Kapitel 1

Winter

by Bijou

Dezember 2012
 

Widmung: M.S.
 

Disclaimer: Die...das Übliche.
 

Warning: I-Pov Vegeta, Yaoi
 


 


 

"Meine Bewegungen sind einfach, direkt und nicht-klassisch."

(Bruce Lee)
 


 


 

"Er sieht mich an, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank.

Manchmal zweifle ich ernsthaft an seinem Verstand.

Chichis Tod.-

Ich kann kaum glauben, wie sehr ihn das mitgenommen hat.

Ich könnte es auf ihren Charakter zurückführen.

Sie hat ihn ja nicht gerade respektvoll behandelt.

Gerade in letzter Zeit. Sie war immer hysterischer und aggressiver geworden. Hat ihm das Training und den Kontakt zu mir verboten. Kann sein, dass er gerade das immer von ihr gewollt hat...

Halt den Saiyajin in mir im Zaum und behandle mich wie einen Menschen, der hier auf der Erde aufgewachsen und zu Hause ist.

Grandiose Umsetzung seines innersten Verlangens ihrerseits, kann man da nur sagen.

Vielleicht lag es an ihrem Alter. Sie konnte es nicht ertragen, älter zu werden, während er...

Tja, so ist das eben. Wir sind Saiyajin. Obwohl ich weiß gar nicht wie alt sie gewesen ist.

Für einen Menschen doch noch relativ jung. Dreißig? Zwanzig? Keinen Schimmer und imgrunde interessiert es mich auch nicht, was Menschen für alt halten und was nicht.

Ich habe eine völlig andere Definition davon.

Chichi ist tot. Als ich ihm das gesagt habe, hat er mich wahllos angegriffen und mich den nächst besten Felsen zerteilen lassen.

Ich kann mich noch an seinen irren Blick erinnern. Er hat mich so verzweifelt und wütend angestarrt, dass ich nicht umhin konnte zuzugeben, dass es mich angemacht hat. Pervers.

Ich liebe es, wenn er mir ernstahaft ans Fell will. Ist das pervers? Vielleicht.

Als wäre ich Schuld an Chichis Tod.-

Ich habe mir oft gewünscht ich wäre. Dieses Weib ist der Horror gewesen.

Keine Ahnung, weshalb er sich gerade sie ausgesucht hat. -

Ihr Aussehen, kann es wohl kaum gewesen sein. Oder?

Vielleicht die schwarzen Augen und Haare, weil sie irgendwie wie eine Frau seiner Rasse auf ihn gewirkt haben muss.

Diese dämliche Geschichte, dass sie sich von Klein auf kannten, reicht mir nicht.

Krillin das alte Plappermaul.

Die Geschichte, dass er nicht wusste was er tat, habe ich sofort geglaubt. Passt zu ihm wie die Faust aufs Auge. Das und ihr schwarzes Haar und ihre schwarzen Augen.

Kampftechnisch betrachtet, war sie wohl das beste, was er zu dem Zeitpunkt,

hier auf der Erde hat finden können.

Trotzdem. Chichi?

Bulma ist eine logische Konsequenz meines Daseins auf der Erde gewesen.

Hochintelligent, reich, und das, was die Menschen Einflussreich nennen. Kopf der Capsule Corporation. Ein technisches Genie. Eines Prinzen würdig.

Perfektes Aussehen und der passende, temperamentvolle Charakter dazu. Und das beste: sie nervt nicht.

Als ich all das über sie erfahren habe, musste ich sofort an die Alianz zwischen unserer Rasse und den Tsufuru-Jin denken.

Besser gings nicht.

Deren Technisches Know How hat unsere Kriegerrasse perfekt ergänzt.

Würde ich hier auf der Erde die Weltherrschaft anstreben, hätte ich mit Bulma die besten Chancen

dazu.

Wäre sie nur ein wenig mehr wie ich, wäre sie sogar das, was man gefährlich nennen könnte.

Wie Dr. Muu. Aber der hatte sie leider nicht alle und hat sich selbst umgeschraubt und seine Eigenkreationen unterschätzt.

Dieser Fehler wäre mir nicht unterlaufen. Taktisches No Go.

Tja, Wahnsinn und Genie. Funktioniert wohl nur zusammen.

Wenn man nur wahnsinnig ist, hat man ganz schnell die Arschkarte in Gold in der Hand.

Armer Irrer.-

Ich hätte Kakarott nicht sofort sagen sollen, dass Chichi was mit Yamchu am Laufen hatte,

dann hätte er weiter versucht mich ernsthaft umzubringen.

Ich hasse es, wenn er viel zu schnell wieder in sein verweichlichtes Ich zurücksinkt, wie ein Idiot, der gar nicht weiß, was er getan hat.

Kami, ich hätte nie gedacht, dass er es bereits gewusst hatte.

Aber das passt zu ihm. Klappe halten und zu Hause Männchen machen.

Mit Yamchu.- Ich glaub ich muss kotzen.

Bulma geht mir zwar auch fremd, nur leben die Typen dann höchstens noch zwei, drei Tage.

Scheint meinem Weib irgendwie Spaß zu machen, mich damit zu reizen.-

Dabei ist es nichts weiter, als meine natürlich Reaktion auf ihr albernes Getue.

Dass sie die Typen eigentlich umbringt, weil sie haargenau weiß, wie ich darauf reagiere,

scheint sie gar nicht zu interessieren.

Sogesehen ist es absolut ihre Schuld und nicht meine.

Kakarott hätte Yamchu auch umbringen müssen. Die Welt hätte es ihm sicherlich gedankt.

Ich hätte. Der Typ geht gar nicht. Schade, dass Bulma mir nicht mit ihm fremd gegangen ist.

Ihn grundlos zu töten, macht wenig Spaß.

...Ich könnte ihn für Kakarott töten.

Also in seinem Namen. Aber alle würden wissen, dass es nicht der wahre Grund sein würde.

Es wäre peinlich, ihn einfach so um die Ecke zu bringen.

Jeder Spinner könnte. Wahrscheinlich der einzige Grund, weshalb er noch lebt. Ha!

"Woran denkst du gerade, Vegeta?"

Ausnahmsweise daran, wie ich Yamchu aus der Welt schaffen könnte und nicht dich.

"Du grinst ziemlich dreckig vor dich hin. Soll mir das irgendwas sagen?"

Wie kommt er denn jetzt darauf. Eigenartig. Er hat sich wirklich verändert, seit sie tot ist.

Er ist ernster geworden und irgendwie depressiver.

"Trainieren wir jetzt weiter, oder was?"

Ungeduldiger und schnell reizbar, hatte ich vergessen.

"Weißt du was, Vegeta? Vergiss es. Ich fliege nach Hause. Mir reichts für heute."

"Ach ja? Was willst du da? Die Wände anstarren, den Garten umgraben, oder dir irgendwas kochen, dass du nicht kochen kannst?"

"Arschloch."

Nett.

"Ich komme mit."

"Nein."

"Du wirst mich kaum davon abhalten können, Kakarott."

"..."

Er resigniert. Ich hätte nicht gedacht, dass mal zu denken, aber mir fehlt sein schlichtes Happy hour Gemüt irgendwie.

"Mach was du willst."

"!?"

Scheiße. Er hat sich nach Hause teleportiert und lässt mich hinterher fliegen?

Irgendwie verhält er sich jetzt mehr wie ein Saiyajin, als jemals zuvor.

"Na dann werd ich mal."

Ich stoße mich vom Boden ab und schieße in den blassblauen Himmel hinein.

Keine Wolke ist zu sehen.

Die Luft ist kalt geworden und der Wind schneidet mein Gesicht.

Die klare, frische Luft brennt ein wenig in meinen Lungen.

Ich schließe kurz die Augen und erhöhe meinen Speed. Irgendwie drängt es mich in letzter Zeit,

in Kakarotts Nähe zu sein. Ich weiß nur nicht wieso.

Schon bald habe ich den kleinen Wald erreicht, der das Capsule Haus der Sons umrahmt.

Ich lande und meine Füße setzen federleicht auf dem Boden auf.

Der Wald wirkt irgendwie trostlos. Nur noch vereinzelt hängen Blätter an den Bäumen.

Rauch steigt aus dem Schornstein des Hauses auf. Ein gewohnter Anblick.

Ich gehe stetigen Schrittes zur Tür. Drei Auren.

Die Tür ist abgeschlossen.

Kakarott scheint wohl wirklich nicht zu wollen, dass ich ihm ein wenig Gesellschaft leiste.

Der Bastard nötigt mich zu klopfen.

Ich schlage dreimal kräftig gegen das Holz.

Als die Tür sich öffnet, sieht mich Son Gohan mit unschuldigen Augen an.

"Hallo Vegeta."

Er tritt zur Seite und bittet mich hinein.

Mein erster Blick fällt auf die Küchenbank.

Piccolo. Das hätte ich mir denken können. Der Namekianer sitzt mit einer Tasse heißen Wassers da und sieht mich an. Ich erwiedere seinen Blick. Irgendetwas ist komisch an seinen Augen.

Er sieht mich vorwurfsvoll und berechnend an.

Namekianer...

Son Gohans Vaterersatz wendet seinen Blick zum Fenster hinaus. Gut.

Scheinbar ist er wenig daran interessiert, irgendeine Art von Streit hervorzurufen. Er weiß wenigstens, dass man mich nicht länger als drei Sekunden so anstarren sollte.

Ich betrete das kleine Capsule Haus, als wäre ich dort zu Hause und suche zuerst nach Kakarott.

Er scheint oben zu sein. Seine Aura ist es.

Ich setze mich zu dem Namekianer auf einen Stuhl und warte.

Kakarott hat mit Sicherheit bemerkt, dass ich da bin.

Was treibt er da oben?

"Was willst du hier, Vegeta?"

Ich sehe Piccolo ausdruckslos an.

Seltsamer Weise habe ich das Gefühl, dass er das Recht dazu hat, mich das zu fragen.

"Ich könnte dich dasselbe fragen."

Eine dumme Antwort. Ich weiß. Aber mir fiel nichts anderes ein. Son Gohan blickt zwischen uns hin- und her.

Der Namekianer sieht ihn an.

"Verstehe." Höre ich mich selbst sagen.

Fragend sieht der Namekianer mich an. Meine Antwort steht noch aus.

"Kakarott hat mich zum Essen eingeladen." Piccolo muss lachen.

"Ja...genau." Lässt er mich in sarkastischem Ton wissen.

Kakarott kommt in diesem Moment die Treppe hinunter.

Mir war gar nicht aufgefallen, wie beschissen er in letzter Zeit aussieht.

Er hat abgenommen und seine schwarzen Augen wirken matt, wie milchiges Glas.

