ehe einfach aufgeben, wollte er nicht.

Aufgeben konnte Son Goku noch nie.

Und Chichi war wütend und traurig darüber gewesen,

weil sie ganz genau wusste, was mit Son Goku los war.

Aber aufgeben?

Sich sogar scheiden lassen? Keiner der beiden, hätte das getan.

Son Goku noch weniger, als Chichi.


 

Manchmal half es Chichi es zu ertragen, wenn sie ihn anschrie

und Goku für alles verantwortlich machen konnte,

was zwischen ihnen nicht stimmte.

Aber Son Goku, reagierte immer sehr seltsam, wenn sie wütend wurde.

Er sagte nichts und ließ all ihre Vorwürfe, schweigend über sich ergehen,

in der Hoffnung einem Streit aus dem Weg gehen zu können.

Hin und wieder grinste er sie bei solchen Gelegenheiten einfach nur an,

oder lächelte beruhigend, wenn sie mit ihren Wutausbrüchen versuchte,

ihn dazu zu bringen, dass er endlich zugab, dass er nichts für sie empfand,

außer vielleicht Freundschaft.

Aber Goku hatte nie, seine Stimme gegen Chichi erhoben.

Alles was er tat, war nach einem Streit endlos lange zu trainieren

oder tagelang Campen und Fischen, zu gehen.

Hin und wieder mit Krillin und Son Gohan,

später mit Son Gohan und Son Goten.

Und irgendwann alleine, weil er befürchtet hatte,

dass seine Söhne, ihm anmerken könnten, dass hinter dem

fröhlichen Lachen ihres Vaters, der Schmerz einer gescheiterten Ehe, steckte.


 

Als Son Goku eines Tages, nach einem heftigen Streit mit Chichi,

nachts nicht nach Hause zurück gekehrt war,

hatte sie sich auf die Suche nach ihm gemacht.

Gefunden, hatte Chichi ihn schließlich an dem kleinen See,

in der Nähe ihres Hauses, wo das Wasser so klar war,

dass man sogar an der tiefsten Stelle des Gewässers,

noch bis auf den Grund sehen konnte.


 

Goku lag, alle Gliedmaßen von sich gestreckt, schlafend im weichen,

Mondschein beschienenen Gras, als sie zu ihm ging, um ihn zu wecken.

Dann aber hatte sie den Ausdruck auf seinem Gesicht gesehen...

Friedlich, entspannt, glücklich und vollkommen ungezwungen.

Chichi erinnerte sich an den tiefen Stich in ihrem Herzen und das plötzliche,

unangenehme absinken ihres Magens, als ihr bei seinem Anblick klar wurde,

dass es Jahre her war, seid sie ihn das letzte mal, so gesehen hatte.

So...

Frei....


 


 

In dieser Nacht hatte sie ihn dort schlafen lassen und war alleine und

tief in Gedanken versunken, nach Hause zurück gekehrt.

Am anderen Morgen dann, hatte sie ihn dafür angeschrien,

und ihm die Hölle heiß gemacht, dass er in dieser Nacht,

nicht nach Hause gekommen war.

Und wie immer, hatte Son Goku sich lächelnd bei seiner Frau,

für sein Verhalten, entschuldigt.


 

...


 

Chichi starrte auf die zusammengeballten Hände in ihrem Schoß und fühlte,

wie es hinter ihren Augen zu schmerzen und zu ziehen, begann.

Die Tränen, die darauf hin flossen, waren wie eine schon längst überfällige

Auflösung, für sie.

Sie spürte, wie sich allmählich, eine tiefe Niedergeschlagenheit

in ihr auszubreiten begann.

Wie ein kleines Häufchen Mensch, saß sie auf dem Boden ihrer Küche und

zog ihre Knie, an sich heran.

Eine Vase vibrierte den Tisch entlang,

bis sie schließlich über den Rand kippte und zerbrach.


 

...


 

Goku und Chichi waren beide nicht unschuldig daran,

dass alles so gekommen war.

Er, weil er nicht aufgeben konnte, obwohl er tief in seinem Inneren spürte,

dass er es dieses eine Mal, hätte tun sollen.

Und sie, weil sie sich nicht anders zu helfen wusste, als alles an ihm auszulassen,

was sie empfand, sich selbst aber nicht eingestehen wollte und konnte.


 

Son Gohan.

Son Goten.

Chichi liebte ihre Kinder, genauso wie sie wusste,

dass Goku die beiden, seid er sie das erste mal gesehen hatte, vergötterte.


 

Was hatte sie ihrer Familie nur angetan?


 

Son Gohan hatte sie dafür bestraft, mit seiner Geburt, die Beziehung

zwischen ihr und Goku nicht gerettet zu haben, indem sie aus ihm das Gegenteil

ihres Mannes, zu machen versuchte.

Bücher! Lernen! Schule!

Alles wovon sie wusste, dass Son Goku es nicht verstehen und noch weniger,

etwas damit würde anfangen können.

Sie wollte ihm Son Gohan nie damit wegnehmen, es war nur-

Wenn Son Gohan genauso, wie sein Vater geworden wäre, dann...

Wäre es dann nicht so gekommen, dass ihr eigenes Kind sie irgendwann

auch nicht mehr geliebt hätte, so wie ihr Mann es bereits tat?


 

Das hätte sie nicht ertragen. Niemals.

Also sah sie lieber zu, wie sich beide, sie und Son Goku,

immer mehr von ihr entfernten, während sie selbst immer wütender darüber wurde,

dass es für sie zu spät war, noch etwas daran zu ändern.


 

Dann starb Son Goku, zusammen mit seinem Bruder Raddiz,

weil er ihn festgehalten hatte, als Piccolo die Höllenspirale anwenden musste.

Wie oft hatte Chichi sich schon gefragt, ob Son Goku an diesem Tag wirklich

nicht anders konnte, als sich zu opfern und ob er es nicht gewesen war,

der Piccolo mit seinen letzten Atemzügen darum gebeten hatte,

sich um Son Gohan zu kümmern.

Sie wusste es nicht.

Dennoch stellte sie sich dieselbe Frage,

als Goku sich mit Cell weg teleportierte hatte und wieder gestorben war.

Wollte er es?

Sah er in seinem naiven Denken, ihr nicht

wehtun zu wollen, nur die Möglichkeit zu sterben, um

ihrer Ehe und dieser bedrückenden Farblosikeit, die

mehr und mehr ihre beiden Leben zerstörte, zu entkommen?

Gab es für den stärksten im Universum denn tatsächlich keine

andere Lösung, als den Tod?

Wieso hatte er sich nicht mit Cell weg teleportiert und in Sekundenschnelle,

wieder zurück zu den anderen?

Weshalb war Son Goku, nachdem er Freezer besiegt hatte,

nicht nach Hause zurück gekehrt, sondern zog die dunkle Unendlichkeit des Universums, stattdessen vor um zu trainieren?