Er lässt häufig seinen Kopf depremiert hängen und wuselt sich alle zwei Sekunden durchs Haar, als wüsste er nicht wo er sei oder was er tun sollte.

Ich spüre, wie mir leicht schlecht wird. Vielleicht weil ich noch nichts gegessen habe.

Wäre wirklich nicht schlecht, wenn Kakarott etwas zu Essen machen würde. Ich weiß, dass er nicht kochen kann. Er tut es trotzdem. Wegen Son Gohan. Dem scheint es egal zu sein, dass sein Vater kocht, wie ein Haushaltslegasteniker.

Hauptsache heiß und schon tot.

"Wolltest du nicht kochen?" Frage ich ihn, um ihn zu ärgern.

Er sieht mich mit einem seltsamen Blick an. Irgendwie wirkt er so...erschöpft.

Ich kann ihn kaum länger ansehen. Er ist nicht gerade in Bestform.

Wenn er nicht seit Monaten, ständig unser Training einfach abbrechen würde, wäre das sicherlich anders.- Idiot.

"Ich gehe fischen." Sagt er trocken.

Dann geht er zu Son Gohan und legt ihm seine Hand auf den Kopf.

Er lächelt sein früheres Lächeln und sieht seinem Sohn mit sanftem Blick in die Augen.

"Hast du deine Hausaufgaben gemacht?"

Son Gohan lächelt unsicher zurück und nickt. Es scheint in seinem kleinen Hirn angekommen zu sein, dass sein Vater gerade versucht, die Tapferkeitsmedallie für alleinerziehende Väter anzustreben.

Piccolo weiß es. Also weiß Son Gohan es auch.

"Wenn er fertig ist, gehen wir im Yunsabit Gebirge trainieren." Goku nickt Piccolo zustimmend zu.

Mehr nicht. Dann schnappt er sich ein Fell von der Garderobe und wirft es sich über seine Schultern.

"Ich bin bald zurück." Sagt er und geht dann gleich aus der Tür.

Piccolos besorgter Blick ist bestechend. Jetzt sieht er aus, als hätte er Schuld an Chichis Tod.

...

Vielleicht hat er?

Ich kann mir ein breites Grinsen einfach nicht verkneifen.

Ich stehe auf, um Kakarott zu folgen.

Als ich die Tür aufmache, höre ich Piccolo drohend sagen, "Tu ihm nicht noch mehr weh."

Ich drehe mich nicht um und ich will nicht wissen, wieviel Überwindung es den Namekianer gekostet hat, mir das zu sagen.

Ich schließe die Tür hinter mir und spüre ein eigenartiges, mulmiges Gefühl in meiner Magengegend. Nur Hunger. Weiter nichts.

Kakarott hat seine Aura nicht unterdrückt. Wahrscheinlich rechnet er nicht damit, dass ich ihm folgen könnte. Oder es interessiert ihn schlichtweg nicht.

Er hat einiges vorgelegt und scheint bereits beim See zu sein.

Er ist schnell.-
 

Ich lande am Ufer und sehe, wie er bei der Eiseskälte, nackt in dem See herum fischt.

Er muss ihn wohl vorher aufgetaut haben, jedenfalls würde das die kurze Anhebung

seines Ki´s vorhin erklären.

Ich sehe ihn auftauchen. Sein nasses, schwarzes Haar klebt auf seiner Haut, von der durch die Wärme seines Körpers, seichter Dampf aufsteigt.

Er sieht zu mir rüber und sofort wieder weg.

Kurz darauf taucht er wieder ab.

Einverstanden. Ich kann es nicht leugnen.

Auch wenn ich es nicht zugeben will, es stört mich, dass er mich

so ablehnend ansieht und eigenartig behandelt, seit sein dämliches Weib das Zeitliche gesegnet hat.

Ich setze mich auf einen Stein, den ich vorher mit einem Ki-Strahl erwärme und bin bereit zu warten, bis er seinen idiotischen Fisch gefangen hat.

Ich lege meinen Saiyajinschwanz eng um meine Hüfte und puste meinen heißen Atem in meine

Handflächen.

"Scheiße ist das kalt." Missmutig blicke ich auf die Stille Oberfläche des Wassers.

Gräbt der sich da unten nach Australien durch?-

Widerwillig stehe ich von meinem warmen Stein auf, um etwas Reisig zusammen zu sammeln,

um ein Feuer zu machen. Wenigstens ist mein Hintern noch warm. Ich sehe mir Kakarotts Fell einige zeitlang an. Dann nehme ich es und lege es mir um, bevor ich mir noch was abfriere.

Ich werfe das Holz zu einem Haufen zusammen und zünde es mit einem Ki-Strahl an.

Kakarott ist immer noch unter Wasser.

Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass er mich verarschen will.

Leicht frustriert erwärme ich erneut meinen Stein und setze mich geduldig.

Warten war nie meine größte Stärke, aber ich würde Kakarott nicht den Gefallen tun, und

von hier verschwinden.

Die kalte, neblige Luft frisst sich geradewegs durch meine Klamotten.

Ich kuschle mich dicht an Kakarotts Fell und lege meinen Saiyajinschwanz so fest es geht um meine Hüfte. Meine Schwanzhaare sträuben sich. Ist das verdammtes Eis, an den Spitzen?!

Ich verdrehe die Augen und sehe wütend zum See.

Wenn Kakarott nicht bald auftaucht dann-

Fein. Dieser verdammte Bastard.

...

Ich stehe kurz entschlossen auf, lege Kakarotts Fell ab und ziehe mich aus.

Plötzlich bemerke ich, dass es nackt irgendwie weniger kalt zu sein scheint, als angezogen.

Wahrscheinlich bloße Einbildung. Oder Wunschdenken. Mit Sicherheit beides.

Der Boden ist gefroren und das erste Wasser, das meine Füße bedeckt,

stichelt sich nadelnd durch meine Haut.

Ich atme einmal tief ein und bringe die Sache mit einem Kopfsprung hinter mich.

Das Wasser ist eiskalt, wird aber mit jedem Schwimmzug den ich unter Wasser mache,

wärmer. Jedenfalls scheint es so zu sein.

Wie ich Kakarott hasse.

Das Wasser ist kristallklar. Kami sei Dank.

In eine schmutzige, trübe Brühe, hätten mich keine zehn Pferde gebracht. Bah.

Ich blicke mich um, ob irgendwo irgendwelche ekligen Algen herumschwimmen, um schleimig über meine nackte Haut zu gleiten.

Ich werde Kakarott umbringen, wenn hier außer Fischen irgendwelche Urzeitviecher herumschwimmen...

Ich blicke mich nach ihm um.- Und nach den Urzeitviechern.

Schließlich bemerke ich ein sanftes Licht, das aus einer Art Grotte zu kommen scheint.

Ich verharre im Wasser und sehe vor meinen Augen, meine Luftblasen aufsteigen.

Kakarott ist vor dieser Grotte.

Er schwebt im Wasser liegend, davor. Sein Körper schwere- und leblos wirkend. Sauerstoffkugeln blubbern in geringem Zeitabstand aus seinem Mund.

Was soll diese Scheiße Kakarott?

Ich verharre kurz. Mir bietet sich ein eigenartiges Bild. Er bewegt sich kaum, das Wasser wiegt ihn leise und kaum sichtbar, hin- und her.

Sein schwarzes Haar fließt um sein Gesicht, der Oberfläche entgegen. Seine Augen sind geschlossen und sein Körper wirkt träge und schwer. Selbst in dieser surrealistischen scheiß Wasserschwebe.

Ich ertrage sein weinerliches Selbstmitleid einfach nicht mehr.

Was bei den stinkenden Schwefelbergen glaubt er dass er da tut?

Kami...

Verdammt nochmal.

Widerwillig schwimme ich zu ihm.

Er weigert sich, mich wahrzunehmen.

Ich kann einfach nicht glauben, was ich jetzt tue.

Ich lege meinen Arm um seinen Nacken und halte ihn unter der Achsel.

Dann nehme ich seine Beine und schwimme mit ihm zur Oberfläche.

Er denkt gar nicht daran, sich zu bewegen.

Ich ziehe ihn ans Ufer und hiefe seinen Körper an die Stelle, wo ich das Feuer gemacht habe.

Das Holz ist bald verbraucht. Ich sollte mich beeilen und neues dazu legen.

Er bleibt reglos auf der gefrorenen Erde liegen. Sofort bilden sich kleine Eiskristalle an seinem Saiyajinschwanz und in seinen Haaren.

Seine Lippen sind bläulich und der Bastard hat noch immer seine

Augen fest geschlossen.

"Ich habe nicht das geringste Problem dich hier liegen zu lassen, Kakarott." Doch. Das habe ich.

"Du bist ein Saiyajin! Benimm dich gefälligst wie einer, du Vollidiot." Die alte Leier. Ich meine es nach wie vor todernst damit.

...

Plötzlich bekomme ich das starke Bedürfnis ihn zu schlagen, oder wenigstens zu treten. Irgendetwas brutales, damit er aufhört mich zu ignorieren.

"Willst du sterben, oder was soll das verdammte scheiß Getue, Kakarott?"

Mann. Habe ich das gerade gesagt?-

Er blinzelt und versucht seine Augen zu öffnen. Scheint ihm irgendwie schwer zu fallen. Er ist unterkühlt. Seine Lippen beginnen unkontrolliert zu zittern.

"Verpiss dich, Vegeta." Lässt er mich mit leiser Stimme wissen.

Was hat er gerade zu mir gesagt? Das hat er noch nie-

"Verpiss dich selbst, du Abschaum!" Ich ziehe mich wieder an, während ich ihn wütend

beobachte.

"Machst du da unten einen auf Tannenzapfen, oder was soll das werden?

Zieh dir gefälligst was an. Ich kann mir was interessanteres vorstellen, als mir dein

"Gemächt" dauernd ansehen zu müssen.“

Toll. Meine Bemerkungen werden immer absurder. Ich sollte darüber nachdenken, was ich sage.

Andererseits glaube ich, dass es Kakarott im Moment ohnehin nicht wirklich wahrnimmt.

"Fein! Bleib hier liegen, Idiot. Ich hol Feuerholz."

"..."

Ich verdrehe die Augen und tue was ich angekündigt habe.

Als ich wieder komme, liegt er immer noch nackt da und friert sich seinen Saiyajin-Arsch ab.

Ich nehme mir Kakarotts Fell und lege es mir um die Schultern.

Wenn er es nicht will.-

Mir ist so kalt, dass meine Zähne zu klappern beginnen.

So wie ich das einschätze, dürfte Kakarott die Kälte schon gar nicht mehr spüren.

Ich fahre mir genervt über die Stirn, nachdem ich das Holz auf den bereits brennenden

Haufen geworfen habe.