 

Chichi war nicht dumm, auch wenn es dumm genug sein mochte,

die Augen so lange geschlossen zu halten, bis man gezwungen wurde,

sie letztendlich weit aufzureißen, um überhaupt noch etwas sehen zu können.

Sie hatte ja versucht, alles wieder an Son Goten,

dem kleinen Abbild ihres Mannes, wieder gut zu machen.

Chichi brachte Son Goten bei zu Fischen und zu kämpfen.

Sie versuchte den Kleinen alles zu lehren, was sie wußte und

was Goku ihm beigebracht hätte, wäre er am leben gewesen.

Worauf ihr Mann stolz gewesen und worüber er sich gefreut hätte...


 

Vor ihrem ältesten Sohn verschwieg Chichi es allerdings,

dass sie Son Goten trainiert hatte.

Chichi hatte Angst davor gehabt, Son Gohan würde nicht begreifen können,

warum sein kleiner Bruder, all diese Freiheiten genießen durfte

und sogar trainieren sollte, während er selbst als Kind von Chichi

dazu gezwungen worden war, stundenlang in seine Bücher zu starren.


 

Son Gohan hatte nicht schlecht gestaunt,

als sein kleines Brüderchen sich dann, vor seinen Augen,

in einen Super Saiyajin verwandelt hatte.


 

Chichi war erleichtert gewesen, dass ihr Ältester zu dieser Zeit, zu

viele andere Dinge im Kopf gehabt und Videl ihn ein wenig ablenkt hatte.

Zudem liebte Son Gohan seinen kleinen Bruder ja auch über alles.


 

Dann sah Chichi ihren Mann, am Tag des Turniers, wieder.

Dem Tag, der Son Goku gewährt worden war, um auf die Erde zurück zu kehren.

Wieder erkannte sie, dasselbe Leuchten in den dunklen, warmen Augen,

des Unterklassesaiyajin.

Doch wieder galt es nicht ihr.

Son Goku verliebte sich sofort in seinen kleinen Doppelgänger und Chichi sah,

wie unendliche Freude und Stolz in den Augen des Saiyajin auffunkelten,

als er das erste Mal seinen zweiten Sohn, in Armen hielt.

Er herzte ihn so sehr, dass Chichi damals sogar, ein beißendes Gefühl der Eifersucht, in sich aufkeimen gespürt hatte.

Zusammen mit dem Gefühl von Schuld.


 

Nachdem auch Boo besiegt worden war, wurde dann alles nur noch schlimmer.

Die Zeit war so schnell vergangen, dass weder Chichi noch Son Goku bemerkten,

wie sehr sie sich tatsächlich schon auseinander gelebt hatten.


 

Son Gohan war ausgezogen und hatte seine eigene, kleine Familie,

zusammen mit Videl gegründet.

Und Son Goten war entweder bei Trunks, oder seinem großen Bruder.

War der Teenager zufällig doch zu Hause, merkte man es meistens nur an dem Klingeln seines Handys irgendwo, oder an der bis zur Schmerzgrenze

aufgedrehten Lautstärke, der Stereoanlage, die durch das Haus dröhnte.


 

Das Hauptproblem war nur, dass Son Goku sich, seid diesen Veränderungen immer weiter von Chichi, dem Haus und allem anderen, was ihre Ehe, die schon längst keine mehr war betraf, zurück gezogen hatte.


 

Aber da war noch mehr...


 

Seitdem Boo besiegt worden war, hatte sich das Verhältnis zwischen dem Saiyajinprinzen und Son Goku bereits verändert.

Nach Omega Shenron war dann plötzlich alles anders geworden.


 

Vegeta hatte langsam, immer mehr zugelassen,

dass Son Goku sich in seiner Nähe aufhielt und

nach ein paar Monaten, schien sich sogar alles schon soweit zwischen

den beiden geklärt zu haben, dass Goku, jeden Tag zur Capsule Corporation

flog und bis spät abends dort blieb.

Wenn er überhaupt noch nach Hause kam.

Chichi hasste es. Chichi hasste Vegeta.

Sie hasste es, dass ihr Mann morgens aufstand und nach einem gemurmelten

Guten Morgen“ schon von Vegeta sprach,

ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein.

Sie konnte es einfach nicht mehr hören, wie stur Vegeta war,

wie stark der Prinz geworden war, oder wie viel Spaß es doch machte,

mit dem Prinzen zu trainieren.

Was sie allerdings beinahe umbrachte, waren Son Gokus Augen.

Wenn Goku von Vegeta erzählte, oder kurz bevor er zwei Finger

an seine Stirn legte, um sich zur Capsule Corporation zu teleportieren,

sah sie dasselbe strahlende Leuchten in seinem Blick,

welches er ihr schon seid so langer Zeit nicht mehr bereit war,

zu schenken.


 

Ein verhaltenes Lächeln, umspielte Chichis Lippen.

Wäre Vegeta eine Frau gewesen, wäre sie wahrscheinlich auf den Gedanken gekommen, Goku würde sie betrügen...


 

Vor Chichis Füßen zersprang eines der Bilder,

welches auf der Anrichte neben ihr, gestanden hatte.

Als sie es aufhob, sah sie hinter dem zerbrochenen Glas

ein Bild von sich und Son Goku, kurz vor ihrer Hochzeit.

Jindujun, die Überschallwolke, die nur Menschen mit reinen Herzen trug,

schwebte hinter ihnen, umrahmt von einem strahlend blauen Himmel,

der nur von der aufgehenden Sommersonne, unterbrochen wurde.


 

Chichi ließ das Bild langsam sinken,

als auch alle anderen Bilder sich durch das Beben,

soweit zur Kante geschoben hatten, dass sie neben ihr,

klirrend zu Bruch fielen.


 

,,Mutter?

...Mutter!? MOM?!“


 

Son Gohan hatte sich auf Augenhöhe zu ihr hinab gekniet und

rüttelte seine Mutter leicht.

Aus ihren Gedanken gerissen sah Chichi auf und blickte

in die schwarzen Augen des Halbsaiyajin, der sie besorgt ansah.


 

,,G-Goku?“ Ihre Stimme klang brüchig und belegt.

,,Nein, ich bin´s, Son Gohan...

Komm´ mit Mom, ich bringe dich zu Kamis Palast.

Vater und die anderen sind auch da.“


 


 

Chichi lächelte abwesend und zerstreut,

als ihr Sohn sie auf die Arme nahm und

kaum mit ihr aus der Tür, in den Himmel schoss.


 


 

Teil 16


 

Schwere Zweifel


 


 

Kamis Palast...


 


 


 

Als Vegeta seine Augen aufschlug, sah er zwei verschwommene,

grüne Hände über seinem Gesicht.

Dahinter ein lächelnder Kami, dessen Mimik Erleichterung und

kleinen Anflug von Angst, widerspiegelte.

Der Prinz war noch ein wenig benommen.

Aber so, wie es sich anfühlte, lag er in einem weichen Bett.

Der kleine Windzug, den er auf seiner Brust spürte,

als Dende sich erhob, sagte dem Prinzen,

dass man ihm seinen Gi ausgezogen haben musste.

Als Vegetas Blick sich dann wieder schärfte,

dauerte es keine Sekunde, bis mit seiner Erinnerung dasselbe geschah.


 

,,Kakarott!“


 

Dende erschrak zu Tode, als Vegeta plötzlich aus dem Bett auffuhr und ihn brutal,

am Handgelenk packte. ,,Kakarott?!“ Mit gehetzten Blicken, versuchte Vegeta sich

zu orientieren und Dendes Handgelenk fühlte sich an,

als würde es unter dem festen Griff des Prinzen, jeden Moment brechen.

Mit einem Satz, war Vegeta wieder auf den Beinen.

Er ließ Dende los und stand nun nackt,

vor dem jungen Erdengott.


 

,,!“


 

Dende riss sich schnell die Hände vor die Augen,

um ungesehen dunkelrot anlaufen zu können.

Als er vor sich, ein nicht gerade freundliches Knurren hörte,

deutete Dende wortlos mit einer Hand zur Seite und zeigte mit seinem Finger,

auf die gegenüberliegende Wand.


 

,,Im Zimmer nebenan.“ Hörte er Vegeta sagen.

Doch es war eher eine Feststellung, statt eine Frage.

Denn Vegetas Sinne waren dabei sich wieder aufzuklaren und der Prinz

konnte nun selbst spüren, wo sich Son Goku befand.


 

Dende nickte schnell ein paar mal hintereinander und

entschied sich dann doch noch dazu, etwas zu sagen.

,,Ja, aber Goku schläft noch, glaube ich.

Es war nicht gerade leicht, ihn vollständig zu heilen und da Naeves jetzt die nachgewachsenen Bohnen hat und wir wieder auf neue warten müssen,

dauerte es sehr lange.

Er ist noch etwas schwach und-

Dende riskierte einen Blick durch den Spalt zwischen seinen Fingern,

als er ein Geräusch hörte.

Als er die Hände von seinem Gesicht nahm, sah er gerade noch, wie

Vegetas Saiyajinschwanz hinter seinem Besitzer her schwang,

als der Prinz mit einem Laken, das er sich beim Hinausgehen griff,

durch die offene Tür stürmte.

Dann hörte Dende, wie die Tür des Nebenzimmers aufgerissen wurde und

hinter Vegeta, ins Schloss fiel.


 

,,Ähm. Ja, nichts zu danken, Vegeta...So´n Arsch.“

Flüsterte Dende hinter dem Prinzen, her.


 

Moment mal? Apropo Arsch.

Dende fuhr sich mit der Hand über seine Fühler und starrte zur offenen Tür hinaus,

durch die Vegeta gerade, verschwunden war.


 

Also entweder, waren das die Anfänge einer ausgewachsenen Psychose

( was ihn bei seinem Job nicht gewundert hätte...) oder aber,

Dende hatte das gerade wirklich gesehen.

Nun ja, aber Dende hielt sich ja nicht nur für Gott,

sondern war es auch tatsächlich.

Da kann man wohl kaum von einer Psychose sprechen.

Folglich war das, was er gesehen hatte also auch Realität...

Ein Saiyajinschwanz?

Seid wann hatte Vegeta denn...


 

Wie - auch – immer.


 

Dende hatte im Moment andere Sorgen.

Und was für welche.

Es stand fest, dass Naeves höchstwahrscheinlich mit Kibitos Hilfe,

die Erde verlassen hatte, denn das Chaos war auf dem blauen Planeten ausgebrochen.

Und wenn nicht bald etwas geschehen würde,

wäre es wahrscheinlich schon zu spät.

Die anderen, inklusive der nach und nach eingetroffenen Z-Krieger,

warteten bereits draußen auf der Plattform,

auf den jungen Erdenkami.


 

Dende war zugegeben deshalb auch etwas ( unheimlich! ) nervös und

ihm war sogar ein wenig übel.

Schließlich war es an ihm, den anderen alles zu erklären,

damit sie beraten konnten, wie es weiter gehen sollte.

Er sah sich jetzt schon in Gedanken, hilfesuchend zu Piccolo sehen.

Kami hoffte nur, dass Vegeta und Son Goku schon bald zum Reich der Kaioshin aufbrechen konnten, um dem ganzen Wahnsinn endlich ein Ende zu setzen.

Aber ob das nun alles noch so einfach war,

stand mehr als infrage.

Denn jetzt kam noch hinzu, dass die Erde unmittelbar von der Macht des Kajin bedroht wurde, weil dieser, wegen Naeves´ Verschwinden,

keinen Grund mehr hatte, den Planeten noch länger zu verschonen.

Und wie es bei gefährlichen, irren Außerirdischen nun mal so ist;

Von Selbstbeherrschung oder Verschohnung hatten diese,

meistens noch nie etwas gehört.

Mal ganz abgesehen, von der Tatsache, dass Kibito Kai nicht nur völlig

unzurechnungsfähig zu sein schien, sondern schlicht weg einen

totalen Durchzug im Kopf, wegen des Aglaners hatte und aus diesem Grund wahrscheinlich auch gerade auf direktem Weg, ins Reich der Kaioshin zusammen mit Naeves, war.


 

Sollte man nun darüber lachen, weinen,

oder sich gleich eine Ecke zum sterben suchen,

um es einfach über sich ergehen zu lassen, ohne sich noch großartig

den Kopf darüber zu zerbrechen?


 

...


 

Dende seufzte schwer und ließ sich auf das Bett sinken,

wo vor ein paar Minuten noch Vegeta gelegen hatte.

Resignierend stützte er seinen schwer gewordenen Kopf in seine Hände

und seufzte von Neuem.

Tiefer.

Verzweifelter.

Eben wie ein Gott, der jetzt gerade einfach nur ein junger Namekianer

sein wollte, ohne die steinschwere Last, der gesamten Welt auf seinen Schultern

tragen zu müssen.

Aber das war Dende nun mal nicht.

Er war Kami und so sehr er es sich auch wünschen mochte, das es gerade jetzt,

anders war, würden weder das Chaos, noch dieses tief sitzende Gefühl

der Verantwortung, dadurch verschwinden.


 

Dende fühlte sich so allein und unglücklich,

wie in seinem ganzen Leben noch nicht.

Ein machtloser Gott zu sein, der sich nach einem stinknormalen Leben sehnte,

konnte in seinen Augen niemals würdig genug, für den Thron Gottes, sein.

Verzweiflung, Schuld und ein ganzes Universum voller Sorgen,

beschwerten Dendes Herz und ließen seine Gedanken zu einem brutalen,

klopfenden Kopfschmerz, werden.

In seinem Magen rollten schwere Steine hin und her und

Tränen brannten, als ziehender Schmerz hinter seinen Augen.

Gott sein war einfach scheisse.

Er hätte sich wirklich die Frage stellen sollen,

warum eigentlich niemand anderes hatte Gott werden wollen,

als Son Goku ihn damals auf Neu Namek,

darum gebeten hatte.

Jetzt, wusste Dende es.