Oh gut. Mein Stein ist noch warm. Ich setze mich darauf und schließe für einen Moment,

erleichtert über die mich durchströmende Wärme, die Augen.

Ich blicke auf ihn hinab. Sein Atem geht ruhig und stetig.

Dann lasse ich meinen Blick über seinen Körper fahren.

Er ist muskulöser und größer als ich.

Seine Haut ist irgendwie...kalt. Hauptsächlich und mit absoluter Sicherheit an erster Stelle mal kalt. Schon eigenartig, dass er nicht eine einzige Narbe am Körper trägt. Meine ist voll davon und dunkler als seine. Er hat so eine Art...Babyhaut.

Scheiß Begriff. Porzellan...Nein. Babyhaut. Rosig, glatt und wahrscheinlich weich, so oft wie er badet.

Er wirkt irgendwie zerbrechlich, wie er da so liegt...

Seltsam. Komisches Gefühl ihn da so liegen zu sehen.

Meine Augen fallen auf sein Genital.

Das ist auch größer als meins.

Für einen Augenblick verspüre ich Eifersucht.

Er hat Schamhaare. Schwarzes Haar, dass seinen Penis umrahmt.

Sein Saiyajinschwanz liegt ungeschützt und wahllos neben ihm.

Kami, was denke ich da für einen grandiosen Schwachsinn?

Ich nehme das Fell von meinen Schultern, ziele und bedecke seinen Unterleib.

Einige Minuten vergehen und ich sehe ins Feuer und wärme meine Hände daran.

Ich habe Kakarott nah genug ans Feuer gelegt. Ihm dürfte also langsam etwas wärmer werden.

Na klasse. Zu meinem großen Glück, fängt es an zu schneien.

Weitere Minuten vergehen. Schneeflocken fallen auf Kakarotts Haut und verglühen darauf zu kleinen Pfützen, die an ihm hinab fließen.

Ich frage mich kurz was Piccolo wohl denken mag, wo wir so lange bleiben.

Dann verwerfe ich diesen Gedanken. Der Namekianer pflegt sich bei uns raus zu halten.

Es sei denn, es geht um Son Gohan.

Dann ist er an erster Stelle und plustert sich auf, wie ein überhitzter Wetterballon.

Ich frage mich, ob Kakarott bewusst weiß, dass Piccolo Son Gohan mehr bedeutet,

als sein eigener Vater.

Wahrscheinlich nicht. Wer will schon ein beschissener Vater sein?

Er hätte Kinder- und Fraulos bleiben sollen. Saiyajin sind keine

Familienmenschen. Wir sind eine Kriegerrasse. Ein Haufen Elitekrieger, was das Universum betrifft. Sogar unsere Frauen.

Das hätte ihm klar sein müssen, statt sich immer wieder durch irgendeinen Mist aus der Affaire zu ziehen und sich selbst und seine Familie zu belügen. Wundert mich kein bisschen, dass Son Gohan sich Piccolo als Vaterersatz ausgesucht hat. Wahrscheinlich hat er auch so etwas, wie die perfekte Ergänzung gesucht- und gefunden. Einen Namekianer. Das könnte hinkommen, wenn man bedenkt, dass er halb Mensch ist. Piccolo ist kein Mensch, eine verdammt kluge Blitzbirne und ein Namekianer.

Angehöriger einer überaus friedlichen Rasse.

Das Piccolo den Weg des Kämpfers gewählt hat, ist Zufall.

Dieser komische Kami-Persönlichkeits-Spaltungs-Mist, wenn ich mich recht entsinne.

Kakarott im Vergleich hingegen.-Chronisch nicht da.

Tja Kakarott. Da hätten wir doch was ganz Großes, woran zur Abwechslung mal du selbst Schuld bist.

Ich könnte es ihm sagen, wenn er aufwacht, um ihn total fertig zu machen...

Aber auch das müsste er bereits mitbekommen haben. Auf irgendeine Art bestimmt.

Ich glaube nicht, dass er über so etwas nachdenkt. Wieso auch?

Hätte ich ein Kind, hätte ich bei Freezers Schwanz nie im Leben zugelassen, dass mein Nachkomme von einem Namekianer erzogen wird.

Wir sind und bleiben Saiyajin. Das vergessen alle viel zu oft.-

...
 

"Steh jetzt endlich auf, verdammt!"

...
 

"Verpiss dich."

"Das hast du gerade schon gesagt."

"Dann tu es auch..."

Wieder vergehen einige Minuten.

Es beginnt immer stärker zu Schneien und die Dämmerung setzt ein.

Es friert. Ich sehe einige Sekunden in das glimmende Feuer hinein.

Dank meinem Weib, trage ich mein Capsule Armband und ziehe schließlich

eine Kapsel heraus.

Ich betätige den Abzug und eine kleine Explosionswolke entsteht.

Als sich die Wolke verzieht, steht ein kleines Standard -Capsule-Haus dort.

Kakarott ist unterdessen eingeschlafen.

Ich habe nicht übel Lust ihn mit einem Ki-Blast zu wecken.

Stattdessen wundere ich mich darüber, dass ich ihn in das Haus trage.

Er fühlt sich kalt an. Sein Körper zittert. Schnee liegt auf dem weichen Fell, das ihn bedeckt.

Ich schließe die Tür hinter uns und lege ihn auf das Sofa im Wohnzimmer.

Es ist herrlich warm. Meine Haut beginnt zu kribbeln.

Irgendetwas beginnt mich an seinem Anblick zu stören.

Die Eiszapfen, die sich in seinen Haaren gebildet haben, oder sonst was.

Jedenfalls lege ich meine Hand, die Hölle weiß wieso, auf seine Stirn.

Eiskalt. Was hatte ich erwartet?

Dann streiche ich mit meiner Hand von seiner Stirn, über seine blass-gerötete Wange.

Dann sehe ich auf seine gebläuten Lippen und... “...“

Er stöhnt leise und erschöpft.

Ruckartig ziehe ich meine Hand weg.

Kami.

Ich wende mich von ihm ab, nachdem ich ihm eine Decke übergeworfen habe, und

gehe in die Küche. Mein Hunger hat unermessliche Ausmaße angenommen.

Der Kühlschrank ist voll gestopft, mit allen möglichen Lebensmitteln.

Ein herrlicher Anblick und im Gegensatz zu Kakarott, kann ich kochen.

Ich tue es nur nie.-

Aber was auch immer es ist, ich kann es zubereiten.

Ich stelle eine Pfanne und zwei Töpfe auf den Herd.

Dann beginne ich damit das Fleisch und das Gemüse zu bearbeiten.

Schade, dass Kakarott seinen blöden Fisch nicht gefangen hat. Das Fleisch scheint mir

ein bisschen wenig zu sein. Aber ich habe ja noch einige Kapseln, in denen Fressalien sind.

Es würde schon reichen.

Kurz darauf brutzelt mein Fleisch in Stücken in der Pfanne und das Gemüse blubbert kochend

in den Töpfen. Den Reis werfe ich in den anderen Topf.

Ich gehe zur Küchentür und lehne mich mit verschränkten Armen an den Rahmen.

Ich sehe zu Kakarott, der auf dem Sofa schläft.

In diesem Moment öffnet er seine Augen.

Sein Blick geht zur Decke, dann zu mir.

"Na? Aufgewacht, Dornröschen?"

"Wo..."

Er richtet sich auf und klammert sich an sein, durch das gefrorene und nun flüssig gewordene Wasser nass gewordene, Fell.

"Capsule Haus." Sage ich tonlos.

Er sieht mich wütend an. Dann resigniert an sich hinunter.

"Wo ist meine Kleidung?"

"Draußen. Steif wie ein Brett. Hol sie dir, wenn du willst. Oder nimm die hier."

Ich werfe ihm eine Kapsel zu.

"Winterklamotten. Gefüttert und was weiß ich nicht alles."

Er fängt sie auf. Wenigstens sind seine Reflexe noch da.

Irgendwie hatte ich was anderes erwartet.

Er setzt sich auf und öffnet die Kapsel.

Dann steht er auf und das nasse Fell pflatscht, wie ein nasser Sack zu Boden.

"Geh duschen." Befehle ich ihm. Das was er jetzt braucht. Denke ich.

"..." Er sieht mich nicht an, sondern nimmt die Kleidung, die aufgefaltet vor ihm auf dem Boden liegt und geht wortlos an mir vorbei, hoch ins kleine Badezimmer des Hauses.

"Idiot."

"Arschloch." Sagt er leise und kraftlos, als er die Treppen hochgeht.

Kami, es beginnt mich sekündlich mehr zu stören, wie er mich behandelt.

Ich weiß nicht wieso, aber ich sehe kurz zurück zum Herd und folge ihm dann ins Bad.

Er steht mit dem Rücken zu mir.

Sein Hintern ist muskulöser als meiner.

Ich sehe seinen Hintern kurz zornig an. Sein Saiyajinschwanz hängt lustlos, sich an sein rechtes Bein anschmiegend, hinter ihm. Schwarz wie die Nacht. Kein einziges, anders farbiges Haar.

Meiner besitzt leichte, dunkle, Rottöne.

Sein Körper scheint ein wenig unbehäbig steif zu sein.

Er ist wahrscheinlich noch etwas verfroren.

Seine Muskeln bewegen sich athletisch.

Seine Rückenmuskeln, die seitlichen Bauchmuskeln, sein

angespannter Hintern und seine Waden agieren unter seiner Haut,

als er einen Schritt tut, sich leicht vorbeugt und die Kleidung auf die geschlossene Toilette legt.

Dann dreht er sich um und öffnet die Duschtüre.

Ich sehe ihn von vorne. Seine Bauchmuskeln scheinen – scheinen- härter trainiert zu sein, als meine.

Er hat ein nine-pack, wie ich. Bis zu den Lenden.

Aber seine Muskeln sind irgendwie größer.-

Also insgesamt...

Sein Penis stört mich immer noch.

Wenigstens ist mein Saiyajinschwanz länger, als der Seine.

Die Rottöne nicht zu vergessen. Das ist weitaus wichtiger, als alles andere und beruhigt meine aufflammende Eifersucht auf seinen Körper.

Seine Brustwarzen sind hart. Und Rosa.-

...

Sein Haar ist inzwischen "aufgetaut" und hängt schwer hinunter.

Ein paar Strähnen kleben an seinem Gesicht.

Sein nasses Haar ist ziemlich lang. Ungefähr hat er im nassem Zustand,

dieselbe Haarlänge, wie ich.

Es fließt bis zu seinen Schulterblättern und haftet auf seiner Haut.

"Du siehst beschissen aus, Kakarott." - Nicht.

Er sieht mir direkt in die Augen. Ich erschrecke ein wenig.

"Und?"

Ich grinse dreckig. "Nur so. Du bist nicht in Form.

Du solltest härter trainieren.- Das ist alles."