 


 


 


 

Vegetas Sicht...


 


 

Vegeta hatte sich das Laken, welches er aus seinem Zimmer

mitgenommen hatte umgelegt, als er den Raum betrat.

Sein erster Blick fiel auf das zerwühlte, leere Bett.

Eine hellblaue, weiche Decke lag ziemlich abstrakt geformt, auf dem Boden.

Seine Blicke schweiften quer durch das Zimmer.

Dann machte Vegeta die Aura des Unterklassesaiyajin im kleinen, anliegenden Badezimmer aus.


 

Als hätte er einen elektrischen Schlag erhalten,

verharrte der Prinz, dort wo er stand.

Wie gelähmt, sah er zur Badezimmertür und konnte sich

plötzlich nicht mehr rühren.


 

<<...Was zum...?! ...>>

Vegeta schüttelte seinen Kopf und fuhr sich durchs Haar.

Es war ein eigenartiges Gefühl.

Eine Art Panik, schlich sich in seinen Kopf und schlug

dumpf trommelnd, gegen seine Schläfen.

Der Prinz runzelte die Stirn und verstand selbst nicht,

was auf einmal mit ihm los war.

Er stützte sich mit einem Arm an der Wand ab und starrte weiterhin

die Badezimmertür an.

Zweifellos hatte der jüngere Saiyajin ihn schon längst bemerkt und wusste,

dass Vegeta in seinem Zimmer war.

Und zweifellos hatte der Unterklassesaiyajin ihn schon in dem Moment gespürt,

als dieser aufgewacht war? ...Oder?


 

<<...Natürlich...>>


 

Das Pochen in Vegetas Kopf,

kroch langsam weiter und wurde stärker.

Mit einem mal wünschte sich der Prinz,

in seinem Zimmer geblieben zu sein.

Vegetas Hand formte sich an der Wand zu einer Faust und

er biss die Zähne aufeinander.

Seine Muskeln verkrampften sich, sein Magen zog sich zusammen

und eine Hitze breitete sich in seinem Körper aus,

als hätte jemand ein Feuer in ihm entzündet.


 

Was war, wenn Kakarott ihm die Schuld geben würde, zugelassen zu haben,

dass Naeves ihn angreifen konnte?

Was, wenn der Unterklassesaiyajin jetzt festgestellt hatte,

dass Vegeta unfähig war, ihn zu beschützen...

Auf Vegeta- sei würde jeder Saiyajin, der von seinem

schwachen“ Partner im Stich gelassen worden wäre, entweder von diesem eigenhändig getötet, oder erniedrigt und dann sich selbst überlassen, worden.

Wobei jeder Saiyajin, der noch einigermaßen klar im Kopf war,

den Tod vorgezogen hätte, statt die Demütigung über sich ergehen zu lassen,

abgelehnt und alleine gelassen zu werden.


 

Soviel war klar.


 

Vegetas Hände begannen zu zittern, als sein Blick starr und seine Augen von tief sitzenden Zweifeln, verwölkt wurden.


 

Kakarott war immer stärker als Vegeta gewesen und jetzt hatte der Unterklassesaiyajin endlich den Beweis dafür,

dass der Prinz niemals dazu in der Lage sein würde,

ihn zu beschützen.

Kami. Jetzt hatte Vegeta selbst den Beweis dafür unfähig zu sein.

Nein, nicht unfähig.

Vollkommen schwach und ...überflüssig.


 

<<....überflüssig...>>


 

Er hatte es ja nicht einmal fertig gebracht,

diesen verfluchten Aglaner endlich auszuschalten.

Deshalb war der Unterklassesaiyajin nicht sofort zu ihm gekommen.

Ja, das musste es sein.

Das war der einzige Grund.

Natürlich.

Nicht wahr?

Und wieso sollte Kakarott auch zu ihm gekommen sein?

In seinen Augen hatte Vegeta doch versagt!.

Wieder...versagt....

Kakarott wollte ihn jetzt dafür bestrafen und ihn demütigen,

dass er so schwach war und sich nicht in einen Super Saiyajin

Vier hatte verwandeln können.

Weil....weil er nicht einmal einen verfluchten Saiyajinschwanz hatte!

Es gab einfach keine andere Erklärung.

Vegeta hatte es sich mit Kakarott für immer verdorben.

Vielleicht auch schon vorher, als er einfach gestorben war,

bevor er sich an Freezer hatte rächen können.

Er war der Prinz aller Saiyajin und war einfach so, gestorben...


 

Kakarott würde ihn jetzt alleine lassen und Vegeta ins Gesicht lachen,

auch nur für den Bruchteil einer Sekunde angenommen zu haben,

dass er – den alle Son Goku nannten,

der verdammt nochmal Stärkste, des Universums -

auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwendet hätte,

sich ernsthaft mit Vegeta einzulassen. Dem Killer.

Oh und wie Vegeta gewusst hatte, dass alles so kommen würde!

Er hatte es von anfang an gewusst.

Und er war nicht einmal stark genug gewesen,

Kakarott davon zu überzeugen, dass er ihn noch immer hasste.

Mein Gott, nicht einmal das, war ihm gelungen.


 

...


 

Jetzt stand Vegeta wieder mit dem Rücken zur Wand und musste hilflos

alles geschehen lassen, ohne auch nur die geringste Kontrolle zu haben.

Alles würde wieder von vorne beginnen.

Die Einsamkeit.

Der Hass auf alles und jeden, bevor jemand ihn hassen konnte.

Die vielen, nagenden Zweifel, gemischt mit dem Ehrgeiz es besser zu machen,

als jeder andere, damit sie ihn wenigstens respektieren würden,

wenn sie ihn nicht lieben konnten. Son Gokus Freunde.

Bulma, Bra, Trunks....

Und die Angst würde wieder kommen.

Dieses pressende Gefühl, welches ihn schon sein Leben lang heimgesucht

hatte, und das Vegeta immer wieder in einen Kreislauf aus Hass,

Schmerz und Hoffnungslosigkeit zurück gerissen hatte,

aus welchem er sich nicht mehr befreien konnte.

Ganz gleich, wie sehr er kämpfte und wie hart er mit sich selbst ins Gericht ging,

diese unsichtbaren Fesseln, war Vegeta nie los geworden.

Denn jedes mal, wenn der Prinz versucht hatte, sich aus diesem Kreislauf zu befreien und den zutiefst demütigenden Dienst, die Vernichtung Vegeta-seis,

seine dunkle Vergangenheit vergessen wollte, gelangte Vegeta

irgendwann doch nur wieder an jenen Punkt, an welchem er sich am liebsten zusammengerollt und einfach liegen geblieben wäre,

ohne sich um sich um irgendetwas Gedanken machen zu müssen.

Nicht um seinen Stolz, nicht um Kakarott, oder was alles geschehen war, seid

Vegeta das rotverwaschene Licht, Vegeta-seis das erste mal gesehen hatte.

Ohren und Augen fest mit den Händen verschlossen und nie mehr aufstehen müssen, nur um irgendwann wieder an der gleichen Stelle in seinem Leben anzukommen und erkennen zu müssen, dass er einfach nicht vergessen und

noch weniger verzeihen konnte.

Und sich selbst, konnte er am allerwenigsten vergeben.


 

Der Hass würde irgendwo in seinem geschundenen Herzen,

immer wieder eine Stelle zum einnisten finden.

Vegeta war sich dessen sicher, denn für ihn war es schon zur

Normalität geworden.

Die Flamme dieses Zorns, dieses Gefühl, würde immer da sein

und niemals verlöschen.

Doch das schlimmste daran war nicht, dass der Prinz wusste, dass es einen

Teil seines Lebens gab, der ihn nachts immer wieder schweißgebadet aufwachen ließ, sondern die nackte Panik davor, innerlich schon längst tot zu sein,

ohne es selbst bemerkt zu haben.

Es gab Zeiten, in welchen der Prinz überzeugt davon war, innerlich bereits

erfroren zu sein und sich keinerlei Sorgen mehr, um

sein Gewissen oder den bitteren Geschmack von Blutschuld, zu machen.

Doch war es nie so gewesen...

Vegeta hatte sich schon immer zwischen zwei Abgründen befunden.

Auf der einen Seite war er ein Killer, dessen Herz kalt und dessen Verstand umso schärfer und lediglich nach Instinkten handelnd, funktionierte.

Aber auf der anderen Seite, existierte der Prinz noch einmal.

Dort war er verletzbar. Machte sich Sorgen über Dinge,

um welche er sich keine Sorgen machen wollte, oder hörte noch immer

die marternden Schreie seines Vaters, welcher ihm immer wieder zurief,

wie klein und feige er doch ist, wie schwach und unfähig er den Rest seines unsinnigen Lebens, bleiben wird.

Das war er.

Ein Killer. Ein kleines, hilfloses Kind und jemand der alleine an einem

Abgrund ohne Boden stand und sich immer wieder die Frage stellte, ob

es nicht vielleicht besser wäre, sich einfach fallen zu lassen.


 

...


 


 

<<....Kein Supersaiyajin Vier....

Kein Saiyajin...

Wertlos...hilflos...unvollkommen...

Alleine...>>


 

Er hatte es ja versucht!

Immer wieder, hatte der Prinz es, bis zur totalen Erschöpfung versucht,

sich mithilfe eines Minimondes, in einen Super Saiyajin Vier zu verwandeln.

Er hatte bis zur Grenze seiner Kräfte und darüber hinaus trainiert.

War er körperlich am Ende, brachte Vegeta es noch zu Stande, mit zitternder,

blutiger Hand, auf dem Boden liegend, nach dem Beutel magischer Bohnen zu greifen, um weiter trainieren zu können.

Doch alles war vergebens gewesen.

Er konnte nicht.

Er schaffte es einfach nicht.

Er war der Prinz der Saiyajin?!

Wieso konnte er dann die Letzten seiner Rasse nicht beschützen?!

Das war doch seine Aufgabe!

Seine Pflicht, als Prinz!

Er musste sein Volk beschützen und dafür sorgen, dass keinem

von ihnen etwas geschah.

Ganz gleich wieviele noch von ihnen übrig waren,

oder ob sie sich nun auf der Erde, Vegeta-sei oder sonst wo befanden.

Sie waren Saiyajin, und würden es den Rest ihres Lebens auch immer

bleiben. Egal wo und unter welchen Umständen.

ER hatte sie zu beschützen!

ER war der Prinz der Saiyajin!!!


 

<<...Versagt!

Versagt...

Wieder versagt...

Alleine...>>


 

Je länger Vegeta darüber nachdachte, desto lauter wurde die verräterische

Stimme in seinem Kopf, die ihm all dies einredete.

Ihr gehässiger Klang, schwoll in seinen Gedanken zu

einem widerlichen Gebrüll an, das jede noch so kleine Widerrede

von ihm selbst, zunichte machte und verstummen ließ.

Diese Stimme in Vegeta hinterließ eine kalte, grausame Schuld, die der Prinz

weder begreifen, noch verdrängen konnte.

Vielleicht, weil sie blutige Wahrheit war. Vielleicht,

weil er diese Schuld auf sich nehmen wollte,

um sie dadurch los zu werden...


 

Der Prinz verspürte den Instinkt,

sich umzudrehen und einfach wegzurennen.

Dennoch blieb er wo er war.

Denn Vegeta war immer geblieben.
Er konnte nicht weglaufen.

Vegeta hielt alles aus, ganz gleich was es war und

wie groß die Narben die dieses „was“ in ihm zurück lassen würden,

auch sein mochten.

Er hatte ohnehin viel zuviele Narben,

um sich noch an ein paar mehr oder weniger,

stören zu können.


 

Vegeta duldet nur sich selbst in seinem Herzen.

War es nicht so?

Und war es nicht auch besser so?


 

Warum nur, hatte er dann gerade jetzt zugelassen, dass jemand anderes,

ihn verletzten und ihm die Kontrolle über sich nehmen konnte?

Er wusste doch nur zu gut dass, wenn Kakarott etwas passieren würde, keine magischen Bohnen mehr in seiner Reichweite wären, damit er noch einmal aufstehen und weiter machen konnte.

Nein. Vegeta hatte sich von Anfang an, gegen den Unterklassesaiyajin gewährt.

Der Prinz hatte alles dafür getan, Son Goku zu hassen nur um durch ihn,

nicht verletzbar zu werden.

Und jetzt?

Warum wünschte er sich jetzt nichts sehnlicher,

als in Kakarotts Armen zu liegen, den Geruch des anderen Saiyajin,

tief einzuatmen und die Wärme des Jüngeren, zu spüren?


 

Die Schwäche.

Das Versagen.

Immer und immer wieder.

Nur sich selbst, in seinem Herzen...

Narben-


 

Vegetas Augen starrten blicklos zu Boden, als seine Kehle trocken wurde

und er einen brennenden Schmerz spürte,

welcher seine Beine hinaufkroch und seinen Körper zum Erzittern brachte.

Vegeta, zog das Laken krampfhaft an seinen Körper und wickelte sich

darin ein.

Lautlos aber um so bestialischer, wütete die Panik in seiner Seele,

während man seinen Aufschrei, nur in der Tiefe seiner

dunklen Augen, erahnen konnte.


 

<<...Kakarott...>>


 

...


 


 

Son Gokus Sicht...


 


 

Goku blinzelte.


 

<<...Meine Schlafzimmerdecke, ist das aber nicht?“...>>


 

Son Goku blinzelte noch einmal, ließ die Augen kurz geschlossen

und versuchte sie dann leicht wieder zu öffnen.“


 

<<...Nein, das ist ganz sicher nicht mein Schlafzimmer...>>


 

Son Goku öffnete nun vollständig die Augen und das erste,

was er spüren konnte, waren die Auren von Dende und Vegeta,

im Zimmer nebenan.

Augenblicklich überschwemmte den Unterklassesaiyajin,

eine ganze Sintflut der Erleichterung.