Er geht wortlos in die Dusche und stellt das Wasser an.

Zuerst hält er sein Gesicht in den heißen Wasserstrahl und stemmt sich mit seinen Händen von der Duschwand ab.

Sein Haar gleitet glatt, an seiner Wirbelsäule entlang.

Sein Saiyajinschwanz beginnt sich wohlig über seinem Hintern hin- und her zu räkeln.

Die Dusche scheint ihm gut zu tun.

Er lässt seinen Kopf sinken und das Wasser über sich laufen. Seine Stirn stützt sich

an die Duschwand.

Ich gehe rüber zum Waschbecken und lehne mich dort an.

Es dauert ungefähr eine Minute, bevor er das Duschgel nimmt und sich damit,

mit dem Rücken zu mir, ein schäumt.

Dann dreht er sich um.

Seine Augen sind geschlossen. Er nimmt etwas mehr Duschgel und lässt die Flasche dann, geräuschvoll in die Duschwanne fallen.

Dann schäumt er seine Vorderseite ein.

Als er sein Genital ein schäumt, sehe ich kurz weg und wieder hin.

Er öffnet die Augen und fährt sich mit den Händen über Gesicht und Haare.

Dann nimmt er den Duschkopf in die Hand und wäscht sich das Duschgel ab.

Schaum fließt in Rinnsalen an seinem Körper entlang.

Ich verschränke meine Arme und sehe ihm ausdruckslos dabei zu.

Dann sieht er wieder zu mir.

Er sieht mich einfach nur an. Zehn, fünfzehn Sekunden?

Er zieht seine Augenbrauen leicht in die Stirn hinab, während er den Duschkopf über seinen Körper führt und beobachtet mich dabei.

Dann verengt er seine Augen und hält inne.

Was denn?

"Kannst du mir mal sagen, weshalb du mir beim Duschen zusiehst, Vegeta?"

"!"

Eine verdammt gute Frage.

Ich sehe ihn verblüfft an und öffne meine verschränkten Arme etwas.

Wieso zur Hölle stehe ich hier und sehe Kakarott beim duschen zu!?

"Was dagegen?"

"Ja.- Irgendwie schon..."

"..." Keinen Schimmer was ich jetzt sagen soll. Nicht den geringsten, verdammt.

"Hier riechts verbannt."

"Heh?"

"Hier- riecht-es-verbannt."

Meine Augen weiten sich. Nein! Mein Essen!

( Hatte mich soeben gerettet ).

Ich stürme raus und schwinge mich durch die Küchentür.

Der Reis ist runtergekocht und hat begonnen zu braten.

Mein Fleisch kokelt als Kohleklumpen vor sich hin und das Gemüse ist schwarz geworden.

Die Küche ist voller Qualm. "Scheiße!"

Ich gehe hustend und mir meinen Arm vor mein Gesicht haltend zum Fenster, und reiße es auf.

Ich stelle den Herd ab und sehe wütend, auf das angebrannte Esssen.

Ich nehme die Töpfe und die Pfanne und stelle sie in die Spüle.

Dann stelle ich das Wasser an und weiche alles ein.

Der Qualm verzieht sich langsam.

Genervt sehe ich zum Fenster hinaus und töte mit meinem Blick ein,

mich dreist anstarrendes, Eichhörnchen.

Das kleine Vieh kann froh sein, dass ich Kapseln habe und nicht wie Kakarott bin und alles aufspieße, was mir da draußen über den Weg läuft.

Die kalte Winterluft schweifelt den Qualm hinaus.

Ich nehme einen tiefen Atemzug frischer Luft, als ich zum Fenster gehe und hinaus blicke.

Ein kühler, unsichtbarer Mantel legt sich um meinen Oberkörper.

Plötzlich stockt mein Atem und eine Art heißer Blitz durchzuckt mich.

Langsam sehe ich, ungläubig an mir hinunter.

Fassungslos starre ich meinen Unterleib an.

...

Ich...bin erregt.

"Was?!?"

Ich kann deutlich spüren, wie mir mein Blut in meinen Kopf schießt und

mein Gesicht dunkelrot färbt.

Ich zögere nicht und stütze meine Hand auf die Fensterbank, ziehe meine Beine nach und springe kurzum zum Fenster hinaus.

Dort bleibe ich regungslos, in den Wald hinein starrend, stehen.

Im verdammten scheiß wahrsten Sinne des Wortes.

...

Das Eichhörchen ist dran!

Ich ziele und eine Sekunde später, fällt es schwarz kokelnd vom Ast.

Humpelnd, torkelt es davon.

?

...

Rigoroses Scheiß-Vieh.

...

Ich denke an gar nichts.

Ich starre einfach nur einen Baum an und lasse die Kälte auf mich wirken.

Mein Puls hämmert mir gegen die Schläfe und ich werde wütend.

Meine immer kälter werdenden Hände balle ich zu Fäusten und stemme sie hinter mir,

gegen die Wand.
 

"Wieso stehst du da draußen rum, Vegeta?"

Oh nein.

"Das geht dich einen verdammten Scheißdreck an Kakarott,

halt bloß die Klappe!" Fluche ich zurück.

Er würde wohl kaum raus kommen.

Trotzdem habe ich Panik davor, dass er irgendeinen hirnverbrannten Grund finden könnte,

es doch zu tun.

"Das Essen ist wohl hin..." Lässt er mich mit großem Bedauern in der Stimme wissen.

"ACH WAS?!"

Ich höre einen absurden, laut protestierenden Ton aus seinem Magen.

Ich sehe zögernd an mir hinab und atme dann erleichtert aus.

Meine Erregung ist verschwunden.

Mit einem Sprung bin ich wieder in der Küche und sehe Kakarott voller Zorn an.

"Was ist?" Fragt er, mich unschuldig und überrascht.

Das ist alles nur seine Schuld!- Bastard!

"Nichts." Murmel ich gereizt und schiebe ihn zur Seite, während ich an ihm vorbei gehe.

Ich nehme eine Kapsel von meinem Armband und werfe sie auf den Küchentisch.

Eine komplette Mahlzeit erscheint. Heiß und dampfend.

In unser beider Augen leuchtet es kurz auf.

Ich verdränge all meine unfassbaren Gedanken.

"Wir sollten im Wohnzimmer essen, bis der Rauch raus ist.

Außerdem wird´s hier kalt." Sagt Kakarott.

Er geht zum Fenster und ich bin froh, dass er nicht weiter auf mein eigenartiges Verhalten eingeht.

Wundern tut es mich allerdings auch nicht.

"Hey!"

"?"

Ich drehe mich zu ihm um und sehe, wie er sich in diesem Moment

über den Fenstersims schwingt. "Hui!"

"..."

Was soll das denn schon wieder? Frage ich mich und sehe dann, wie er irgendwas vom Boden aufhebt.

Ich kann nicht sehen, was es ist.

Er hält es in der Hand und-

Ich drehe mich auf dem Absatz, in einem Schwung um und schlage mir an die Stirn.

Kurz durchzuckt mich der Anfang eines schlimmen Lachkrampfes, der übel geendet hätte.

Ich schlucke ihn sofort hinunter.

Manchmal will ihm einfach nur weh tun.-

Dann sehe ich verärgert und ein wenig ungläubig zu ihm hinaus.

Dieses verdammte scheiß Eichhörchen!

"Willst du es essen?" Frage ich ihn resigniert.

"Nein!"

Soviel Protest in der Stimme, habe ich nicht erwartet.

Bei meinem Saiyajinschwanz wette ich, dass er kurz darüber nachgedacht hat.

"Awwwe. Bist du von einem Blitz getroffen worden?"

Ist er bescheuert?-

Es schneit. Der Himmel ist glasklar.

Vollidiot.

Ich runzle die Stirn und frage mich, wie er das ernst gemeint haben kann.

Aber gut. Er kommt gar nicht erst auf die Idee, dass ich es gewesen sein könnte.

Das hätte ja vielleicht zu unangenehmen Fragen führen können.

Bei ihm weiß man ja nie.-

Während ich noch über seinen naiven, nicht gerade vor Intelligenz strotzenden Kommentar "staune", hält er sich das kokelnde Tierchen an die Brust und streichelt vorsichtig, über dessen hin- und her baumelndes Köpfchen.

"Schade, Kakarott. Gar ist es ja schon." Ich finde nichts witziges mehr daran.

Manchmal hat er wirklich einen totalen Vollhau. Er ist ein Saiyajin!

Peinlich.

Er lächelt es seltsam an.

Moment mal. Will er es hier rein schleppen?

"Lass´ das verdammte Ding draußen, komm rein und mach das blöde

Fenster endlich zu." Sage ich durch meine geschlossenen Zähne.

Er ignoriert mich. "Wird schon wieder." Sagt er zu dem Stück, qualmender Kohle in seiner Hand.

"Kakarott. Lass das Vieh draußen, oder ich ess es!"

Wie kann man sich nur so daneben benehmen, wie er?

Er sieht mich plötzlich herausfordernd an und grinst dämlich.

Ich erwiedere seinen Blick überrascht.

Will er mich ärgern!?

Kaum habe ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, steht Kakarott auch schon wieder, samt des ziemlich mitgenommenen Eichhörchens, in der Küche.

Ich trete angewidert einen Schritt zurück. Ignoranter Bastard.

Er schließt das Fenster hinter sich und steckt sich das Vieh in sein Oberteil.

Hilfflos klammert es sich an den dichten Stoff und guckt mich aus großen Kulleraugen belämmert aus seinem Kragen heraus, beschuldigend an.

"Scheiß Eichhörnchen..."

"Aweee. Na wird´s wärmer, Kleines?"

Das dem Ding schon wohl warm genug gewesen ist...

"Kami weiß, ob das Vieh Tollwut hat. Oder sonst was, Kakarott." (Igitt.)

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob er es nicht doch essen will.

"Ich bringe es ins Badezimmer."

Ja. Genau.

"Nein."

Er sieht mich an, als hätte ich ihm gerade gesagt, das die Sonne explodiert ist.

"Warum nicht?"

Warum nicht?

"Das ist mein Capsule Haus. Das Ding kommt auf gar keinen Fall ins Badezimmer."

Das scheint er zu kapieren.

"Wohin dann?"

In den Kamin, in den Biomüll, allerhöchstens ins Klo.

Und auch nur, wenn die Hölle zufriert.

"Raus."

"Nein."

"Nein???"

"Nein."

Wieso diskutier´ ich überhaupt mit ihm darüber?

Er hat sie offensichtlich nicht alle.

...

Wenn ich es schnell genug mache, kann er es nicht verhindern.

Aber er ist verdammt schnell. Schneller als ich.- Ich werde ihn ablenken und-

Was?

Kakarott hat den Kopf leicht zur Seite geneigt und sieht mich misstrauisch an.