Er war in Kamis Palast, Vegeta ging es gut und er selbst war auch immer noch leben.

Für den Anfang doch gar nicht mal so schlecht.


 

,,Vegeta...“


 

Es überraschte den Unterklassesaiyajin, dass er den Namen des Prinzen,

wenn auch leise und brüchig, über seine Lippen bringen konnte.

Denn so trocken, wie sich sein Mund gerade anfühlte und so sehr,

wie sein Hals schmerzte, hätte er eigentlich nichts weiter,

als ein tonloses Ächzen, zu Stande bringen können.


 

Als Goku sich bemühte aufzustehen, endete es damit,

dass er samt der Decke, in welcher er sich scheinbar im Schlaf komplett verschlungen zu haben schien, unsanft auf dem Boden landete.

Schnell entwirrte Son Goku sich wieder daraus und stützte sich mit beiden Händen

auf dem Boden ab, um sich wieder aufzurichten.


 

,,Hm?“


 

Plötzlich rümpfte er die Nase und ging mit seinem Kopf,

etwas näher an seine Achsel.

Goku ließ er sich nach hinten sinken und saß nun im Schneidersitz da,

während er abwechselnd den Geruch unter seinen Achseln, eingehend studierte.

Schließlich machte er ein resigniertes Gesicht.


 

,,Igitt. Wenn ich so zu Vegeta gehe, wird er noch denken,

ich wäre wirklich drauf gegangen, weil ich so rieche.“

Goku lachte laut.

Am liebsten hätte er sich sofort zu dem Prinzen teleportiert.

Außerdem- War es nicht vollkommen albern,

vorher noch extra zu duschen?

,,...“


 

Goku sah überlegend zur Decke,

als ihm wieder ein Trainingstag mit Vegeta einfiel,

der noch gar nicht lange her war.


 

Son Goku hatte Yamcha ein freundschaftliches Training versprochen und

da er erst später mit Vegeta zum Training verabredet war, dachte der Unterklassesaiyajin, er könne es ganz gut vor den Kampf,

mit Vegeta legen.

Wie gesagt – Son Goku dachte er könne es so machen.

Nur das Son Goku nicht damit gerechnet hatte, dass der Prinz ihn,

nach seinem Eintreffen beschnuppern, den Namen ,,Yamcha“ zischen und

Goku dann zwingen würde, sich zuerst zu duschen und den Gi zu wechseln,

bevor er mit ihm kämpfen, oder Vegeta auch nur berühren durfte.

...

Oh.

Moment.

Goku biss sich auf die Unterlippe.

Daran hatte er nicht gedacht.

Er stank nicht nur, sicherlich roch er auch noch am

ganzen Körper nach Naeves!

Kami!

Son Goku wollte sich gar nicht ausmalen, wie Vegeta reagieren würde,

wenn das erste, was der Prinz in seine empfindliche Saiyajinnase bekam,

der Geruch des Aglaners, gewesen wäre...


 

,,Na hoffentlich hat Dende Stahlwolle oder so was, in der Dusche.“

Son Goku grinste und rollte lächelnd, mit den Augen.

Dann sprang er auf die Beine und taumelte ein wenig.

Aber Dank seines Saiyajinschwanzes, hatte er schnell

sein altes Gleichgewicht wieder zurück erlangt und ging sicheren Schrittes,

ins Badezimmer.


 

Schon als der erste Schwall heißen Wasserdampfes,

ihm aus der Dusche entgegen spross,

fühlte Goku, wie sich sein Körper zu entspannen und seine Muskeln sich

zu lockern begannen.

Eine angenehme Gänsehaut, strich über seinen Körper.

Und die aufwallende, neblige Hitze legte sich, wie eine weiche, warme Decke

über seine nackte Haut.

Er ließ das heiße Wasser an sich hinab fließen,

während er sich mit einer Hand an den Fliesen abstützte und sich mit

der anderen, das Duschgel mit einem Schwamm,

schäumend auf die Haut rieb.


 

Als er mit dem Schwamm über die Stelle fuhr,

an welcher ihn noch vor kurzer Zeit eine klaffende Wunde

beinahe umgebracht hatte, zuckte er schmerzhaft zusammen.

Es tat immer noch weh, obwohl man nicht mehr als eine etwas rötliche Stelle,

eine Art blauen Fleck, dort erkennen konnte.

Der Unterklassesaiyajin hielt inne und verzog düster das Gesicht.

Er hoffte, dass man bald nichts mehr davon sehen würde.

Noch mehr hoffte er allerdings, dass es Vegeta nicht auffiel.

Warum genau Son Goku sich das wünschte, wusste er selbst nicht.

Jedoch hatte er ein schlechtes Gefühl bei dem Gedanken,

dass Vegeta es bemerken könnte.


 

Goku begann härter mit dem Schwamm über diese Stelle zu schrubben.

Aber es schien nicht viel zu helfen.

Die leichte, rosafarbene Verfärbung seiner Haut blieb und wurde durch

die harte Bürste, nur noch rötlicher.

Gokus ebenholzfarbenes Haar, wurde ihm von dem seichten Wasserstrahl

nass klebend ins Gesicht gestrichen, als er den Kopf senkte und an Vegetas verzweifelte Stimme zurück dachte, als dieser ihn in seinen Armen gehalten und versucht hatte, ihn wach zu halten.

Die Stirn des Unterklassesaiyajin, sank wie von selbst gegen die Fliesen vor ihm

und er ließ den Schwamm weiter, über die Stelle auf seiner Brust, kreisen.


 

<<...Vegeta wird mich sicher für

einen totalen Vollidioten halten, weil ich Naeves Attacke,

nicht ausgewichen bin.

Ich habe mich nur auf Vegeta konzentriert,

weil ich ihn davon abhalten wollte, Durchzudrehen.

Dann war alles wie damals, als ich gegen Piccolo gekämpft habe und

die Höllenspirale mich ins Jenseits befördert hat.

Alles war wie in Zeitlupe und dann nichts mehr...>>


 

Son Goku schüttelte den Kopf und presste lautlos seine Faust,

gegen die Tür.


 

<<...Verdammt.Verdammt, verdammt!

Vegeta hat recht, wenn er mich Baka nennt.

Ich soll der stärkste des Universums sein und

kann mich nicht einmal gegen einen...einen Alienarsch

von „Wasweißichwoher“, zur Wehr setzen!

Ich höre Vegeta schon lachen und sagen, dass ich eine Schande,

für seine Rasse bin.

Unterklasse!

Baka!

Nur ein Unterklassesaiyajin, der mal wieder unter Beweis gestellt hat,

dass er einem Saiyajinprinzen, in jeder Hinsicht unterlegen ist und

nicht die geringste Ahnung von Stolz hat.

Und Stolz ist Vegeta am wichtigsten...

Verdammt, ich komme mir so selten dämlich vor...>>


 


 

Goku, griff mit seinem Saiyajinschwanz nach dem Schwamm und

strich sich sein wasserdurchflutetes Haar, mit beiden Händen

aus dem Gesicht, als er sich wieder von den Fliesen weg drückte.