Beschützend, legt er seine Hand um seinen Kragen.

"Denk nicht mal daran Vegeta." Sagt er mit ernster Stimme zu mir.

Mist. Ich muss grinsen und spüre, wie mein Grinsen breiter wird.

Ich liebe es, wenn er meine Gedanken lesen kann und so reagiert.

"Hör auf so fies zu grinsen. Tu dem Kleinen hier was und ich werde dich draußen vom Boden aufsammeln."

Seine Stimme ist tief und warnend.

Ich spüre, wie sich bei seinen Worten, eine angenehme Hitze in meiner Magengegend ausbreitet.

Die Vorfreude und Aussicht auf einen Kampf mit ihm.

Normalerweise wäre ich ihm dafür, sofort an die Kehle gegangen.

Aber ich habe ziemlich großen Hunger und ich weiß,

dass er es nicht ernst genug damit meint.

Außerdem. Entweder hat man einen sehr guten Grund um zu kämpfen, oder gar keinen.

Eines von beiden, aber mit Sicherheit kein, mit einem Fuß im Jenseits stehendes, Eichhörnchen.

Trotzdem schade um den Kampf. Ich habe einen Gut bei ihm. Und er bei mir.

Kampftechnisch betrachtet.

Das wissen wir jetzt beide und sind nicht gerade unglücklich darüber.

Das Vieh an seinem Hals bewegt sich.- Bah.

Ich werde es, wenn er schläft pulverisieren. Denke ich mir.

Wenn es bis dahin nicht aus seinem Pullover verschwunden ist, ist es nicht meine Schuld. Ich vermeide ein Grinsen, als er- so wie er klingt- die Idee des Jahrhunderts hat.

"Ich gebe dir ein paar Bröckchen einer Szenzu Bohne!"

Ich sehe Kakarott ein paar Sekunden lang einfach nur an.

Ich weiß nicht, ob ich dazu noch etwas sagen will. Und kann.

Ich wende mich, ihn ignorierend ab und fahre mir kurz genervt über die Schläfen.

Na ja. Immerhin besser, als wenn das Vieh noch eine Sekunde länger hier im Haus ist.

"Mach was du willst." Kommentiere ich trocken und verdrehe die Augen.

Kurz darauf, gibt er dem halbtoten Ding ein paar kleine Stückchen, zerbröselter Szenzu Bohne und das Vieh ist wieder oben auf.

Kakarott öffnet das Fenster und lässt es nach draußen, in die aufkommene Dunkelheit

schlüpfen.

Ich sehe es in den schneebedeckten Baumwipfeln verschwinden.

Danach schließt er das Fenster wieder und setzt sich schweigend an den gedeckten Küchentisch.

Er sieht stillschweigend auf die Hände in seinem Schoß.

Ich beobachte ihn unwillig, kann aber irgendwie auch nirgends anders hinsehen.

"Vielleicht hätten mehrere Szenzu Bohnen Chichi geholfen." Sagt er leise.

Oh toll. Das Thema wieder. Nein Danke.

"Schwachsinn, Kakarott." Was zum...Wieso halte ich nicht einfach meine verdammte Klappe?

Er sieht auf und mich neugierig an.

Ich wende mich schnell ab.

Dieser Blick.-

Ich hasse es wenn er mich so ansieht, oder irgendjemand anderes das tut.

Habe ich jemals in meinem Leben jemanden so angesehen? So Hilflos und

schwach? Wohl kaum.

Niemand und ich meine niemand, hat das Recht dazu mich so anzusehen.

...

Er schweigt und ich werde unwillens, neugierig.

Das Essen steht auf dem Tisch und er hat noch nicht einen Bissen getan.

Wenn das nicht seltsam ist, weiß ich nicht was seltsam ist.

Das erinnert mich an meinen eigenen Hunger.

Ich drehe mich zu ihm um und sehe, dass er seine Stirn in seine Hand gestützt hat.

Ich blicke kurz zu Boden und dann wieder zu ihm hin.

"Essen wir nun im Wohnzimmer?" Fragt er im normalen Ton.

Er nimmt seine Hand runter und sieht mich an.

Ich nicke knapp. Hätte er ruhig früher sagen können.

Bevor sich die ganzen Fressalien auf dem Küchentisch aufgebaut hatten.

Idiot.

Wir tragen die Sachen ins Wohnzimmer und schließen die Küchentüre hinter uns.

"Fernsehen?" Fragt er mich neutral.

"Ist mir egal."

Er nimmt die Fernbedienung und schaltet den Fernseher ein, während er bereits beginnt zu essen.

Z-TV. Berichterstattung aus der östlichen Hauptstadt, über ein neues Kaufhaus das absolut Erdbebensicher sein soll. Langweilig. Ich sehe nie Fernsehen, aus eben diesem Grund.

Wir beide essen schweigend und schnell.

Die Schalen stapeln sich nach einer viertel Stunde vor uns auf dem Tisch und wir sehen den Fernseher flankiert von Porzellan.

Ich tue mir das stumpfe Gelaber im Fernsehen an, weil ich weder aufstehen, noch mich mit Kakarott unterhalten will. Der Scheiß blendet sich gleich von selbst bei mir aus.

Er scheint so etwas ähnliches zu tun.

"Vegeta?"

Oder auch nicht.

Verdammt.

"Was."

"Ich werde mir einen Job zulegen."

Langsam sehe ich zu ihm rüber. Meint er das etwa ernst?

"Als was?" Reine. Amüsierte. Neugierde. Meinerseits.

"Ich lese seit letzter Woche, morgens die Zeitung und-

"Bulma hat mir gesagt, du kannst nicht lesen." Er lügt nicht. Ich weiß das und bin gespannt, was er mir antwortet.

"Muten Roshi hat es uns damals gelehrt, als ich und Krillin bei ihm das erste mal trianiert haben."

Darauf wäre ich allerdings nicht von selbst gekommen.

"Er hat uns vorgelesen und dann waren wir an der Reihe."

Ich will nicht wissen, was Kakarott und die glatzköpfige Flachbirne da zu lesen bekommen haben...

"Japanische Märchen, Gruselgeschichten, Abenteuer und so etwas." Beantwortet Kakarott

meine Frage, die ich nicht gestellt habe.

Stimmt ja.

Pornos kann man nur schwer lesen.

"Ich habe mich als Kung fu-Trainer in der westlichen Hauptstadt beworben." Erklärt er emotionslos.

Lächerlich. Kami. Wen will er da trainieren! Etwa Menschen?

Ich sehe wütend zum Fernsehen. Was für ein Schwachsinn.

"Wozu?" Frage ich ihn.

"Um Geld zu verdienen. Und weil-" Er hält inne und sieht statt zu mir, jetzt auch zum Fernseher.

"Bulma hat Geld." Sage ich ihm schlicht und achselzuckend.

Hat er das vergessen?

"Ich weiß."

Mein Weib hat mir gesagt, dass sie so reich sei, dass sie manchmal gar nicht wisse,

wohin mit dem vielen Geld.

Sie drückt Kakarott jedes mal, wenn er bei uns zu Besuch ist, einen Haufen davon in die Hand.

Manchmal einen kleinen Koffer, oder das Geld, in beigefarbenes Packpapier eingeschlagen.

Bei Son Gohan tut sie dasselbe.

Allerdings hat sie das nie in Anwesenheit von Chichi getan, soweit ich weiß.

Ihr, hat sie auch noch nie Geld gegeben.-

Dass Kakarott und seine Familie von Bulmas Geld leben, ist kein Geheimnis.

Glaube ich zumindest. Ich kann mir auch niemanden vorstellen, den das

ernsthaft interessieren würde.

Er bekommt Geld und Kapseln von Bulma. Und?

Bulma hat mich unnötiger Weise wissen lassen, dass Kakarott sonst jährlich an Turnieren hätte teilnehmen müssen, um an Geld zu kommen. So, wie er es schon einmal getan hat.

Sogar ich hätte ihm aus diesem Grund Geld gegeben, wenn ich ihn nicht hassen würde.

Und er hätte die Erde so oft gerettet, dass er reich, statt arm sein sollte. Hatte mir mein Weib erzählt.

Hat mich nicht sonderlich interessiert.

Ich glaube, sie hat mir das beim Frühstück erklärt.

Wenn ich esse, höre ich sowieso nur halb zu.- Wenn überhaupt.

Jedenfalls sollte kein Saiyajin gegen Menschen kämpfen, nur um an diese Papierlappen zu kommen. Und sie schon gar nicht trainieren! Was will er denen bitte beibringen?

Aufrecht stehen bleiben, bei Gegenwind?

...

Mir hat mein Weib die Nummer vom Haustresor gegeben.

Der ist ziemlich groß und voll von dem Geld-Zeug.

Ich finde es ehrlich gesagt albern, diese Papierlappen zu nehmen,

um es gegen irgendetwas einzutauschen. Was auch immer es sein mag.

Menschen...

Wann immer ich will, kann ich den Tresor öffnen und mir herausnehmen, was ich brauche.

Ich habe kein Problem damit. Kakarott bisher auch nie. Wieso also plötzlich?

"Sprich dich aus, Kakarott." Sage ich zu ihm.

"Ich will für Son Gohan arbeiten gehen."

Für- Son -Gohan.

Unsinn.

"Du meinst Chichi." Berichtige ich ihn.

Habe ich gerade tatsächlich das Thema auf sie gelenkt?

Vielleicht war der Fisch von vorhin schlecht.-

Er schweigt. Ich meine ihn aus dem Augenwinkel heraus, leicht nicken zu sehen.

"Son Gohan ist es egal, glaub mir." Sage ich schnell.

Keine Ahnung ob das wirklich stimmt.

Ich will ihn irgendwie davon abhalten, zu arbeiten.

"Es ist ein gut bezahlter Job. Ich könnte uns ernähren und wäre nicht so alleine, wenn Son Gohan zur Schule geht."

Alleine?-

...

"Son Gohan geht in keine Schule, also was soll das Kakarott?"

"Er will. Ich habe ihn gefragt."

"..."

Stimmt. Der Knirps ist nicht dumm.

Ich weiß nicht wirklich, was ich dazu sagen soll. Also lass´ich es.

"Außerdem will ich irgendwas mit meinem Leben anfangen." Er klingt, als hätte er den Satz auswendig gelernt. Dende.

Er braucht einen Exorzisten. Chichi spricht aus ihm. Irgendwie unheimlich.

Ich habe plötzlich keine Lust mehr, ihm auch nur eine Sekunde weiter zuzuhören.

"Ich bring den Kram in die Küche." Meint er.

Kakarott steht auf und stapelt auf jeweils eine Hand,

die gesamten Schalen. Kami sei Dank.

Dann kickt er mit seinem Fuß die Türklinke zur Küche runter und öffnet diese.

Ich höre, wie er das Geschirr in die Spüle stellt.

Ich sehe wieder zum Fernseher.

Irgendein fetter Typ, mit aalglatter Frisur wird interviewt.

Es dauert ganze fünf Minuten, bis ich mich nicht mehr gegen den Drang wehren kann, ihm

in die Küche zu folgen.

Ich stehe auf und gehe zu ihm. Den Fernseher lasse ich laufen.

"Ich spüle." Sagt er.

?

"...Ist ja der Wahnsinn, Kakarott."

Er scheint irgendwie weggetreten zu sein.

Jedenfalls starrt er ausdruckslos auf das Geschirr.

Ich muss lachen. Wenn er spülen will, dann bitte. Nur zu.

Kakarott starrt immer noch auf das Geschirr.

...

Ziemlich lange.

Ja. Schon klar. Irgendetwas stimmt nicht.

Ich atme einmal tief ein- und wieder aus.

"Willst du es mit deinem "Spülblick" abwaschen?"

Er sieht nicht auf.

"Chichi hat bei Oktoperon einen Test bestehen müssen.

Wir waren in den Bergen und waren bei dieser uralten Frau, Namens Oktoberon gelandet."

Was...? Ohhhhh nein, Kakarott. Ganz bestimmt nicht.

Ich verlasse die Küche, so schnell ich kann und springe über die Lehne aufs Sofa zurück.

Mir ist scheiß egal was läuft.

Er erhebt seine Stimme, damit ich ihn hören kann.

"Sie musste Geschirr spülen, um zu beweisen, dass sie eine gute Hausfrau abgeben wird."

Ich drehe den Fernseher lauter. Ich will das absolut nicht hören.

,,Sie zerbrach die Hälfte des Porzellans, Vegeta.

Dann musste sie das Haus sauber machen und draußen das Laub weg fegen.

Wir waren damals zusammen auf der Suche nach dem Fächer von Bachu, um das Feuer am Bratpfannenberg zu löschen und um heiraten zu können."

Was für´n Berg? Hergott nochmal.

"Wir wussten beide nicht, dass sie das Laub mit genau diesem Fächer fegte."

Ich starre wütend, in den Fernseher und verschränkte meine Arme vor der Brust.

Wenn er nicht gleich damit aufhört, mich zu nötigen mir diesen Scheiß anzuhören,

bringe ich ihn dazu.

"Sie trug das Kleid ihrer Mutter bei der Hochzeit. Ihr Vater hatte es in einer riesigen Truhe aufbewahrt."

Mein Kopf schnellt zur Küche, als ich Geschirr zerbersten höre.

Was ist denn jetzt schon wieder?

Kakarott hat seine Faust hinein geschlagen.

"Sie ist tot!" Höre ich mich frustriert und hörbar wütend, rufen.

Kapiert er das nicht?

In der Küche wird es muchsmäuschenstill.

Ich funkle den Fernseher tötlich an.

Das darf doch wohl alles nicht wahr sein.

Ich war als Kind schon härter, als er es jemals sein wird. Denke ich beiläufig und stolz.

Er hat kein Recht hier die Heulsuse zu machen. Nicht das Geringste.

...

Ich schließe die Augen und schüttle langsam den Kopf´über mich selbst.

Warum? Weil ich wieder in die Küche gehe.

Seine Hand blutet.

"Deine Hand blutet, Idiot."

Er schweigt und sieht auf das zerbrochene Geshirr, in der Spüle.

"Was soll ich denn jetzt mit Son Gohan machen?"

"Er hat Piccolo." Was ist daran unklar?

Kakarott hebt sein Gesicht und sieht mich an.

"Ich bin sein Vater."

"Ach. Seit wann?"

Er richtet sich auf und tötet mich mit seinem Blick."

Nerv getroffen. Ha!

"Kami, Kakarott. Ich kann dein Selbstmitleid nicht ertragen. Hält ja keiner aus."

"Willst du mir irgendetwas sagen, Vegeta?!"

Und ob!

Ich lehne mich an den Türrahmen.

"Piccolo ist ausreichend für Son Gohan."

"Wie meinst du das...?"

"Wenn ich dich mal kurz aufklären darf, Kakarott."

"?"

"Was glaubst du, weshalb Son Gohan dich so sehr anbetet, Idiot?

Findest du das nicht irgendwie eigenartig?" Würde das nicht jeder?

Er sieht mich überrascht an und fällt vor meinen Augen aus allen Wolken. Sehr gut.

"Er ist mein Sohn und liebt mich." Antwortet Kakarott mit unübertroffener Selbstverständlichkeit und Naivität in seiner Stimme.

Ich hatte seit ich fünf Jahre alt war, meine Gründe zu tun was ich tat und wie ich mich wem gegenüber verhielt. Mein Leben hing davon ab. Ich war zwar ein Kind, aber mit Sicherheit kein dummes.

"Ist das so? Ich meine, ist das wirklich so? Denk mal darüber nach, Kakarott."

Sein Blick bricht. Das amüsiert mich weniger, als ich gedacht habe...

Aber das hier ist ja schließlich auch kein Kampf.

"Wir sind Saiyajin Kakarott."

"Was soll das heißen?" Fragt er mit brüchiger, wütender Stimme.

"Willst du wissen, warum sich Son Gohan dir gegenüber so verhält, oder willst du es nicht."

Er schweigt einen Augenblick und sieht verletzt und überlegend zu Boden.

Wieso denkt er darüber nach? Ich würde es wissen wollen. Glaube ich.

"Weshalb?" Die Frage fällt ihm sichtlich schwer.

"Er vergöttert dich, weil er glaubt, dass er es tun muss."

"Was bedeutet das...?" Er weiß es wirklich nicht.

"Er will sich selbst beweisen, dass er dich liebt, nicht dir.

Und das, ist nichts Gutes.

Piccolo ist mehr sein Vater, als du es jemals sein kannst, Kakarott."

Er sieht mich verwirrt an.

"Ich glaube dir nicht."

"Dann lass es."

Ich kann förmlich sein Herz brechen hören.

"Du bist ein Saiyajin. Wir sind so." Sollte ihm einleuchten. Oder?

"Ich liebe meinen Sohn, du verdammtes Arschloch!"

"Arschloch? Weil ich dir die Wahrheit sage?!"

Er wusste, das ich recht hatte. Ich konnte es spüren.

"Du liebst ihn? Du bist ein Saiyajin Kakarott und setzt alles daran, es dir nicht eingestehen zu müssen."

"Was soll dieses Saiyajin Gelaber schon wieder, Vegeta? Er klingt resigniert.

Das macht keinen Spaß mehr.

"Hör endlich auf mir dauernd diesen Mist zu erzählen, Vegeta du hast überhaupt keine Ahnung."

"Du tust dasselbe, wie Son Gohan. Wie wäre es damit?"

"Halt deinen Mund." Sagt er plötzlich gefährlich leise.

"Was, wenn nicht?" Ich grinse, nur weiß ich dieses mal nicht, wieso.

Er lässt mir auch nicht großartig Zeit, um darüber nachzudenken.

Plötzlich fliege ich quer durch den Raum und er liegt über mir auf den Boden,

meinen Kragen fest haltend und mich an sich heran ziehend.

Seine Augen sind dunkel und wütend.

(Ja!)

Ich lege noch einen drauf und kann nicht anders, als ihm neugierig und aufgeregt,

in die Augen zu starren.

"Du bist irgendwie wichtig für ihn. Mehr aber auch nicht.

Wahrscheinlich hasst er dich insgeheim, weil du ständig versuchst, vor ihm abzuhauen.-

Genau, wie du es bei Chichi immer getan hast."

Sein Atem beschleunigt sich und er schluckt einmal schwer.

Sein Saiyajinschwanz schlägt hinter ihm aus.

Er beißt die Zähne sichtlich zusammen.

Sexy...

Ich grinse ihn an. "Ich habe recht!" Kami. Seine Augen sprühen Feuer.

"DAS HAST DU NICHT!"

(Mehr...)

"Er hat sich Piccolo als Vater ausgesucht. Komm damit klar. Das ist das Beste, was dir passieren kann. Er hat dir deine Verantwortung genommen. Sei froh darüber."

Kakarotts schwarzen Augen glühen und sein Griff an meinem Pullover, festigt sich.

"Du....verdammtes Arschloch." Flüstert er verbissen, tonlos und mit

Verzweiflung in der Stimme.

"Quäl dich ruhig. Ist ja nicht mein Problem." Ich grinse breiter.

Er zieht mich näher zu sich heran. Wir sehen uns starr in die Augen.

Seine, füllen sich mit unterdrückten Tränen.

Verdammt, nein! Er macht es schon wieder!

"Hör auf zu heulen, Abschaum. Das ist so erbärmlich." Nicht.

"Schwein." Flüstert er und sein heißer Atem geistert über mein Gesicht.

(Hmmmmmm).

Das Feuer ist noch nicht erloschen.

Irgendwie fühle ich mich durch seine Tränen angemacht.-

Das sind keine Tränen eines selbstmitleidigen, Idiotens.

Nein. Es sind Tränen voller Wut! Ich kann mein Grinsen kaum zurück halten.

Unsere Augen verlieren keinen Moment den Kontakt.

Meine bekommen einen verlangenden Glanz.

Kakarott, scheint es nicht deuten zu können. Er sieht mich eigenartig an.

Verständlich.

Ich spüre, wie mein Herz schneller zu schlagen beginnt,

als seine Augenbrauen sich tief in sein Gesicht ziehen und er mich abschätzend ansieht.

Er wischt sich, in einer schnellen Bewegung, eine Träne an seinem Oberarm ab und funkelt mich wieder wütend an- und dieses mal, nieder.

Ich denke, aus Wut zu weinen ist vollkommen in Ordnung.-Weiß er nur nicht. Und ich werde es ihm nicht sagen.

Eine Träne tropft auf mein Gesicht. Ich blinzle ein paar mal, sage aber nichts.

Er verengt seine Augen, wütend darüber wegen meiner Worte zu weinen.

Ich fühle, wie mein Mund sich von selbst zu einem Lächeln formt und spüre seinen erhöhten Herzschlag an meiner Brust.

Dann greife ich ihm brutal ins Haar, presse meine Lippen auf die Seinen und küsse ihn.

!!!

Einfach-so.

...

Er reißt seine schwarzen Augen auf, während ich meine genüsslich schließe.

Dann fahre ich mit meiner Hand über seine Hüfte und lasse sie über seinen Rücken zu seinem

Hintern gleiten.

Feste Muskulatur. Mehr als durchtrainiert. Kami.-

Ich stöhne ungewollt in den Kuss hinein und lasse meine Zunge grinsend, über seine Unterlippe

gleiten.