Dann ruckte sein Kopf plötzlich zur Seite und seine Augen weiteten sich.

Während er das Wasser nun teilnahmslos weiter auf sich hinab prasseln ließ,

machte sein Herz einen Satz in seiner Brust und schlug sich

danach hämmernd, hinauf bis zu seiner Kehle.

Das war Vegetas Aura!

Vegeta...

Er war in seinem Zimmer.

Nur wenige Schritte von ihm entfernt.


 

<<...Vegeta ....>>


 

Son Goku hätte sich wahrscheinlich den ein oder anderen

Knochen gebrochen, wenn er sich beim vorfreudigen

Hinausstürzen aus der Dusche, nicht während des Ausrutschens,

in der Luft abgefangen hätte.

Mehr oder weniger leichtfüßig, setzte der Unterklassesaiyajin,

jetzt wieder auf sicherem Boden auf.

Unbeholfen griff Goku dann nach einem der schneeweißen,

aufgefalteten Handtücher und schwang sich hektisch

eines davon um die Hüften.

Doch als er die Hand um den Türknopf legte, hielt Son Goku plötzlich inne.

Er presste die Lippen aufeinander.

Goku schluckte schwer, starrte auf das runde, goldene Ding in seinen Händen

und fragte sich, warum er die Tür nicht öffnete.


 

Er spürte Vegeta.

Genauso, wie Son Goku sich sicher war,

dass der Prinz ihn spüren konnte.

Es war wie ein lautloses Gespräch,

in dem jeder auf das erste, erlösende „Wort“, des anderen zu hoffen schien.

Und je länger dieses gespürte Schweigen andauerte,

umso unwohler und unsicherer fühlten sich beide.

Denn jemand, der die Aura des anderen spüren kann,

braucht keinen Augenausdruck, keine Gesichtsmimik oder andere Zeichen,

die einem verrieten, was der andere fühlte, oder dachte.


 

Die Aura, das Ki, dieses sensible, warme „Etwas“, das man von jemand anderen,

als eine Art fließende Energie ausgeströmt wird, reichte völlig aus,

um auch kleinste Veränderungen, wie bei einer Art Frühwarnsystem,

zu fühlen.

Jedes Lebewesen, egal ob Tier oder Mensch, besaß diese fließende Wärme,

reinster Energie, in ihrer vollkommensten Unvollkommenheit.

Die Aura, die all das in einer unvergleichlichen Klarheit offen legte

was man sonst so gut verbergen konnte.

Und je länger man sich gegenseitig kannte, desto größer wurde das Gespür

für den anderen und die Fähigkeit, auch kleinste Ungereimtheiten

in einem Energiefluss, zu bemerken.

Dennoch, manchmal verstand man, wie bei gesprochenen Worten, oder einem

Augenausdruck, eben nur dass, was man selbst spürte oder sehen wollte.

Eine Art Reflektion seiner eigenen Gefühle,

die einen mehr verwirrte, als dass sie einem die Wahrheit offenbaren konnte.


 

...


 

Warum war Vegetas Ki, plötzlich so flackernd?

Seltsam, so etwas konnte der Unterklassesaiyajin nur beim

Prinzen spüren, wenn Vegeta sich über irgendetwas oder irgendjemanden,

aufregte, oder bei einem Kampf, kurz bevor er sich in einen Super Saiyajin

verwandelte.


 

,,Bei den namkianischen Meeren. Nein.“ Flüsterte der Unterklassesaiyajin.


 

Son Gokus Augen, wurden größer und er starrte entsetzt

auf die geschlossene Tür vor sich.

Was, wenn Vegeta wegen der ganzen Sache, nun tatsächlich sauer auf ihn war

und ihn jetzt-

Oh Dende, was wenn er ihn jetzt wieder hasste?!

Schließlich hatte er Naeves auf die Erde gebracht und Vegeta dann

auch noch aufgehalten, als dieser den Aglaner angreifen wollte.

Hinzu kam die peinliche Tatsache, dass Naeves ihn

so einfach ausgeknipst hatte.

,,Wie eine verdammte Glühbirne!“

Dann diese Szene am See, kurz bevor alles eskaliert war...

,,...“

Was sollte Goku denn jetzt nur tun?

Sich bei Vegeta entschuldigen?

Nein.

Der Prinz hasste Entschuldigungen und Son Goku,

wusste das.

Ob sie nun von Vegeta kamen, was sie selten taten, oder

aber von jemand anderem, spielte keine Rolle.

Für den Prinzen hatten Entschuldigungen,

immer etwas niederträchtiges an sich.

Etwas falsches und schwaches.

Denn wer sich für etwas entschuldigen musste, bereute etwas.

Und wer etwas bereute, hatte entweder nicht die Courage zu dem zu Stehen,

was er getan hatte, oder war einfach nur zu unfähig gewesen und

hatte versagt.

Entweder wusste man was man tat, oder man wusste es eben nicht.


 

Son Goku achtete selten darauf, dass Vegeta

so dachte und Kami, der jüngere Saiyajin,

hatte sich schon zigmal bei Vegeta entschuldigt.

( Hauptsächlich um zu verhindern, dass irgendwer oder irgendetwas

vom Prinzen zerstört wurde. )


 

Seltsamer Weise, schien es Vegeta aber nicht wirklich zu stören,

wenn Son Goku sich bei ihm entschuldigte.

Obwohl der Prinz, bei jedem anderen eine wegwerfende Handbewegung machte und einen sarkastischen und meistens verletzenden Kommentar fallen ließ,

zuckte Vegeta bei Son Goku, lediglich mit den Schultern und ignorierte ihn.

Allerdings nur scheinbar.

Son Goku ahnte, warum.

Es war schon lange her und ein paar Einzelheiten

fehlten womöglich in seiner Erinnerung, aber ...


 


 

Rückblende...


 

...


 


 

Bulma hatte eines Morgens, als Son Goku sich für sein Zuspät kommen,

zu einem Training, beim Prinzen entschuldigt hatte,

nur unverständlich mit dem Kopf geschüttelt, als Vegeta die Entschuldigung des Unterklassesaiyajin, wortlos akzeptiert hatte, statt,

wie er es bei ihr getan hätte, zu lachen, sie zu beleidigen, oder sie

einfach alleine stehen zu lassen.

Als Vegeta kurz darauf, einen zweiten Ersatz-Gi ( den er zweifellos nach dem Training brauchen würde ), aus seinem Zimmer geholt hatte,

hatte die Erfinderin Son Goku, der bei ihr in der Küche geblieben

war um zu warten, gefragt:


 

,,Und? Wie fühlt sich das an, Goku?“

,,Hm?“

,,Er vertraut dir mehr, als mir.