Ich öffne halb meine Augen und sehe, wie mich Nachtschwarze anstarren.

Ich grinse in den Kuss hinein. Kakarott scheint etwas sagen zu wollen. Ungenaues Gemurmel.

Ich nutze die Gelegenheit und lasse meine Zunge zwischen seine Lippen gleiten.

Er schmeckt wie er aussieht. Unwahrscheinlich heiß und sexy.

Irgendetwas explodiert in mir. Ich kann nicht genau beschreiben was es ist, aber seine leichte Gegenwehr und wie er seine flache Hand auf meine Brust legt, um mich halbherzig weg zu schieben, macht mich unheimlich an. Ich spüre, wie er unter meiner Berührung zusammenzuckt, als ich knetend seinen Hintern ertaste.

Sein Saiyajinschwanz zittert nervös hinter seinem Rücken.

Ich schlinge den Meinen jetzt um sein Handgelenk und führe seine Hand zu meiner Hüfte.

Er will sie ängstlich weg ziehen, aber ich lasse ihn nicht.

Mein Saiyajinschwanz lässt seine Hand verharren, bis er selbst aktiv wird zumindest.

Mach was! Denke ich unruhig, weiß aber, dass ich seine stille Weise mich dazu zu bringen aufzuhören, sehr viel mehr will.
 

Ich öffne erneut, auch wenn es mir zunehmend schwerer fällt, meine Augen. Seine sind halb gesschlossen. Eine dunkle Glut fließt in seinem Blick.

Er scheint nicht leugnen zu können, dass er es genießt. Kein Wunder. Ich verhalte mich nicht gerade, wie ein Schulmädchen.

Er hingegen.-

Er flüstert etwas. Meine Lippen ruhen wartend. „Chichi...“

Ich zögere nicht und beiße in seine Unterlippe für diesen unnötigen Kommentar.

Eigentlich wollte ich ihm etwas passendes antworten, doch meine Stimme versagt, als ich seine Zunge umspiele und heißen, weichen Samt schmecke.

Ich sauge an seinen Lippen, als hätte ich noch nie geküsst.

Vielleicht habe ich es auch noch nie getan. Denn genauso fühlt es sich an. Bulmas Lippen sind schmaler. Weniger warm und nass.

Ich greife in sein schwarzes, dichtes Haar. Dichter als Bulmas und...wie es riecht!

Diese Mischung aus Natur, Zitronen-Schampoo das oben im Badezimmer steht und seiner Haut, die nach Salz und weichem Alabaster schmeckt. Seine Haut auf meiner.-

Zart und rau zugleich. Anschmiegsam, warm und mit sich bewegender, harter Muskulatur darunter.

Er lässt seinen Kopf freiwillig in den Nacken sinken.

Sehr gut. Leichte, widerwillige Nachgabe. Ich lasse meine Zunge zwischen seinen nassen, voluminösen Lippen heraus fahren und lecke an seinem Hals entlang, bis hin

zu seiner Halsbeuge.

Ich lasse meine Zunge dort hinein tauchen.

Er keucht in mein Haar und eine Gänsehaut, als wäre Freezer mir über den Rücken gekrochen

umschmiegt meine Haut. Ich spüre, wie sich die feinsten Häärchen an meinem Saiyajinschwanz aufstellen.

Meine Hände umschließen seinen Hintern.

Ich kann nicht aufhören ihn dort zu massieren.

Meine festen Griffe entlocken ihm endlich ein Stöhnen.

Ein Stöhnen, das mich wiederum dunkel aufkeuchen lässt.

Der Klang seiner Stimme ist flehend, verlangend und gleichzeitig voll süßer Erregung.

Ich fahre mit meinen Händen hinten, unter sein Oberteil und ertaste seine Wirbelsäule,

die ich ihm so oft schon habe brechen wollen.

Der Gedanke daran, macht alles nur noch intensiver.

Ich gleite langsam und mit zittrigen, erwartenden Fingern, nach vorne um seinen Gi Gurt zu lösen.

Verdammter Knoten.

Hat er Angst das seine Hose rutscht?

Könnte man meinen.

Während ich an seinem dämlichen Knoten herum fummle, streife ich meine

Gi Hose von meinen Hüften.

Seine Hand verharrt nach wie vor, regungslos in der Schlinge meines Saiyajinschwanzes,

an meiner Hüfte.

Ich streife meine Hose in einer gekonnten Bewegung von meinen Beinen und fege sie mit

meinem Fuß zur Seite.

Endlich löst sich der Knoten und ich ziehe den schwarzen Stoff von seiner Hüfte.

Ich habe mich getäuscht. Die Hose ruht brav liegend auf den Muskeln seiner seitlichen Bauchmuskulatur und die seines straffen Hinterns.

Ein eigenartiger Geschmack fließt ziehend durch meine inneren Wangen und ich spüre, wie sich meine Männlichkeit regt.

Innerhalb einer Sekunde, habe ich ihm sein Oberteil ausgezogen und

er...sieht aus wie ein Gott. Was für eine bescheuerte Redewendung, aber...

Die definierten Bauchmuskeln spannen sich an, als er scharf die Luft einzieht.

Es scheint ihm unangenehm zu sein halbnackt vor mir zu stehen, obwohl wir uns im Kampf

bereits mehr als einmal so gesehen haben.

Zweifelnd sieht er mir in die Augen.

„Vegeta...“ Seine Stimme ist leise, erregt und ängstlich.

Ich kann nicht anders und grinse mein gnadenlosestes Grinsen.

„Ich...“

Seine Stimme klingt wie Schmirgelpapier.

Ich antworte nicht. Ich kann auch gar nicht.

Sofort bin ich wieder über seinen Lippen und ziehe ihn zu mir hinunter, wie vorhin.

Immerhin ist er über einen Kopf größer als ich. Meine Hände greifen in sein Haar. Dann lasse ich eine über seine schmerzlich genau defenierten Brust- und Bauchmuskeln fahren.

Er erbebt unter meinen Berührungen.

Ein Bild schießt durch meinen Kopf, wie er schweiß bedeckt nach Atem ringt.

Ich stöhne geräuschvoll in einen Kuss hinein.

Ich öffne meine Augen und er sieht mich verwundert an.

Hat ihm etwa noch nie jemand gesagt, wie unglaublich heiß er ist?!

Kami. Wohl kaum. Denn genau so sieht er mich gerade an. Als ob er nicht wüsste, weshalb ich

hier beinahe vor Lust vergehe.

„Dein Körper...“ Bringe ich gepresst hervor.

„Ja?“

Wie „Ja“?

„Sexy.“ Hauche ich.

Er blinzelt, während ich mich um Worte bemühe, die ich nicht formulieren kann.

Wie erklärt man jemandem, der es anscheinend nicht selbst weiß, wie unwahrscheinlich gutaussehend und antörnend er ist?

„Wie Essen.“ Meine Fresse. Was anderes fällt mir nicht ein?!- Beschämend.

Ich lehne grinsend meine bereits entflammte Stirn auf seine, sich schneller hebende Brust und reibe meine Stirn leicht hin und her, als ich meinen Kopf schüttle.

„Oh.“ Sagt er leise und stickig.

Ich sehe langsam zu ihm auf.

JA!- Er sieht zur Seite, ist errötet und hat es sofort kapiert!

Er lächelt leicht berührt.

Ich grinse dreckig.

„Schlafzimmer. Jetzt.“ Antworte ich so kühl ich kann.

Er sieht mich wieder an. Zweifelnd. Als ob das, was wir hier tun nicht wirklich irgend worauf hinaus laufen würde.

Erbost lege ich meinen Blick auf ihn, dann lasse ich meine dunklen Augen anzüglich streichelnd, über seinen entblößten Oberkörper fahren.

„Du meinst...?“

Mein Blick trifft ihn.

Dann rolle ich mit den Augen. Vielleicht hat er die Frage ja tatsächlich ernst gemeint. Das ist sogar wahrscheinlich.

Ich lockere meinen Griff um sein Handgelenk und führe seine Hand zu seiner Stirn.

„Ich kann nicht.“

Ich verenge schlagartig, wütend meine Augen und sehe ihn tödlich an.

„Wie meinst du das, Kakarott.“ Wenn er jetzt sterben will, ist das seine Sache, aber ich dachte ich frage trotzdem mal.

Er lächelt leicht. „Ich meine, da ist keine Aura. Also kann ich mich nicht dort hin Teleportieren.

Ich durchquere die Tür fliege die Treppe hinauf, reiße mir das Oberteil von meinem Körper und werfe mich aufs Bett.

„5,4,3,2“ Da ist er. Er lacht.

Er nimmt langsam seinen Mittel- und Zeigefinger von der Stirn. Dann sieht er mich an.

So, als würde er mich zum ersten Mal wirklich sehen.

Ich bin im Nu bei ihm und knie vor ihm, auf dem Bett.

Langsam lasse ich meine Hände in seine Gi Hose fahren und umfasse erneut seinen

festen Hintern.

Dann schiebe ich mit den Fingern seine Hose hinunter, bis sie in seinen Kniekehlen liegt.

„...“

Häschen?

Ich schweige und halte die Luft für einen Moment des Zornes an.

Welcher Saiyajin trägt Boxershorts mit Häschen darauf?!

Bei Kami! Welcher?!

“Was?“

„Schon gut...“

Seine muskulösen Lenden spannen sich unter dem baumwollenen Stoff.

Ich bin leicht beleidigt, als ich noch kein Zeichen von Erregung bei ihm sehe.

Andererseits...Er scheint schwer zu erregen zu sein.

Eine Herausforderung die ich nur zu gerne annehme.

Ich denke kurz und beiläufig daran, dass er es bisher nur mit Chichi „zu tun“ bekommen hat und

ignoriere diese Tatsache wieder.

Zweifellos aber eine Entschuldigung für eine etwas eingeschlafene Sexualität.

Mein Weib hat mir mal weiß machen wollen, dass sie etwas mit Kakarott gehabt hätte.

Ich habe stundenlang gelacht.
 

Ich ziehe ihn an seiner Boxershorts nahe zu mir heran.

Mein Gesicht berührt beinahe seinen durchtrainierten Bauch.

Ich sehe zu ihm auf und grinse.

Dann spüre ich seine Haut an meinen Lippen.

Er schmeckt unglaublich.

Meine Zunge umkreist seinen Bauchnabel und taucht für einen kurzen Moment in die kleine Öffnung hinein.

Kakarott steht da und sieht unsicher zum Fenster hinaus.

Ich stemme mich auf meine Knie und umfasse seinen Nacken.

Meine Hand gleitet unter sein Kinn und ich lenke sein Gesicht zu mir.

Nachtschwarze Augen bedecken mich mit dunklem Samt.

Ich ziehe ihn aufs Bett.

Seine Augen weiten sich, als mein Rücken das Bett berührt und seine Haut sich endlich an meine Fiebrige schmiegt.

Ich küsse ihn und dränge meine Zunge zwischen seine Lippen.

Ich habe nicht vor, ihm zu gestatten, dass er oben ist, also drehe ich mich in einer pantherähnlichen, geschmeidigen Bewegung um und rolle mich auf ihn.

Er erschrickt leicht und sieht mich einfach nur an.

Langsam lasse ich mich zu ihm hinunter und fahre ihm mit meinen Fingern durch sein dichtes,

schwarzes Haar.

Ich lasse seine Haarsträhnen durch meine Finger fahren und streiche sie ihm über die Stirn, hinter seine Ohren.

Er greift nach meinem Handgelenk und sieht mich flehend und misstrauisch an.

„Keine Lust mehr, Kakarott?“ Ich kenne die Antwort. Einer der Gründe weswegen ich ihn hasse wie Freezers Eingeweide höchstselbst.

Ich setze mich auf und mustere ihn.

„Wir können doch nicht...“

„Ach was? Und was tun wir dann hier?“

„...“

Ich lasse ihn nicht so einfach aus der Situation heraus und beuge mich hinab zu seinem Hals.

Meine Lippen legen sich saugend auf seine Haut und meine Zunge fährt einen nassen Streifen hinauf zu seinem Mund.

Dort angekommen dringt meine Zunge wieder in seinen Mund und ich erschmecke einen Hauch seiner eigentlichen Lust.

Zaghaft beginnt er nun mich wieder zu küssen.

Kami. Endlich. Ich grinse keuchend in den Kuss hinein und vergreife mich an seinem Haar.

Vorsichtig, aber bereits genug erregt, um energischer zu werden, tastet sich meine Hand zu seiner Boxershorts.

Ich fahre unter den Saum und entblöße sein Hinterteil.

Langsam streife ich ihm seine Shorts von der Hüfte, ziehe sie an seinem Oberschenkel entlang und über seine Knie hin zu seinen Fesseln.

Sanft landet die Boxershorts auf dem Boden.

Er sieht unfassbar gut aus. Es ist irgendwie anders, als ihm beim Duschen zuzusehen.

Er ist so nah.-

Für einen kurzen Moment spüre ich wieder eine Abneigung gegen ihn und bin versucht

ihn auf Abstand zu halten. Aber meine Erregung ist stärker.

Er ist wunderschön.-

Eifersucht schießt für einen kurzen Moment durch meine Adern.

Plötzlich fühle ich, wie er seine Hand auf meine Schulter legt.

Ich erbebe innerlich und ein heißes Gefühl flutet meinen Magen.

(Ja! Weiter!)

Er fährt an meinem Hals entlang zu meinem Kinn und umschließt es.

Dann sieht er mir in die Augen.

...Verdammt...

Was ist das?!

...

Er scheint mit seinem Blick in mich einzudringen und trifft einen Punkt in mir, den nicht einmal ich gekannt zu haben schien.

„Mir ist heiß...“

Ein selten dämlicher Kommentar von mir. Ist mir so raus gerutscht. Etwas anderes fiel mir nicht ein.

Ich versinke in seinen nachtschwarzen Augen und erstarre in einer weichen Art und Weise. Seine Hände sind warm und sanft. Mein Gesicht beginnt zu glühen. Fiebrig stoße ich nach vorne um ihn zu küssen.

Ich bin weniger zurückhaltend...

Er lächelt leicht in den Kuss hinein und küsst mich wieder, während seine Hand in meinen Nacken gleitet.

Falls. Nur falls, dies ein Versuch gewesen sein sollte, dass er die Führung übernehmen könnte, kann er es gleich wieder vergessen. Ich stürme seinen Körper und lasse mich mit ihm nach hinten fallen.

Dann führe ich seine Hand zu meiner Boxershorts. Zögerlich lässt er sich führen.

Meine Männlichkeit reibt sich pochend an seiner Hand. Ein dunkles Rot überflutet seine Wangen. Ich grinse dreckig. Fordernd.

Dann fahre ich mit meinen Händen über seinen muskulösen Rücken und ziehe ihn auf mich.

Er streift mir die Boxershorts von der Hüfte. Ich strample sie schnell und ohne Umwege ab.

Er riskiert einen scheuen Blick auf meine Männlichkeit.

Er atmet einmal kurz und heftig, heiß auf meine Brust.

Ein leises Geräusch verlässt seine Lippen, bevor ich es mit meinen Lippen lösche.

Wir befinden uns in einem wilden Sturm der Leidenschaft, als er in den Kuss einwilligt und ich seine Zunge, meine umkreisen spüre.

Es ist Wahnsinn. Nichts weiter, als das. Nicht mehr und nicht weniger. Wir beide wissen es.

Meine Hände scheinen überall auf seinem Körper zu sein.

Seine Haut fühlt sich weich und fest zugleich an. Der Geruch der von ihm ausgeht wird stärker und benebelt langsam meine Sinne. Es fühlt sich an, wie eine Agonie der Erregung. Ich lebe und ich sterbe gerade unter ihm.

Ich umfasse den Ansatz, seines Saiyajinschwanzes und massiere dort das weiche, glatte Fell.

Er stöhnt dunkel auf, als ich das tue.

Ich sauge vorsichtig leckend an seinem Hals, als meine Finger zu seinem Hintern gleiten. In einer schnellen Bewegung, drehe ich mich um und bin nun über ihm.

Wir lösen keinen Augenblick den Kuss.

Er sieht mich erschrocken und mit matt glänzenden, schwarzen Augen an.

„Vegeta, ich...“

„...“ Ich schweige und gleite mit beiden Händen seine Brust entlang, hin zu seinen Hüften und Oberschenkeln. Langsam schweben meine Finger an den Innenseiten entlang.

Geduldig öffne ich seine Beine und meine Lippen umschließen seine Brustwarze. Eigensinnig beginne ich daran zu lecken und lasse meine Zähne darüber fahren, bis seine Knospen hart und rosig werden. Der Geschmack in meinem Mund wird voller und ich spüre seine Härte an meinen Lippen, meiner Zunge.

Meine Männlichkeit ist hart aufgerichtet, als ich an seiner engen Öffnung zu liegen komme.

Er zieht scharf die Luft ein und seine Hüften bäumen sich mir entgegen.

Als ich ihn ihn eindringe, schließt er verkrampft die Augen und beißt sich in seinen Unterarm, den er vor seinen Mund genommen hat.

Seine Hände krallen sich in das Laken.

Ich hingegen tauche in eine Unendlichkeit von Hitze und Enge hinein.

Stöhnend, dränge ich mich weiter vor.

Kakarotts Kinn erhebt sich und er presst seinen Kopf mit schmerzverzerrtem Gesicht, in das Kissen.

Ich stemme meine Hände neben seinen Kopf und beginne mich langsam und verhalten, in ihm zu bewegen.

„Haaaaaah.“ Höre ich mich laut aufstöhnen. Kakarott greift brutal in meinen Rücken. Seine Finger tauchen in mein Fleisch.

Ich beginne mich rhytmisch in ihm zu bewegen. Langsam aber sicher, scheint er sich an mich zu gewöhnen. Sein Saiyajinschwanz bebt zitternd neben seiner Hüfte, auf dem Bett, auf- und ab.

Ich stütze mich auf meine linke Hand und greife nach der geschwungenen Schönheit. Ich nehme die Spitze zwischen Daumen und Zeigefinger und reibe daran. Kakarotts Stöhnen bestätigt mir, dass es ihm gefallen muss.

Mein Rhythmus erhöht sich und Kakarotts Griff wird lockerer. Seine Hüften reiben sich extatisch an den Meinen. Ich lasse mich auf ihn hinab sinken und presse mich dicht an ihn. Ich lege mein Kinn in seine Halsbeuge und dringe tiefer in ihn ein, während meine linke Hand sich an seinem schwarzen, dichten Haar vergreift.

Nach nur drei Minuten komme ich hart und heftig. Ein lauter Schrei der Erlösung füllt das Zimmer.

Ich breche zitternd auf ihm zusammen, in dem Wissen, ihn unbefriedigt gelassen zu haben.

Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, schlafe ich auf seiner nassgeschwitzten, glatten Brust ein.

Das hat er verdient. „Morgen. Vielleicht.“ Kann ich noch mit bebendem Flüstern an sein Ohr hauchen, bevor ich in einen tiefen Schlaf hinein sinke.

„Bastard.“ Glaube ich noch zu hören und mein Grinsen wird breiter.
 

Am anderen Morgen...
 

Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch das geöffnete, kleine Fenster des Capsule Hauses und tauchen das Schlafzimmer in ein helles Goldgelb, als es an der Tür klopft und jemand Sturm klingelt.

Ich schmiege mich nackt an Kakarotts, in das Bettlaken gehüllten Körper.

Trotzdessen die Türklingel ziemlich laut leutet, befindet sich Kakarott noch im Tiefschlaf. Ich blinzel und verziehe genervt das Gesicht. „Geh runter, nachsehen welcher Vollidiot da seinen verdammten Finger los sein will.“ Sage ich und schließe meine Augen wieder.

Kakarott seufzt im Schlaf und atmet einmal tief ein- und wieder aus.

Es vergeht eine Minute und die Klingel wird heiß.

Ich hebe den Kopf und sehe Kakarotts schlafendes Gesicht an.

„Was zum...?“

Kakarott schläft immer noch tief und fest. „Idiot.“

Ich schnappe mir mein Bettlaken und stehe widerwillig auf. Keine Ahnung, wer da so scheiß lebensmüde die Türklingel drückt, aber wenn er das Pech hat und noch da ist, wenn ich unten bin und aufmache, heißt es gratis Fratzengeballer für alle.

Ich sehe ein letztes mal verschlafen zu meiner, einfach weiter pennenden Nemesis und verlasse das Schlafzimmer.
 

...
 

Schwarze Pupillen weiten sich im Schock, als er Vegeta das Zimmer verlassen sieht. Er mustert den schlafenden Son Goku und seine Zähne beißen auf seinen Unterkiefer hinab. Irgendetwas hatte ihn hierher geführt. Etwas hatte ihn gedrängt. Vielleicht seine innere Stimme, vielleicht sein Magengefühl. Seine Augen sehen es deutlich, aber es dauert, bis sein Verstand es begreift.

Begreifen will. Plötzlich, einem Blitz gleich, schiesst es durch seine Gedanken. Eine Idee.

Eine Idee, die als Funken in seinem Innersten zu leuchten beginnt und sich jetzt zu einem Ganzen formt. Ohne ein Geräusch zu verursachen, verlässt er das kleine Capsule Haus. Seine Rache scheint perfekt.

 

TBC...

10.01.2014

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