Das kann ich ihm sogar ansehen...“

,,Wer?“

,,Vegeta!“Bulma verdrehte die Augen, sah dann kurz zur Seite

und atmete laut aus. ,,Vegeta, meinte ich.“

,,Er vertraut mir?“

,,Ja.“

,, Also ehrlich gesagt denke ich, dass es ihm bloß egal ist, was ich sage.“

Goku grinste unsicher und fasste sich an den Hinterkopf.

,,Nein. Da irrst du dich. Du irrst dich gewaltig.“ Bulma wurde ernst.

,,Ähm... tja, also wenn du meinst.

Aber dann kann er sein Vertrauen zu mir,

ja ziemlich gut verbergen, oder?“ Goku lachte,

während Bulma einen starren, nachdenklichen Blick annahm.

Dann machte sie eine kleine Pause, bevor sie weitersprach.

,,Verbergen? Nein. Es ist sogar ganz offensichtlich,

dass er dir mehr vertraut, als sonst jemandem.

Erinnerst du dich an die Fusion?“

,,Ja. Kami! Bulma! Und ob!

Vegeta war wieder so was von stur und ich musste ihn erst-

,,Ein halbes Jahr später, ich erinnere mich an jede Einzelheit,

musste ich den Notschalter des Gravityrooms benutzen,

weil Vegeta bewusstlos am Boden lag und sich nicht mehr rührte.“

...“

,,Als er von einem unserer Angestellten,

in unser Zimmer gebracht worden war, blieb ich bei ihm,

weil ich mir natürlich Sorgen gemacht habe.

Weißt du ...er trainierte zu der Zeit wieder so selbstzerstörerisch, nach der Geschichte mit Boo.

Mehr als sonst, obwohl ich nicht gedacht hätte,

dass das überhaupt möglich sein würde.

Es war schon dunkel draußen, als ich bemerkte,

dass er neben mir aufgewacht war.

Ich habe ihn flüsternd gefragt, ob du etwas mit der Sache zu tun

hast und ob er deshalb so hart trainieren würde.

Nun ja, im Grunde, konnte ich mir aber auch gar keinen

anderen Grund als dich vorstellen, wenn ich ehrlich sein soll.

,,Wegen mir?“

Bulmas Miene glich einer Maske aus Fassungslosigkeit,

Eifersucht und Wut.

,,...Wem sonst.“

,,...“

Bulma lächelte zynisch und zuckte mit

den Achseln. Sie schloss kurz die Augen und sah Son Goku wieder an.

,,Aber so war es nicht. Jedenfalls nicht direkt, Goku.

Vegetas Antwort,war eine andere.

Und sie hat mich irgendwie...na ja. Überrascht? Schockiert und

auch verletzt.

Ich hatte angenommen, dass er sich wegen dir,

wieder so quälen würde und habe angefangen Dinge

über dich zu sagen, die nicht gerade nett waren.“

,,Oh...“

,,Vegeta hat mich nur angesehen.

Ein, vielleicht zwei Minuten, einfach nur

angesehen.

Allerdings mit einem Blick, den ich so,

bei ihm vorher noch nie gesehen hatte.

Als hätte ich seinen Hund umgebracht, oder so was,

weißt du?“ Sie kicherte nervös, dann fuhr sie fort.

,,Dann hat er plötzlich mein Handgelenk gepackt,

sich aus meiner Umarmung befreit. Er ist aufgestanden,

aus dem Zimmer gegangen und bewohnt seid jener Nacht,

den Westflügel der Capsule Corporation.“

,,...“

Als er aus dem Zimmer ging, war er allerdings noch kurz

stehen geblieben und hatte zu mir gesagt:

,,Jede einzelne Sekunde war es Wert, Weib.

Jede einzelne, verdammte Sekunde.“

,,...Was hat er denn damit gemeint, Bulma?

Was hast du ihm denn, über mich erzählt,

das ´nicht so nett´ gewesen ist?“

,,Unter anderem, dass du es nicht Wert gewesen bist, für immer mit ihm

fusioniert zu bleiben und dass du Schuld daran gehabt hast,

dass er sich geopfert hatte um Boo zu zerstören und

sterben musste und...“

,,...Ja?“

,,Das es mir lieber gewesen wäre, dass du gestorben wärst...“

,,Bulma...“

,,Es tut mir so unendlich Leid Son Goku.

Ich liebe dich, wie einen Bruder aber...Vegeta er...

kam mir so verloren vor, so verbissen und gehetzt und ich dachte,

ich könnte ihn mit dem, was ich da gesagt habe, wieder aufbauen.

Ich...

Oh Kami, ich hätte doch niemals erwartet, dass er so reagieren würde und- und...

Es war vorher schon alles zerstört.

Er und ich. Da war nichts mehr. Gar nichts, und

es tat alles so weh, ihn zu verlieren, ohne etwas dagegen tun zu können.

Es war schon vorher aus zwischen uns, aber ich habe geglaubt,

ich könnte ihn zurückgewinnen, wenn ich ihn nur genügend aufbaue und er vielleicht später aus Dankbarkeit bei mir bleiben würde.

Ich weiß natürlich, dass das nichts gebracht hätte, aber ich habe es gehofft.

ich dachte... verstehst du? Ich...ich...ich liebe dich Goku.

Du weißt doch, dass ich dich liebe, oder?

Du bist für mich, wie ein Bruder.

Du weißt das, nicht wahr?

Nicht wahr?“

Bulma klammerte sich an Son Gokus Gi und Tränen rannen aus

ihren ozeanblauen Augen.

Ihr sonst immer so klarer und neugieriger Blick,

wich einer kindlichen Hilflosigkeit.

,,Goku? Das weißt du doch, nicht wahr?“

,,Ja.“ Son Goku, nahm seine beste Freundin in den Arm.

,,Auch wenn ich meistens nicht die geringste Peilung von dem habe,

was du sagst.

Ich glaube ich verstehe, warum du das getan hast.

Sehr gut sogar...“


 


 

Rückblende Ende...


 

...


 


 

Son Goku hatte plötzlich panische Angst davor,

jetzt das Falsche zu sagen, oder zu tun.


 

Er biss sich auf die Unterlippe und ließ seine Stirn,

gegen die Tür sinken.

Herrgott. Er kannte Vegeta doch nur zu gut.

Vegeta würde sauer sein, ihn umbringen und noch schlimmer,

ihn dafür hassen, was geschehen war.

Ja, ganz sicher sogar.


 

,,Vegeta.“ Hauchte Goku tonlos, an die geschlossene Tür.

Flehend legte er eine Hand neben seinen Kopf und schloss die Augen,

während er den Türknauf mit der anderen Hand,

immer fester umschloss.


 

Nun ja. Etwas zu fest, wie sich herausstellen sollte.


 

Son Goku betrachtete erstaunt den Knauf in seinen Händen und das Loch das dieser, am Schloss zurückgelassen hatte.


 

,,Fuck.“


 

Die Tür an der Son Goku lehnte, begann sich langsam zu

öffnen.

Sekunden später, trafen zwei nachtschwarze Augenpaare aufeinander.

,,Kakarott...“

,,V-Vegeta...“


 


 


 


 


 


 

...


Hier geht es weiter...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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